Wer mit dem Gedanken spielte, sich ein neues Auto zuzulegen, wurde in den vergangenen Monaten von vielen Faktoren beeinflusst. Von Anreizen wie Steuervergünstigungen und dem Umweltbonus für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Vor allem aber von den Unsicherheiten, für die der Ausbruch der Corona-Seuche sorgte. So sorgte der Lock-Down dafür, dass zwischen März und Mai die Neuzulassungen von Personenwagen in Deutschland stark zurückgingen. Doch inzwischen scheint sich der Markt zu erholen.

Für positive Nachrichten sorgen vor allem die Zulassungszahlen bei Elektromobilen, bei Batterieautos und Plug-in-Hybriden : Laut Kraftfahrt-Bundesamt kamen im Juni insgesamt 18.900 neue Stromer auf die Straße. Damit stieg deren Anteil am Gesamtmarkt auf 8,6 Prozent. Zählt man alle Zulassungen im ersten Halbjahr zusammen, kommt man auf 93.500 Neuzulassungen. Vor allem die Teilzeitstromer sind derzeit stark gefragt: Ihr Anteil an den Elektro-Neuzulassungen lag im Juni bei 57 Prozent.

Deutsche Konzernmarken bieten inzwischen rund 70 verschiedene Modelle mit Elektroantrieben an. Die beliebtesten Batterieautos waren der E-Golf von Volkswagen, der Renault ZOE und der Seat Mii electric.

BAFA kommt Anträgen nicht mehr hinterher

Die Hersteller haben schnell reagiert und schon im Mai die Produktion der Stromer wieder hochgefahren – deshalb ist inzwischen bei Mercedes auch wieder der A250 e bestellbar, der wegen zu großer Nachfrage vorübergehend aus dem Programm genommen wurde. Denn die Zeichen deuten darauf hin, dass die Nachfrage eher weiter steigen als wieder sinken wird. Die Senkung der Mehrwertsteuer zum 1. Juli trägt offenbar ebenso Früchte wie die Erhöhung des Umweltbonus. Beim Bundesamt für Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stapeln sich inzwischen 214.000 Förderanträge. So viele, dass die Bearbeitung teilweise mehrere Monate dauert.

E-Autos vor allem im Leasing stark gefragt

Dass die Akzeptanz von Elektroautos in Deutschland steigt, belegt auch eine Auswertung von Daten durch LeasingMarkt.de. Demnach bezogen sich im ersten Halbjahr über 15 Prozent aller Anfragen auf Fahrzeuge mit einem elektrischen Antrieb. Vor allem bei Geschäftswagen-Nutzern stehen sie derzeit hoch im Kurs: Das Interesse dieser Kunden an alternativen Antriebskonzepten hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum etwa verdreifacht.

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