Foto: BYD

In China zählt BYD bereits zu den größten (Elektro-)Autobauern des Landes, in Europa ist er eher als Hersteller von Akkus etwa für Heimspeicher und von Elektrobussen bekannt. Doch plant der Konzern nun mit Stromern den europäischen Markt zu erobern. Eines der Modelle soll die Limousine Han sei, die nach der wenig aussagekräftigen NEFZ-Norm 600 Kilometer weit mit einer Akkuladung kommen soll. Realistischer sollten 400 bis 450 Kilometer sein. Von null auf 100 soll es das Fahrzeug in 3,9 Sekunden schaffen, kosten soll es zwischen 45.000 bis 55.000 Euro.

Das genaue Datum der Markteinführung ist noch nicht bekannt – wohl aber, dass der Wagen mit einem Lithium-Eisen-Phosphat-Akku ausgestattet sein soll. Bisher dominieren Lithiumionen-Akkus in Elektroautos. Die „Blade Battery“, wie sie BYD nennt, soll die Hälfte mehr Energie als konventionelle Akkus speichern können – und weniger brandgefährdet sein.

Etwas konkreter sind die Pläne für das Elektro-SUV Tang: Es soll europaweit zuerst in Norwegen auf den Markt kommen, mit dem skandinavischen Unternehmen RSA steht bereits der Handelspartner fest. Dieses Modell soll auf eine Reichweite von 520 Kilometer kommen.

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E-Roller mit Sptizentempo 75, Elon Musk auf Konfrontationskurs

Ganz so weit wie der Han und der Tang kommt der neue Elektroroller Romex R des deutschen Anbieters Trinity nicht. 50 Kilometer beträgt die Reichweite mit einem Akku, mit einem zweiten soll es doppelt so viel sein. Das besondere ist das Spitzentempo von 75 Kilometern pro Stunde. Die meisten E-Vespas schaffen 45 km/h. Für die herausnehmbaren Akkus gibt es sogar einen Schnelllader, der die Energiespeicher in einer Stunde von 0 auf 80 Prozent Kapazität bringt. Für die schnelleren Versionen genügt nicht mehr der Autoführerschein, dafür fällt es den Zweirädern leichter, im Stadtverkehr mitzuhalten. Wer will kann sich jetzt bei einer Fahrschule mit 13,5 Stunden – theoretischen und praktischen – Unterricht die Fahrerlaubnis auch für diese schnelleren Roller der Klasse A1 besorgen. Voraussetzung ist der Besitz eines Pkw-Führschein seit fünf Jahren und ein Mindestalter von 25 Jahren.

Keine Woche ohne Tesla-Meldung: Elon Musk, Chef des US-Elektroautobauers, fährt die Produktion im kalifornischen Stammwerk im Fremont wieder hoch – obwohl eigentlich noch Ausgangsbeschränkungen in der Region gelten, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Öffentlichkeitswirksam verkündete er auf Twitter, sollte deswegen jemand verhaftet werden, sollte das nur er sein. Prompt erhielt Musk Rückendeckung von US-Präsident Donald Trump, der den Bundesstaat Kalifornien aufforderte, die Fabrik wieder zu öffnen.

Weil sich der Tesla-Boss von den lokalen Behörden schlecht behandelt fühlt, hat er angedroht, den Firmensitz nach Texas oder Nevada zu verlegen. Das würde für Kalifornien einen Einschnitt bedeuten, denn der Elektropionier betreibt die letzte große Autofabrik in dem Bundesstaat. Bereits zuvor hatte Musk die Quarantäne-Maßnahmen heftig kritisiert und sie als „faschistisch“ bezeichnet. Auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern fährt er eine harte Linie, wer will, kann zwar wegen der Pandemie Zuhause bleiben, droht aber seinen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe zu verlieren, etwa wenn das Unternehmen Stellen abbauen muss, berichtet die britische Zeitung Guardian.

Nachdem die Deutsche Telekom vor zwei Jahren in das Geschäft mit Ladelösungen eingestiegen ist, zieht sich jetzt der Bonner Konzern zumindest teilweise wieder aus dem Verkauf von Autostrom zurück. Denn sein Ladestrom-Angebot Get Charge übernimmt ab dem 1. Juli die deutsche Tochter des Schweizer Unternehmens Alpiq, immerhin einer der größten Energieversorger in der Eidgenossenschaft. Die Firma verspricht, „erst einmal“ die Tarife nicht zu verändern. Die eigenen Ladepunkte betreibt die Telekom allerdings vorerst weiter.

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