BYTON, Hersteller von smarten Premium-Elektrofahrzeugen, und der japanische Mischkonzern Marubeni Corporation haben im Rahmen einer Pressekonferenz am Vorabend der Computermesse CES in Las Vegas eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Die beiden Unternehmen prüfen gleichzeitig Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichne, gab Byton-Chef Daniel Kirchert bekannt. „Wir haben die gleichen Vorstellungen einer zukünftigen intelligenten Mobilität. Als ein weltweit führender Mischkonzern verfügt die Marubeni Corporation über bedeutende Erfahrungen und Ressourcen in einer Vielzahl von Bereichen wie etwa erneuerbare Energien oder den Vertrieb von Autos. Wir werden gemeinsam den internationalen Markt erforschen und den Nutzern zukunftsweisende intelligente Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen anbieten“.

Riesiger Bildschirm
Byton sorgte vor einem Jahr für Aufsehen unter anderem mit einem großen gebogenen Display, das fast das gesamte Cockpit von Tür zu Tür ausfüllt. Das wird auch im Serienmodell so umgesetzt, nur die Einfassung des Bildschirms mit einer Diagonale von 48 Zoll (rund 1,22 Meter) wurde etwas geändert.
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Auch Hajime Kawamura, der CEO von Marubeni zeigte sich erfreut über die neue Partnerschaft. „Vor dem Hintergrund des derzeitigen enormen Wandels der Automobilindustrie ist diese Investition und Partnerschaft mit BYTON ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategien im Automobilgeschäft. Wir freuen uns sehr darauf, mit den modernsten Technologien von BYTON eine neue Mobilitätswelt zu schaffen.“ Marubeni ist unter anderem Europas größter Toyota-Händler. Das in Tokio beheimatete börsennotierte Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 66 Milliarden Dollar weltweit handelt darüber hinaus mit Öl, Erdgas und Stahl. Seine Europazentrale sitzt in Düsseldorf.

Byton-Marketingchef Henrik Wenders erklärt im Interview, wie der Kunstname der neuen Automarke entstand und welche Strategie das Unternehmen verfolgt. E-Mobilität

Weg frei für Serienproduktion

Die Partnerschaft mit Marubeni leitet bei Byton die letzte Phase der finalen Finanzierungsrunde C ein. Byton hat bereits den chinesischen Autobauer FAW gewonnen und den Industrie-Investmentfonds der Stadtregierung von Nanjing. In der chinesischen Metropole hat Byton sein Werk errichtet. Im September 2019 wurde auch der südkoreanische Autoteilehersteller Myoung Shin Co. an Bord geholt. Einer Serienproduktion des ersten Elektroautos von Byton steht damit nichts mehr im Weg. Wie am Rande der Pressekonferenz in Las Vegas bekannt wurde, haben sich rund 60.000 Menschen aus aller Welt auf der Website von Byton registriert und ein Fahrzeug reserviert.

Das Modell M hat in der hinterradgetriebenen Einstiegsversion eine 71-Kilowattstunden-Batterie an Bord und und wird von einem 200 Kilowatt (272 PS) starken Elektromotor angetrieben. Mit einer Ladung soll der M-Byte bis zu 400 Kilometer weit kommen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Exemplare an Kunden in China ausgeliefert werden, bevor das Fahrzeug 2021 in Europa und in Nordamerika eingeführt wird. Die Rede ist von einem Basispreis um die 50.000 Euro.

Gefälliger Auftritt
Der neue M-Byte ist ein Crossover aus SUV und Van. Das knapp fünf Meter lange Elektroauto bietet im Innenraum jede Menge Platz und eine Reihe innovativer Features.
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Das elektrische Crossover versteht sich als rollender Smart Device: Alleinstellungsmerkmal ist ein riesiges Display von 48 Zoll Größe, das sich über das gesamt Cockpit hinzieht. Darüber lassen sich vielfältige Inhalte darstellen – Kinofilme, Verkehrs- sowie Börseninformationen und vieles andere mehr. Als Partner hat Byton dafür unter anderem ViacomCBS und Access, AccuWeather, Cloud Car, Road.Travel und Xperi gewonnen.

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