Die US-Unternehmen Voltaiq, Batemo und Energy Assurance haben einen neuen Batterie-Benchmarking-Index veröffentlicht, der datengestützte Einblicke unter anderem in die Zellleistung bietet und mithilfe Künstlicher Intelligenz den Auswahlprozess steuert. Herstellern von Elektroautos oder Elektrowerkzeugen sollen damit Batterietests bis zu 50 Prozent schneller durchführen können und damit schneller in die Produktion gehen können. Die Datenbank wird über die Softwareplattform „Enterprise Battery Intelligence“ (EBI) von Voltaiq bereitgestellt.

Mit dem Batterie-Index dauern Bewertungs- und Auswahlprozesse nicht mehr Monate, sondern können jetzt in wenigen Tagen durchgeführt werden. Es ist die erste umfassende Quelle für eine datengestützte Bewertung, wie gut und sicher eine Batterie funktioniert, wirbt das US-Konsortium. Die Datenbank enthält sämtliche verfügbaren Informationen zur Batterie, vom Zelltyp bis hin zu seinen Bestandteilen und Schlüsselkomponenten. Auch Informationen aus Alterungstest und zur Demontage von Batterien sind enthalten. Das soll den Unternehmen beispielsweise helfen, neue Lieferanten zu qualifizieren oder einen Vergleich mit Konkurrenzprodukten anzustellen.

Batterie bauen oder kaufen?

Die Entwicklung neuer Batterien ist heute oft ein zeitaufwendiger Prozess. Unter anderem deshalb, weil die Daten zu den Zellen und anderen Komponenten von den Lieferanten oft in unterschiedlichen Dateiformaten bereitgestellt werden. Oder weil für die Auslese spezielle Programme erforderlich sind, in die sich Anwender zum Beispiel aus der Autoindustrie erst einarbeiten müssen.

Hinzu kommt: “Die meisten OEMs oder Zulieferer sehen sich auch nicht als Batteriehersteller“, sagt Tal Sholklapper, der CEO und Co-Gründer des Startups Voltiq,. „Dabei sind Batterien und ihre technischen Daten von so zentraler Bedeutung.“ Die Folge: Der Wunsch, das Wissen über die Details des Energiespeichers selbst zu besitzen und intern nutzen zu können, kollidiert mit der Notwendigkeit, schnell marktfähige Produkte präsentieren zu müssen. Sholklapper: „Wir werden immer wieder mit dem Build-versus-Buy-Verhalten konfrontiert.” Selbst in Großunternehmen wie Microsoft und Google.

Beide Software-Unternehmen hatten zunächst versucht, die Probleme in Eigenregie zu lösen – und sind beide heute Voltaiq-Kunden. Übrigens ebenso wie Mercedes-Benz.

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