Nur in einem Fünftel der deutschen Haushalte steht kein Fahrrad. Das hat das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitgeteilt. Insgesamt wurden Anfang 2017 rund 69,5 Millionen Drahtesel in Deutschland gezählt, etwa eine Million mehr als noch ein Jahr zuvor.

Einen besonders hohen Anstieg gab es bei den Elektrofahrrädern, deren Zahl sich in Privathaushalten von 2014 bis 2017 auf 3,1 Millionen fast verdoppelte. Vorhanden waren sie zuletzt in 2,3 Millionen Haushalten – was zeigt, dass vielerorts gleich mehrere Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor standen.

Keine Überraschung: Alleine 2017 waren rund 720.000 Elektrofahrräder hinzugekommen. Darunter leidet das klassische Rad, dessen Absatz um neun Prozent eingebrochen war. Durch den höheren Preis von E-Bikes stieg der Umsatz der Zweiradbranche dennoch um 3,2 Prozent.

Wie eine Befragung des Bundesverkehrsministeriums ergeben hat, fahren drei Viertel der 14- bis 69-jährigen Bundesbürger Rad. In Städten wie Münster oder Köln gibt es mittlerweile Hauptverkehrsstraßen, auf denen Verkehrszähler mehr Räder als Autos registrieren.

Artikel teilen

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.