Die smarte Mobilität kommt – das ergibt eine Analyse der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Fünf Länder haben sich die Marktforscher genauer angeschaut, darunter auch Deutschland. Und es zeigt sich: Der smarte Mobilitätsmarkt wird zum wichtigen Wirtschaftsfaktor. Auf rund vier Milliarden Euro beziffern sie das Marktpotenzial.

Digitale Plattformen, On-Demand-Systeme, Carsharing, autonome Fahrzeuge – alles noch Nischenprodukte, die 2040 aber für ein Viertel aller gefahrenen Kilometer verantwortlich sein werden – der Anteil, den Autos in Privatbesitz zurücklegen, wird auf 50 Prozent schrumpfen.

Von den vier Milliarden Umsatz wird 2040 ein Viertel aus digitaler Werbevermarktung kommen, glauben die Autoren des Reports. Der Rest komme immer noch aus dem sogenannten Business-to-Consumer-Bereich (B2C), also Reisemanagement und -Dienstleistungen. Übrigens: Zwei der vier Milliarden könnten reiner Gewinn sein, so die Prognose.

Weltweit zunehmende Mobilität

Die größte Bereitschaft, solche Smart Services zu nutzen, haben allerdings die chinesischen Kunden – die Deutschen seien deutlich konservativer. Trotzdem können sich 82 Prozent der Autofahrer vorstellen, auf smarte öffentliche Verkehrsangebote zu wechseln, wenn diese denn den Ansprüchen genügen. Andersherum würden aber auch 92 Prozent der Bahnfahrer im Fernverkehr auf smarte Autoangebote umsteigen. Ideologisch einem Verkehrsmittel verbunden sind also die wenigsten.

Weltweit dürfte es aber mehr Bahnfahrten geben, auch der Verkehr insgesamt nimmt zu. Wachstumstreiber ist die immer größer werdende Mittelschicht in Asien, Osteuropa und Lateinamerika. Auch der Lebensstil der digitalen Nomaden trägt dazu bei. Um diesem Verkehrsaufkommen Herr zu werden, sind smarte Dienste unumgänglich.

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