Ein Sporthemd, das Herzschlag, Atemfrequenz, Kalorienverbrauch und noch andere Körperdaten misst – das kann schon bald unter dem Markennamen QUS Sports erhältlich sein. Denn das smarte Shirt ist reif für die Serienproduktion, wie der österreichische Hersteller Sansirro aus der Nähe von Graz meldet.

Mit seinen intelligenten Textilien liegt das Unternehmen im Trend: Längst hat die Digitalisierung auch in der Textilbranche Einzug gehalten. Der Markt für smarte Textilien soll in den kommenden Jahren anziehen, berichtet der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie: Bereits im Jahr 2021 sollen jährlich rund 18 Millionen intelligente Kleidungsstücke verkauft werden. Man zählt sie zur wachsenden Gruppe der sogenannten Wearables: kleine Computer, die am Körper getragen werden und dabei Daten aufzeichnen. Zu den bekanntesten Wearables zählen Smartwatches und Fitnessarmbänder.

Training mit gesammelten Daten optimieren

Kleidungsstücke können sich auch in Wearables verwandeln, wenn in sie über elektronische Hilfsmittel zur Kommunikation oder Messung von Daten verfügen. Das Unternehmen Sansirro setzt für seine intelligente Sport-Bekleidung QUS Sports auf Sensoren, die in die Fasern der Kleidungsstücke eingearbeitet sind. So kann die Kleidung Daten zur körperlichen Leistung sowie zum Standort, zur Beschleunigung und zur Regeneration erfassen und in einem Cloud-Speicher ablegen. Damit können Sportler ihr Training optimieren, ohne den sonst üblichen Brustgurt zu tragen oder sich an ein anderes Gerät anzuschließen.

Anders als andere smarte Textilien, die es bereits auf dem Markt gibt, sollen die QUS-Produkte nach Angaben des Herstellers waschbar sein. Über 100 Waschgänge seien möglich, verspricht Geschäftsführer Hannes Steiner.

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Das kommt gut an: QUS Sports hat sowohl einen Red-Dot-Award für innovatives Design als auch den German Innovation Award des German Design Council gewonnen. Auch Investor Maximilian Seidel ist von dem Produkt überzeugt. Er ist mit seiner Situlus Holding, die sich in erster Linie an innovativen Technologieunternehmen beteiligt, bei Sansirro eingestiegen. Erst durch seine Finanzspritze soll die Technik hinter den intelligenten Kleidungsstücken des Unternehmens Serienreife erlangt haben.

Nun möchte der Hersteller mithilfe einer Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter mit der Produktion der smarten Textilien beginnen. Momentan gehören ein Shirt sowie ein Bustier zum QUS-Angebot. Beides soll inklusive einer App zur Auswertung der Daten für jeweils 298 Euro im Frühjahr 2019 in den Handel kommen. Bei Kickstarter sind die smarten Textilien momentan vergünstigt erhältlich.

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