Der Plan steht. „Bis 2030 planen wir die A110, dann ein Cabriolet und danach einen 2+2-Sitzer. Diese Modelle nutzen alle dieselbe Plattform“, sagt Alpine-CEO Philippe Krief. Dass die A110 auch als Cabriolet kommt, ist klar. Bleibt noch der erwähnte 2+2-Sitzer. Wie er aussehen könnte, zeigt Alpine dieser Tage auf dem Pariser Autosalon mit der Studie A310 Vision. Eine Studie, die an die Vergangenheit des Sportwagenbauers anknüpft.
Die A310 war für die Geschichte der Marke fast ebenso wichtig wie die A110. Sie sollte Anfang der 1970er-Jahre den kompromisslosen Zweisitzer A110 ergänzen und neue Kunden gewinnen. Genau 55 Jahre nach dem Debüt der A310 haucht Alpine mit der Studie A310 Vision der eigenen Geschichte neues Leben ein. Auch wenn Alpine betont, dass die A310 Vision lediglich eine Studie zur eigenen Historie sei und keine Ankündigung eines künftigen Serienmodells, passt das Konzeptauto zu gut in die Modellplanung, die vorsieht, dass bis 2030 das Serienauto auf den Markt kommt.

Der Alpine A310 Vision ist länger, breiter und extremer als das historische Vorbild. Also 4,55 Meter lang, nur 1,18 Meter hoch. An der breitesten Stelle des Hecks misst die Studie 2,03 Meter, der Radstand liegt bei 2,45 Metern.
Die Designer übersetzen die Formen der siebziger Jahre in die Gegenwart. Die A310 Vision ist länger, breiter und extremer als das historische Vorbild. Also 4,55 Meter lang, nur 1,18 Meter hoch. An der breitesten Stelle des Hecks misst die Studie 2,03 Meter, der Radstand liegt bei 2,45 Metern. Die endgültige Version wird wohl kaum so extrem sein, aber die grundsätzlichen Proportionen geben schon mal einen Vorgeschmack: Die Keilform und die flache Front.
Aluminium-Karosserie für niedriges Gewicht
Die frühen Versionen der A310 hatten sechs Scheinwerfer hinter einer gemeinsamen Abdeckung. Die Studie übernimmt die Idee dahinter. Bei ihr sitzen die Scheinwerfer zunächst unsichtbar in einer Biegung der Front und werden beim Start durch einen „Pop-down“-Effekt sichtbar. Eine moderne Antwort auf die Klappscheinwerfer-Ära. Die S-Duct-Vertiefung verleiht der Fronthaube eine besondere Markanz.

Die flache Front und die ausgestellten Radhäuser der Alu-Karosserie verheißen Dynamik. In der Fahrzeugmitte verläuft eine schmale „Y zero“-Klinge, die den Blick des Betrachters im Stand nach hinten auf den steil aufgestellten Heckspoiler lenkt. Fotos: Alpine
Die Flanken transportieren die klassische Form in die Moderne. Die Karosserie besteht aus Aluminium. In der Fahrzeugmitte verläuft eine schmale „Y zero“-Klinge, die den Blick nach hinten lenkt. Die Räder greifen das Alpine-A in einer dreieckigen Form auf und erinnern an die fast geschlossenen Metallräder der frühen A310. Der untere Bereich ist schwarz abgesetzt. Darüber spannt sich eine halbtransparente Kabinenkuppel. Am Heck sitzt ein zweigeteilter Flügel, der an Eis und Bergwelten erinnert. Die klingenartigen Rückleuchten sind Teil des aerodynamischen Konzepts und erzeugen Abtrieb.
Leistung und Akkukapazität sind noch offen
Das Interieur der Studie gibt noch nicht alle Geheimnisse preis. Durch die halbtransparente Hülle sind organisch geformte Sitze und kräftige Farbblöcke zu erkennen. Auffällig sind physische Bedienelemente, deren Formensprache aus der klassischen Hi-Fi-Welt stammt. Also Tradition und Haptik statt Bildschirm-Orgie.

Mit der A310 stellte Alpine dem knochenharten Sportgerät A110 ein komfortableres Modell zur Seite. Merkmal war die spitz zulaufende Front mit den Scheinwerfern hinter einer Plexiglasabdeckung. Ab 1977 gab es ihn auch mit einem 150 PS starken V6-Benziner.
Die A310 Vision demonstriert die Möglichkeiten der Alpine Performance Platform (APP), auf der auch die neue A110 basiert. Die APP besteht zu einem großen Teil aus Aluminium und kombiniert geklebte und vernietete Strukturen. Für die kommende elektrische A110 hat Alpine bereits ein 800-Volt-System mit Batterien in der Cell-to-Pack-Bauweise und zwei Elektromotoren an der Hinterachse bestätigt. Dazu kommen Active Torque Vectoring und eine zentrale Regelung für Antrieb, Bremsen, Lenkung und Thermomanagement. Gut möglich, dass auch die A310 viele dieser Technikdetails übernimmt. Alpine lässt sich aktuell weder bei der Leistung noch bei der Batteriegröße in die Karten blicken. Dafür ist das Serienmodell noch zu weit von einer Produktion entfernt.