Während viele andere Marken darben, ist Skoda hochzufrieden. Von den insgesamt 1.065.000 verkauften Modellen wurden im vergangenen Jahr mehr als 836.000 Autos in Europa zugelassen – das ist Platz drei in der Zulassungsstatistik und Platz vier unter den Elektromodellen. Jeder vierte Skoda wurde dabei mit einem Stecker ausgeliefert. Knapp 175.000 Fahrzeuge waren rein elektrisch unterwegs, fast 44.000 als Plug-in-Hybriden – jeweils Verdoppelungen in Relation zu 2024.
Das weltweit erfolgreichste Modell bleibt mit Abstand der Octavia (190.000 Autos) vor dem Kodiaq mit mehr als 130.000 Zulassungen. Doch die Elektromodelle holen gerade in Europa auf und das dürfte mit dem neuen Skoda Epiq weiter zunehmen, der preislich deutlich unter Elroq und Enyaq positioniert ist. Technisch ist er auf der gleichen Plattform wie unter anderen Cupra Raval und VW ID Polo unterwegs.

So ähnlich sich die beiden Elektro-Crossover Skoda Enyaq und dessen kleiner Bruder Elroq sind, so unterschiedlich sind deren Käufer auf dem deutschen Markt. Während der Enyaq 78 Prozent Flottenkunden und gerade einmal einen Privatkundenanteil von 14 Prozent auf sich vereinen kann, sieht das beim Elroq ganz anders aus. Jeder zweite Kunde ist ein Privatkunde und seine Eroberungsrate liegt bei 75 Prozent. Das sieht man in Wolfsburg nur eingeschränkt gern, denn der Skoda Elroq gewinnt nicht nur externe Kunden, sondern räubert gerade auch bei Volkswagen. Jetzt befürchten viele, dass das beim kleinen Elektro-SUV Epiq noch schmerzhafter werden könnte und dann bahnt sich mit dem Skoda Peaq ein neues siebensitziges Topmodell an, das nicht bei VW räubern dürfte.
Preise starten bei 25.000 Euro
Preislich dürfet es für den Einstiegs-Crossover Epiq, den Skoda jetzt in einem grellbunten Tarnkleid präsentiert hat, bei knapp 25.000 Euro losgehen – insofern wird der Tscheche für junge Familien interessant sein, denen ein Skoda Enyaq oder ein anderes Modell aus dem Konzernportfolio mit Stecker zu teuer war. Damit liegt er auf dem Niveau des Verbrennermodells Kamiq.
„Der künftige Skoda Epiq bietet jede Menge Auto zu einem attraktiven Preis und einen großen Innenraum bei kompakten Abmessungen. Unsere Kunden wollen die Wahl haben, daher erweitern wir unser wachsendes Elektromobilitätsportfolio um dieses beliebte Segment“, sagt Skoda-CES Klaus Zellmer.

Auf 4,10 Metern gibt es für den Elektro-SUV aus dem Konzernwerk im spanischen Navarra Platz für zwei Erwachsene, zwei Kinder auf fünf Sitzplätzen sowie einen variablen Laderaum von 475 Litern. Seine Reichweite dürfte je nach Batteriepaket zwischen schmalen 330 und 450 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp liegen.
Im Armaturenbrett bietet der SUV das bekannte Paket aus kleinen Infodisplay für die Instrumente und großem Zentralbildschirm. So erfolgt die Bedienung per Sprache, Touchscreen oder die horizontal ausgerichteten Module am Lenkrad. Der Skoda Epiq ermöglicht zudem bidirektionales Laden und verwandelt sich so in einen mobilen Energiespeicher, der elektrische Energie in das häusliche Stromnetz speisen und für den Betrieb elektrischer Geräte zur Verfügung stellen kann.