Alle drei Produktreihen seiner Vans (klein, medium, groß) können beim Großkonzern Stellantis, in Deutschland vertreten mit den Marken Citroën, Fiat Professional, Opel und Peugeot, ab sofort nach Kundenwunsch ausgebaut werden. Maßgeschneidert, Tailor-Made, heißt das oft. Stellantis hat dafür den eigenen Begriff ‚CustomFit‘ ersonnen und meint damit personalisierte Ausbauten für den jeweiligen Einsatzbereich ab Werk. In erster Linie wendet sich CustomFit an Gewerbetreibende, im Freitzeitbereich aber auch an Privatpersonen.
Zum Pro One kommen qualifizierte Partner wie der Fahrzeugeinrichter bott mit Hauptsitz in Gaildorf. Mit allem aus einer Hand kann Stellantis dank der eigenen Betriebsstätten und 31 zertifizierten bott-Servicepartnern die Lieferzeiten spürbar verkürzen. Insgesamt arbeitet Stellantis Pro One in Deutschland mit rund 50 zertifizierten Partnern zusammen und bietet über sein sogenanntes Conversion Tool etwa 1.200 Produkte an, die konzernseitig empfohlen sind. Ab sofort gibt es das Programm „Stellantis CustomFit“ auch in Deutschland.
Branchenspezifische Nutzfahrzeuge mit Ausbauten ab Werk
Dass sich CustomFit rechnet, wird unschwer daran deutlich, dass drei Viertel aller Stellantis Nutzfahrzeuge Aus- oder Umbauten haben. Stellantis Pro One geht davon aus, dass die Hälfte aller Verkäufe künftig über CustomFit abgewickelt werden.
Von CustomFit und deren Ausbauten kann somit auch die zweite Generation der batterieelektrischen Vans profitieren, die am Start steht und wie die Diesel komplett inhouse produziert werden kann. Dadurch sei der Qualitätsanspruch insgesamt weiter gestiegen.

Ob elektrischer Prischenwagen oder Leichtfahrzeug: Stellantis Pro One kann Gewerbekunden ein breites Angebot machen.
Die Vans sind mit bewährten Dieselmotorisierungen oder mit 100 kWh Batteriekapazität unterwegs. Je nach Größe der Elektro-Vans, ihrer Beladung und dem Streckenzuschnitt liegen die Reichweiten im Realeinsatz bei 350 bis 400 Kilometern. Insbesondere für Unternehmen mit eigenen Lademöglichkeiten genügt das vollkommen, um meist unabhängig zu bleiben von öffentlichen Ladestationen. Kommt es doch immer wieder vor, dass Ladevorgänge nicht gestartet werden können, weil die Säulen defekt sind oder – wie in jüngster Zeit häufiger- von Kriminellen das Ladekabel durchtrennt und entwendet wurde.
Kürzere Lieferzeiten dank Custom Fit
Sobald ein Betrieb entschieden hat, welche Größe – im Fachjargon K9, K0 und X250 genannt – das Fahrzeug am besten haben sollte, steht dem Ausbau im Werk nichts mehr im Wege. Laut Stellantis verkürzt CustomFit dank enger Vernetzung, sprich optimierter Vorlaufzeit mit den Umbaupartnern, die Lieferzeiten um durchschnittlich zehn Prozent.

Den Ausbau des Fiat Ducato zum Kleinbus nach den Wünschen des Kunden übernehmen im Auftrag von Stellantis Spezialisten.
Zwölf Vans hat der Sternenkonzern in seinem Portfolio: Citroën Berlingo, Fiat Doblo (ab erstes Quartal 2026), Opel Combo, Peugeot Partner als kleinste Transporter. Dann kommen Citroën Jumpy, Fiat Scudo (ebenfalls ab 2026), Opel Vivaro und Peugeot Expert. Die größten Nutzfahrzeuge heißen Citroën Jumper, Fiat Ducato (ab 2026) und Peugeot Boxer.
Dutzende unterschiedlich Konfigurationen
Multipliziert man dieses Dutzend Vans mit Dieselmotoren, Benziner (1,2 Liter Hubraum) oder einem vollelektrischen Antrieb, landet man bei Dutzenden unterschiedlich motorisierten Basisfahrzeugen. Passend zur großen Fahrzeugflotte verfolgt der Hersteller mit seinem breiten Sortiment an Auf- und Umbauten eine Strategie maximaler Flexibilität für die Kunden.

Der Citroën ë-C3 ist auch als Van erhältlich, ohne Rücksitzbank, aber mit dem gleichen E-Antrieb wie die Familienkutsche.
Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang der Citroën ë-C3, mit dem wir eine Runde drehten. Der pfiffige kleine Franzose ist der Dreizehnte im Bunde, denn er kann auch Van. Mit N1-Zulassung ist er perfekt auf die Bedürfnisse und Aktionsradien von Lieferdiensten in der Stadt zugeschnitten. N1 heißt, dass der Laderaum gesichert sein muss. Dann kann der Kleinwagen durchaus eine Alternative zum Transporter der 3,5 Tonnen-Klasse sein. Ähnlich wendig ist der vollelektrische Opel Vivaro (K0): Das Schwestermodell von Citroën Jumpy und Peugeot Expert fährt sich leicht wie ein Pkw.
In Europa sieht sich Stellantis im Van-Segment zu Recht sehr stark aufgestellt. Allein in Deutschland unterhält Pro One mehr als 1.100 Vertriebs- und mehr als 2.600 Servicestützpunkte. Damit, so Andreas Mayer, Direktor Stellantis Pro One Deutschland, „haben wir hierzulande einen Marktanteil von gut 23 Prozent“.
Der Vorteil von Stellantis‘ Maßabteilung CustomFit: An sechs europäischen Produktionsstätten (Gliwice, Atessa, Mangualde, Vigo, Hordain und Ellesmere Port) gibt es auch CustomFit-Zentren. Das erlaubt zertifizierte Ausbaulösungen, die auf den deutschen Markt abgestimmt sind.
Auch Wohnmobile rein elektrisch bestellbar
Ob Opel Movano, Peugeot Boxer oder Fiat Ducato als Elektrovariante – sie alle können auch zu Reisemobilen ausgebaut werden. Allein in Deutschland gibt es rund eine halbe Million Campingfahrzeuge. Auch nach Covid ist diese Art zu reisen sehr beliebt. Und hier punktet Citroen im Stellantis-Verbund: Es ist die einzige Marke, die Camper ab Werk anbietet.

Den Citroën Holidays mit Aufstelldach gibt es bislang nur mit Dieselmotor. Als Spacetourer ist er auch mit einem 100 kW starken Elektromotor sowie einem 50 kWh großen Akku für einen Aktionsradius von 342 Kilometern erhältlich. Fotos: Dani Heyne für Stellantis
Bei den Urlaubsmobilen beherrscht Stellantis den Markt, sei „historisch Marktführer“, bekräftigt Bernd Große Holtforth, bei Stellantis Key-Account Manager Caravan in Deutschland. 54 Prozent der Fahrzeuge in diesem Markt liefern Citroën, Opel und Peugeot. Statistisch basiert jedes siebte Wohnmobil in Europa auf einer Pro One-Basis, also einem Fahrgestell von Stellantis. Der Anteil, der dabei elektrischen Campern zukommt, dürfte in nächster Zeit sicherlich steigen. Zahlen dazu gibt es noch nicht. Jean-François Bloch, Leiter Customfit & Wohnmobile Deutschland ergänzt: „Wir haben den Markt mit unseren Umbau Partnern geschaffen und die Nachfrage angekurbelt.“