Das bunte Mini-Programm bekommt einen neuen Dreh- und Angelpunkt. Während der Cooper das bekannt trendige Kleinwagenklientel abdecken will und der zunehmend erwachsen gewordene Countryman – beide mit Elektroantrieb zu bekommen – als Topmodell der Mini-Reihe gilt, soll der Aceman mit langem Radstand und betont kurzen Überhängen insbesondere bei der internationalen Konkurrenz wildern. Ihn wird es allein als Elektroversion geben und etwas überraschend nur mit Frontantrieb.

Mit einer Länge von 4,08 Metern ist der Aceman beinahe so lang wie die erste Countryman-Generation. Er dürfte mit seinem gefälligen Design, vier Türen, einer großen Heckklappe und Platz für bis zu fünf Personen vielen potenziellen Kunden im Einsteiger-SUV-Segment gefallen. „Der vollelektrische Mini Aceman eröffnet neue Möglichkeiten für Kunden, die einen kleineren Crossover wünschen als unseren erfolgreichen Countryman. Die konsequente Elektrifizierung unseres Produktportfolios setzt ein klares Statement für die Zukunft der Marke Mini“, erläutert Markenchefin Stefanie Wurst.

Ab in die Wüste
Ein wahres Marterprogramm haben die Ingenieure entwickelt, um die Klimatisierung des Innenraums sowie das Aufladen das 54 kWh großes Batteriepakets, des Antriebs und der Steuergeräte bei bis zu 50 Grad Celsius zu testen.
Ab in die Wüste
Ein wahres Marterprogramm haben die Ingenieure entwickelt, um die Klimatisierung des Innenraums sowie das Aufladen das 54 kWh großes Batteriepakets, des Antriebs und der Steuergeräte bei bis zu 50 Grad Celsius zu testen.

Damit es in Kundenhand keine bösen Überraschungen gibt, durchläuft der Mini Aceman aktuell die finale Phase seiner Kaltland-Erprobung am Polarkreis sowie der Heißland-Tests in der kalifornischen Wüste. Neben den normalen Funktionen wie Dauerhaltbarkeit, Fahrverhalten und Antrieb geht es nicht zuletzt um die Funktionen des elektrischen Antriebs.

So gibt es ein wahres Marterprogramm für Klimatisierung sowie das Aufladen das 54 kWh großes Batteriepakets, des Antriebs und der Steuergeräte bei bis zu 50 Grad Celsius im staubigen Wüstensand. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Einstiegsversion mit weniger Leistung und kleinerem 40-kWh-Akkupaket folgen. Die avisierten Reichweiten: zwischen 320 und 450 Kilometer.

Während Mini Cooper und der größere Countryman noch eine Weile wahlweise als Verbrenner und Elektromodell angeboten werden, bleibt der Aceman allein ein Elektromodell mit einem Leistungsspektrum zwischen 130 kW (177 PS) und 160 kW (218 PS). Der mittlere Mini könnte zum neuen Bestseller im kleinen Portfolio werden.

"Creative User Space" 
Der Mini Aceman beansprucht wenig Raum auf der Straße, soll aber trotz den Insassen viel Komfort und Spaß bieten. Und nicht nur, wenn das Auto - zu Tarnzwecken - bunt beklebt ist. Fotos: Mini
„Creative User Space“
Der Mini Aceman beansprucht wenig Raum auf der Straße, soll aber trotz den Insassen viel Komfort und Spaß bieten. Und zwar nicht nur, wenn und weil das Auto – zu Tarnzwecken – bunt beklebt ist. Fotos: Mini

„Das rein elektrische Fahrzeugkonzept ermöglicht es, das Design wieder mehr auf die traditionellen Grundwerte von Mini im Sinne des Prinzips von Creative Use of Space zu lenken“, sagt Mini-Chefdesigner Oliver Heilmer. „Dadurch entstehen Modelle, die auf der Straße wenig Raum beanspruchen und gleichzeitig in ihrem Inneren mehr Komfort, mehr Vielseitigkeit und mehr Emotionen bieten als jemals zuvor.“

Verabschieden müssen sich die Mini-Fans allerdings von einer edlen Ausstattung etwa mit Ledersitzen. Erfreuten sich diese Extras bei den zumeist edel ausgestatteten Modellen großer Beliebtheit, so lässt Mini seinen Kunden hier keine Wahl mehr. Man bettet sich allein auf Kunststoffen und blickt auf das chartakterstarke, aber nicht immer ergonomisch perfekte Centerdisplay – rundlich in der Mitte der Armaturentafel befestigt. Unter 40.000 Euro dürfte der Aceman vermutlich kaum zu bekommen sein.

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