Carlo Abarth war nicht nur ein erfolgreicher Rennfahrer, der gebürtige Wiener baute zwischen 1949 und 1971 auch eine Reihe leistungsgesteigerter Spaßmacher – kleine und leichte Autos auf Fiat-Basis mit jeder Menge Dampf unter der Haube. Zum 75. Geburtstag der Marke legt die Stellantis-Tochter nun seinen 600e „Scorpionissima“ auf – das stärkste Serienmodell, das unter der Marke jemals angeboten wurde. Und schon gar nicht in einer Elektroversion.

Der 4,17 Meter lange Kompakt-SUV leistet 176 kW oder 240 PS, was für einen besonders dynamischen Vortrieb sorgen soll. Zum Vergleich: Das Schwestermodell, der „gewöhnliche“ Fiat 600e, muss sich mit 115 kW begnügen. Um die Kraft zu bändigen und den Verschleiß der speziellen Niederquerschnittsreifen von Michelin an der Vorderachse in Grenzen zu halten, hat Abarth den 600e mit einem mechanischen Sperrdifferenzial ausgestattet. Einen Allradantrieb gab die Plattform wohl nicht her.

Scorpione allerorten 
Der Innenraum des Abarth 600e will mit Sportsitzen, die mit Alcantara-Leder überzogen sind, Rennwagen-Feeling verbreiten. Dafür soll auch ein spezielle Soundanlage sorgen, die den Elektro-SUV kräftig brummen lässt. Fotos: Abarth
Scorpione allerorten
Der Innenraum des Abarth 600e will mit Sportsitzen, die mit Alcantara-Leder überzogen sind, Rennwagen-Feeling verbreiten. Dafür soll auch ein spezielle Soundanlage sorgen, die den Elektro-SUV kräftig brummen lässt. Fotos: Abarth

Innen bietet die Fiat-Schwestermarke konturierte Sportsitze, ein Armaturenbrett mit Abarth-Signets und das markige Skorpion-Logo auf dem Leder-Alcantara-Steuer. Die wichtigsten Informationen werden auf einem zehn Zoll großen Touchscreen über der Mittelkonsole dargestellt. Reine Geschmackssache bleibt neben der vorgestellten Lackierung in „Hypnotic Purple“ jedoch der künstliche kreierte Motorklang, der nicht nur den Innenraum, sondern auch die Umgebung beschallt – schon der Abarth 500e war mit der Soundanlage ausgestattet. Der giftige Elektro-Crossover rollt auf strammen 20-Zöllern und bekommt obendrein größere Bremsscheiben.

Wer sich für den elektrischen Spaßmacher interessiert, der im Juni in den Handel kommt, sollte sich sputen. Denn die Produktion des elektrischen Abarth 600e Scorpionissima ist – dem Gründungsjahr entsprechend – auf 1949 Fahrzeuge – limitiert. Über den Preis des Elektro-Sportlers hat sich Stellantis noch nicht ausgelassen. Er dürfte jedoch über 45.000 Euro liegen.

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