Der chinesische Autohersteller BYD stellt Elektrofahrzeuge her und plant jetzt sein Batteriegeschäft separat an die Börse zu bringen. Zu den größten Investoren von BYD gehört der US-Investor Warren Buffett, der 24,59 Prozent an dem Konzern hält.

Der Markt für leistungsstarke Akkus, die in Elektroautos zum Einsatz kommen, boomt derzeit. Die Hersteller können höhere Preise durchsetzen und suchen nach Wegen, sich Kapital für das erwartete weitere Wachstum zu beschaffen. Bis Ende 2022 soll daher das BYD-Batteriegeschäft an die Börse, so Verwaltungsratschef Wang Chuanfu in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur Bloomberg in Shenzhen.

BYD liefert Batterien nicht nur für Autos sondern etwa auch für den Einsatz in Smartphones. Derzeit organisiert sich BYD um, mit dem Ziel, das Autobatterie-Geschäft als selbständige Einheit zu betreiben. Allerdings ist noch nicht klar, ob nur das Geschäft mit Autobatterien oder auch andere Firmenteile in eine neue Börsengesellschaft eingebracht werden sollen.

CATL führt den Markt an

Im Juni hat Marktführer CATL Anteile an die Börse gebracht, der Kurswert stieg seitdem deutlich. BYD und CATL sind vor allem auf dem chinesischen Markt stark, konkurrieren aber zunehmend auch mit den Zulieferern vom Elektroautohersteller Tesla, der seine Batterien von Panasonic und LG bezieht.

BYD-Gründer Wang schätzt, dass sich die Kapazität der Batteriefabriken im Land verzehnfachen muss, um das Ziel der vollständigen Elektrifizierung des Verkehrs im Land bis 2030 zu erreichen. Erst im vergangenen Jahr hatte BYD damit begonnen, sich auch als Zulieferer von Akkus für andere Hersteller ins Spiel zu bringen. Zuvor hat das Unternehmen nur für den Eigenbedarf gefertigt.

Fertigungsstätten sollen auch in Europa entstehen. Derzeit würden Standorte in Großbritannien und Deutschland geprüft, so Michael He, der das Batteriegeschäft von BYD verantwortet. Der Konzern spreche auch mit möglichen Investoren, die bereits vor dem Börsengang Kapital zuschießen könnten.

Der komplette Artikel erschien zuerst im Handelsblatt.

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