Der Sommer ist da und damit auch die Herausforderung, mit oder trotz Elektroauto Urlaub zu machen. Meine Lösung in diesem Jahr: Ich habe uns ein Wohnmobil geliehen mit dem wir für zwei Wochen nach Schweden fahren. Da ist der Transport und die Übernachtung gleich geklärt. Dass man so weite Strecken mit einer Tankfüllung fahren kann, ist schon erstaunlich.

Vorher bin ich natürlich noch zum Einkaufen nach Erfurt gefahren – und habe prompt beim Laden einen Strafzettel bekommen. Die Ladesäule hat zwei Auslässe, aber nur einen Parkplatz davor. Wenn dort schon jemand lädt, muss ich entweder in die kostenpflichtige Tiefgarage fahren oder mich auf den Behindertenparkplatz neben der Säule stellen. In der Tiefgarage müsste ich doppelt bezahlen, weil meine Stadtwerke jede Stunde in Rechnung stellen, die ich mit einer Ladesäule verbunden bin. Dazu kommen dann noch die teuren Gebühren der Tiefgarage. Ich erprobe also die Variante, mich auf den daneben liegenden Behindertenparkplatz am Domplatz zu stellen und das Zusatzzeichen „Elektroautos beim Ladevorgang“ frei für mich zu reklamieren.

Stromtanken beim schwedischen Lidl

Der Strafzettel für die Ordnungswidrigkeit beträgt 35 Euro. Ich lege Widerspruch ein. Nun wird wohl die Situation verändert, sagte mir der Sachbearbeiter bei Nachfrage. Dann werde ich in Zukunft dort am Domplatz doch zwei Plätze zur Auswahl haben. Oder vielleicht noch mehr? Mal sehen.

In Schweden gibt es übrigens auf Lidl-Parkplätzen kostenlose Ladestationen für Elektroautos. Und dann noch eine tolle Erfindung: Eine Solartankstelle für Elektroautos. Unter dem Dach einer Solaranlage parken E-Autos, die man dann mieten kann. Das Ganze in Bahnhofsnähe. Gefunden in Kristianstad. Die Schweden sind uns da mehr als eine Nasenlänge voraus!

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