In China ist Xpeng seit langem ein etablierter Hersteller von Elektroautos. Hier in Europa sieht das noch anders aus. Hier haben die Chinesen insbesondere bisher durch ihren Firmennamen von sich reden gemacht, der eher nach einem Waffenhersteller klingt. Das dürfte sich jedoch beizeiten ändern, denn der neue Xpeng G9 ist ein Crossover, der auch in Europa seine Kunden finden dürfte – wenn sich der Autobauer durchringt, endlich auch hier anzutreten.

Ladeleistung von bis zu 480 kW

In China ist das 4,90 Meter lange Elektroauto der Oberklasse ab Oktober in drei Leistungsstufen wahlweiser mit Hinterrad- oder Allradantrieb zu bekommen. Die Allradversionen bieten nicht nur mehr Leistung, sondern sind obligatorisch auch mit einer Luftfederung ausgestattet, die mehr Fahrkomfort zu bringen verspricht. Das technische Highlight ist jedoch die neue Elektroplattform, auf der das Auto aufbaut,. Dank eines Siliziumkarbid-Akku kann der G9 an einer sogenannten S4-Ladestation mit einer Ladeleistung von bis zu 480 Kilowatt Strom ziehen. In fünf Minuten ist so genug Energie für 200 Kilometer Fahrstrecke im Akku. Und um die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufzuladen, dauert es angeblich gerade einmal 15 Minuten.

Der erste seiner Art 
In China hat XPeng bereits eine ganze Palette von Elektroautos vorgestellt. Der G9 soll als erstes Fahrzeug nach Europa exportiert werden - die übrigen könnten später folgen. Mit der S-4-Ladetechnik und einer neuen Batteriegeneration,. Fotos: XPeng
Der erste seiner Art
In China hat XPeng bereits eine ganze Palette von Elektroautos vorgestellt. Der G9 soll als erstes Fahrzeug nach Europa exportiert werden – die übrigen könnten später folgen. Mit der S-4-Ladetechnik und einer neuen Batteriegeneration. Fotos: XPeng

Selbst beim Laden an kompatiblen Drittanbieter-Stationen verspricht der Xpeng G9 durch die 800-Volt-Architektur, auf die auch schon der Audi E-Tron GT, der Porsche Taycan, Hyundai Ioni5, Kia EV6 und die Stromer von Genesis setzen, Bestwerte in Sachen Schnellladung. Auf dem Heimatmarkt China baut Xpeng dafür nach Tesla-Vorbild gerade ein eigenes Ladenetz auf. Vor wenigen Woche nahm XPeng den 1.000sten Ladepark in Betrieb und stellte dabei seine neue S4-Ladetechnologie vor. Bis zum kommenden Jahr sollen landesweit mehr als 500 S4-Ladestationen errichtet werden, bis 2025 rund 2.000 in ganz China sein.

G9 mit 700 Kilometer Reichweite

Entsprechend beitbeinig und selbstbewusst tritt das Unternehmen auf. „Der G9 ist der weltweit schnellste E-SUV in Großserie. Es verfügt über das erste Fahrerassistenzsystem, das alle Szenarien abdeckt. Hinzu kommen eine Zweikammer-Luftfederung und eine luxuriöse Smart-Kabine mit einem bahnbrechenden 5D-Musik-Erlebnis, das wir Xopera nennen“, wirbt Xpeng-CEO He Xiaopeng für das Elektroauto.

Alles da, alles dran
 Wie heute üblich, verfügt auch der Xpeng G9 über einen großen Touchscreen in der Mittelkonsole und ansonsten nur über wenige Funktionstasten. Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck, die Verarbeitung scheint auf europäischem Niveau zu sein.
Alles da, alles dran
Wie heute üblich, verfügt auch der Xpeng G9 über einen großen Touchscreen in der Mittelkonsole und ansonsten nur über wenige Funktionstasten. Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck, die Verarbeitung scheint auf europäischem Niveau zu sein.

Aber auch die Leistungsdaten können sich sehen lassen. Das heckgetriebene Topmodell Xpeng G9 verfügt über eine Antriebsleistung von 230 kW (313 PS) und kommt nach dem chinesischen Verbrauchszyklus auf eine maximale Reichweite von 700 Kilometern. Die G9-Versionen darunter können mit einer Akkuladung 570 beziehungsweise 650 Kilometer zurücklegen, ehe sie an die Ladesäule müssen.

Topgeschwindigkeit von 200 km/h

Der Allradler vom Typ Xpeng 650 Performance wird zusätzlich in einem 175 Kilowatt starken Elektromotor an der Vorderachse angetrieben, wodurch seine Systemleistung auf 405 kW (551 PS) steigt. Das Modell beschleunigt aus dem Stand in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 und ist ebenso wie alle anderen Motorvarianten bis zu 200 km/h schnell.

Innen bietet der China-SUV Dank seines drei Meter langen Radstandes ein großzügiges Platzangebot für bis zu fünf Personen, das inzwischen branchenübliche große Touchdisplay sowie allerlei Komfort- und Fahrerassistenzsysteme. Das Ladevolumen liegt zwischen 660 und 1.576 Litern. Die Preise starten in China bei 310.000 RMB für die Basisversion, während das Topmodell mit Allradantrieb 470.000 RMB kostet. Das sind umgerechnet 44.380 bis 67.280 Euro.

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