Vor ein paar Monaten hatte Porsche angekündigt, die Investitionen in Elektromobilitäts-Projekte verdoppeln zu wollen. Bei E-Mobilität denkt man meist erstmal an kleine Stadtflitzer. Bei Porsche aber offensichtlich nicht, denn dort hat man den dicken Geländewagen Cayenne zum Plug-in-Hybrid umfunktioniert. Ende Mai soll der Cayenne Hybrid mit Steckdosenanschluss auf den Markt kommen.

Den Teilzeitstromer gibt es ab 89.822 Euro, er bietet eine Systemleistung von 340 kW/462 PS und kann rein elektrisch bis zu 44 Kilometer weit und bis zu 135 km/h schnell fahren. Der Normverbrauch liegt bei 3,2 Litern, teilte der Hersteller mit. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 72 g/km.

Angetrieben wird der auf bis zu 22 Zoll großen Rädern gelieferte Geländewagen von einem V6-Benziner mit drei Litern Hubraum und 250 kW/340 PS. Dem wird ein in der Achtgang-Automatik integrierter E-Motor von 100 kW/136 PS zugeschaltet. Gespeist wird er aus einem Lithium-Ionen-Akku, dessen Kapazität beim Generationswechsel auf 14,1 kWh gesteigert wurde.

Günstiger als der Cayenne S

Mit zusammen 700 Nm maximalem Drehmoment beschleunigt der über zwei Tonnen schwere Geländewagen dabei in 5,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht ein Spitzentempo von 253 km/h, so Porsche weiter. Das Laden der Batterie dauert an der Haushaltssteckdose 7,8 Stunden. Wer den optionalen 7,2-kW-On-Board-Lader bestellt, ist nach 2,3 Stunden wieder voll einsatzbereit.

Für den Hybridantrieb bietet Porsche als neue Option erstmals auch einen Sportauspuff an. Außerdem bleibt die volle Anhängelast von 3,5 Tonnen erhalten. Für alle Cayenne gibt es darüber hinaus jetzt erstmals ein Headup-Display.

Der V6-Hybrid ist zwar deutlich stärker als beim Vorgänger. Doch soll es dabei angeblich nicht bleiben. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen plant Porsche analog zum Panamera auch für den Cayenne einen Plug-in-Hybrid als Topmodell und bereitet den Start des Cayenne Turbo S E-Hybrid mit V8-Benziner vor.

Ob stereotypische Cayenne-Fans sich jedoch für die Hybrid-Version des dicken SUV begeistern können, sei mal dahingestellt, aber vielleicht zeigt der Cayenne-Hybrid ja, dass sich Testosteron auch gut mit Elektromobilität vereinbaren lässt. Einen Kaufanreiz zugunsten des Hybrids gegenüber dem Geschwistermodell Cayenne S haben Kunden jedenfalls: Der Hybrid ist rund 2000 Euro günstiger.

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