Während weltweit vor allem Lock-Downs in der Debatte stehen, setzt der schwedische E-Scooter Verleih Voi „Lock-In-Effekte“ auf die Agenda: Kundenbindung durch Zusatzprogramme. Was bisher vor allem in der Flugbranche unter Bonusmeilen-Programmen bekannt ist, soll nun auch im E-Scooter-Bereich Anreize schaffen. Das Unternehmen hat diese Woche seine erste eigene Kreditkarte vorgestellt.

Der Deutschland-Chef
Claus Unterkircher setzt auf eine Kooperation mit Advanzia.
Foto: Voi

Das System ist simpel: Nutzer sammeln bei jeder Zahlung mit ihrer Mastercard-Kreditkarte Meilen, die sie später in Freifahrten mit dem E-Scooter einlösen können. Wer die Karte zum ersten Mal erhält, bekommt zusätzlich 6.000 Meilen gut geschrieben und obendrein ein kostenloses Versicherungspaket. Kooperationspartner ist die Luxemburgische Online-Direktbank Advanzia Bank.

“E-Scooterfahrten statt Flugmeilen: Mit der gebührenfreien Voi Mastercard Gold wollen wir mehr Menschen von nachhaltiger Mobilität überzeugen”, sagt Claus Unterkircher, der die Geschäfte von Voi im deutschsprachigen Raum verantwortet.

Goldene Karten kostenlos

Kunden des Mobilitäts-Unternehmens können die Voi Mastercard Gold kostenlos online beantragen und erhalten sie innerhalb weniger Werktage zugeschickt. Wie es für Online-Direktbanken typisch ist, fallen für die Kreditkarte keine Jahresgeühren an. Auch Fremdwährungsgebühren entfallen. Zahlungen am Kassenterminal sind klassisch per PIN und Transaktionen über Handys sind online und im Geschäft über Face- oder Touch-ID geschützt.

„Voi möchte erreichen, dass die Städte autofrei werden und die Menschen die Stadt wieder als echten Lebensraum entdecken und nicht nur als Verkehrsraum erleben“, schreibt das 2018 in Stockholm gegründete Unternehmen. Derzeit ist Voi in 40 Städten und 10 Ländern in Europa präsent und konnte laut eigenen Angaben bereits weit über 20 Millionen Fahrten verzeichnen. In Deutschland fahren E-Scooter von Voi derzeit in 13 Städten, darunter in Aachen, Augsburg, Berlin, Bremen, Hamburg und München.

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