Weltweit stellen vielerorts Städte ihre Busse auf elektrische Antriebe um. Damit dies gelingt, benötigen sie funktionsfähige Ladesysteme: Hitachi ABB Power Grids hat in Zusammenarbeit mit Transportunternehmen den Marktbedarf für das Laden in großem Stil festgestellt und nun ein neues Ladesystem vorgestellt: Grid-eMotion Fleet. Das „Grid-to-Plug“-Ladesystem für E-Busse ist entwickelt worden, um mehr Fahrzeuge mit einem geringeren Aufwand an Infrastruktur zu laden.

Der eCitaro-Bus von Daimler soll Passagiere in deutschen Großstädten elektrisch transportieren. Das Besondere: Einige von ihnen fahren mit Festkörperbatterie. Öffentlicher Nahverkehr

Grundsätzlich ist es eine Gleichstrom-Ladelösung. Das System besteht vorrangig aus Standardcontainern, in denen alle Netzanschluss- und Ladesysteme zusammen eingebaut sind. So sollen Busdepots oder auch die die Parkplätze von E-Lkw-Flotten leichter elektrifiziert werden. Das System könne an jede Art von Stromnetz angeschlossen werden, verspricht der Hersteller. Die maximale Ladeleistung liegt je nach gewählter Konfiguration zwischen 50 und 600 Kilowatt.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Anschluss an das Wechselstromnetz reduziere sich laut ABB der Platzbedarf für das Laden um 60 Prozent. Die reine Depotverkabelung reduziere sich um 40 Prozent.

Intelligente Datenanalyse

Zudem bietet das System eine intelligente Energie-Management-Lösung. Dieses helfe die Ladeinfrastruktur zu verwalten und zu verbessern, könne aber beispielsweise auch den Energieverbrauch der Busse berechnen. Das System analysiert dazu die Lebensdauer der Batterie oder die Routendaten, um im Fahrbetrieb einen möglichst effizienten Stromverbrauch darzustellen.

Heutzutage sind laut Angaben von Hitachi ABB weltweit bereits mehr als 400.000 Elektrobusse im Linienverkehr unterwegs. In den kommenden 20 Jahren rechnet das Unternehmen damit, dass schätzungsweise 80 Prozent der kommunalen Busflotten elektrisch betrieben werden. Das würde bedeuten, dass bis 2040 etwa 2,3 Millionen E-Busse im Einsatz wären.

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