Windkraftwerke auf dem Meer erzeugen nach einer Studie des Instituts Fraunhofer IWES mehr und zuverlässiger Strom als bislang angenommen. Die Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee produzieren an 363 Tagen des Jahres Energie, teilte die Stiftung Offshore Windenergie als Auftraggeberin der Studie mit. Bei der Vorgängerstudie hatte dieser Wert noch bei 340 Tagen gelegen.

Die Anlagen lieferten somit relativ konstant Strom, und die Erträge seien gut vorhersehbar. Die erhöhte Verfügbarkeit senke den Bedarf an Reservekraftwerken für windstille Stunden und damit die Kosten. Energiewirtschaftlich sei die Offshore-Windenergie damit sowohl Windkraftwerken an Land wie auch der Photovoltaik überlegen.

Umweltschützer hingegen sind sich uneins über einen weiteren starken Ausbau der Offshore-Windenergie. Einerseits entstehen neue Ökosystem um die Betonfundamente, an denen Meerestiere zudem vor der Fischerei geschützt sind. Andererseits könnten größere Meeressäuger darunter leiden, wenn es keine unbebaute Meeresfläche mehr geben sollte. Das allerdings ist bei den aktuellen Ausbauplänen der Bundesrepublik noch Zukunftsmusik.

Die Studie können Sie hier herunterladen.

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