Mit dem Elroq haben die Designer und Ingenieure von Skoda offenbar voll ins Schwarze getroffen. Im zurückliegenden Jahr zählte der Kompakt-SUV der tschechischen Volkswagen-Tochter zu den meistverkauften Elektroautos – nicht nur in Deutschland. Skoda bescherte das einen neuen Absatzrekord, brachte aber auch die Produktion in Mlada Boleslav an ihre Grenzen.

Markenchef Klaus Zellmer hat deshalb zusammen mit seinen Vorstandschefs für Produktion und Vertrieb, Andreas Dick und Martin Jahn, die Reißleine gezogen. „Wegen der großen Nachfrage“ und „im Rahmen der allgemeinen Modellstrategie“ werden die beiden Einstiegsversionen Elroq 50 und Elroq 60 vorübergehend nicht mehr angeboten. Bestellbar sind derzeit nur noch die teureren Versionen Elroq 85 mit Heckantrieb (Spitzenleistung: 210 kW) und die Allrad-Versionen 85x und RS (250 kW) – zu Preisen zwischen 44.180 und 53.050 Euro in Deutschland.

Zum Vergleich: Der Elroq 50 Tour (125 kW Spitzenleistung, 55 kWh Akku) lockte Kunden mit einem Basispreis von 33.900 Euro, der Elroq 60 (150 kW stark und mit 63 kWh Akku) startete bei 38.650 Euro. Diese Preisschilder sind im Skoda-Konfigurator vorerst Geschichte.

Warten auf das Update

Wer nicht so tief in die Tasche greifen will, muss sich nun mit Lagerfahrzeugen begnügen, die bei Händlern noch in begrenzter Stückzahl verfügbar sind. Alternativ heißt es warten: Gegen Ende des ersten Quartals sollen die preiswerten Versionen wieder bestellbar sein. Ausgeliefert werden die Fahrzeuge je nach Ausführung zwischen Ende Juni und Anfang September.

Doch die Geduld könnte sich auszahlen. Denn die Pause nutzt Skoda offenbar für eine kleine Modellpflege. Details mochte Skoda auf Anfrage noch nicht verraten. Ein von EDISON befragter Skoda-Händler nannte aber „neue technische Anforderungen“ sowie Änderungen an der Antriebsbatterie, die sich auf die maximale Ladeleistung der Elektroautos und die Ladezeiten positiv auswirken sollen. Wer also warten kann, bekommt am Ende womöglich das bessere Auto für sein Geld.

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