Bis zu 144 Kilowattstunden Strom – so viel wie nur wenige andere Elektroautos auf der Welt – wird der neue BMW iX5 60 xDrive in seinem Akku speichern können, wenn er im kommenden Jahr in den USA und in Europa auf den Markt kommt. Wie weit die fünfte Generation des von BMW als „Sports Activity Vehicle“ damit kommen wird, haben sie im Münchner „Vierzylinder“ am Petuelring noch nicht verraten. Aber auch wenn das Batteriepaket etliche hundert Kilogramm auf die Waage bringen dürfte – über 600 Kilometer sollten bei einem geschätzten Durchschnittsverbrauch des SAV von 25 kWh/100 Liter schon darstellbar sein.
Zum Vergleich: Der deutlich leichtere BMW iX3 kommt in der Topausführung mit seinem 108,7 kWh fassenden Akku und einem WLTP-Normverbrauch von knapp 16 kWh/100 km fast 800 Kilometer weit. Für den ähnlich wuchtigen Pick-up Chevrolet Silverado EV Max Range (mit einem 205 kWh großen Batteriepaket und einem Gewicht von rund 3,8 Tonnen) gibt die GM-Tochter eine Reichweite von 790 Kilometer an – bei einem Durchschnittsverbrauch von ebenfalls 25 Kilowattstunden auf 100 Kilometer.

Trotz des Tarnkleid ist gut zu erkennen, dass der iX5 eine ähnliche Front wie der kleinere iX3 erhält – inklusive der gleichen Lichtsignatur.
Doch die rein batterieelektrische Variante ist nur eine Facette des technisch ambitionierten SUV. Die wohl größte Besonderheit der nächsten X5-Generation ist ihre beispiellose Antriebsvielfalt: BMW macht das Modell zum ersten Serienfahrzeug der Marke, das mit fünf verschiedenen Antriebstechnologien vom Band rollen wird. Neben dem vollelektrischen Modell, klassischen Otto- und Dieselmotoren – jeweils mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie – sowie Plug-in-Hybrid-Varianten, schlägt BMW ab 2028 sogar ein neues Kapitel in der Wasserstoff-Mobilität auf, von der sich bis auf Toyota und Hyundai alle übrigen Autokonzerne längst abgewendet haben.
Wasserstoff-Power aus gemeinsamer Entwicklung
Der BMW iX5 Hydrogen soll als erstes wasserstoffbetriebenes Serienmodell der Münchner die technologische Brücke in eine emissionsfreie Zukunft schlagen. Die Entwicklung dieses Antriebsstrangs ist das Ergebnis einer engen Kooperation mit Toyota, einem langjährigen Partner von BMW bei der Brennstoffzellentechnologie.

Auf dem Testgelände nahe der Produktionsstätte in Spartanburg absolviert der neue BMW X5 noch im Tarnkleid letzte Abstimmungsfahrten. Das Fehlen von Auspuffrohren deutet hier auf ein Exemplar mit Elektroantrieb. Fotos: BMW
Das Herzstück bildet die dritte Generation des Brennstoffzellensystems, das sich durch eine besonders kompakte Bauweise und hohe Effizienz auszeichnet. Um das Platzangebot im Innenraum nicht zu beschränken, setzt BMW auf eine innovative Lösung: den neuen „Hydrogen-Flachspeicher“. Dabei handelt es sich um sieben miteinander verbundene, parallel geschaltete Hochdrucktanks aus kohlenstofffaserverstärktem Verbundmaterial, die in einem robusten Metallrahmen flach im Fahrzeugboden integriert sind. Ein wesentlicher Vorteil dieses Konzepts ist die Flexibilität in der Fertigung: Die Brennstoffzellenmodelle können ohne große Umstellungen auf derselben Produktionslinie gefertigt werden wie die anderen Antriebsvarianten des X5.
„Heart of Joy“ für neue Fahrdynamik-Dimensionen
Unabhängig vom Antriebsstrang profitiert der neue X5 von Technologien, die BMW ursprünglich für die „Neue Klasse“ entwickelt hat. Allen voran das sogenannte „Heart of Joy“ – ein vollständig inhouse entwickelter „Driving Stack“, mit dem auch iX3 aufwartet. Diese hochperformante Steuerungseinheit regelt Antrieb, Bremsen, Lenkung sowie Rekuperation im Millisekunden-Bereich und agiert damit zehnmal schneller als bisherige Systeme.
Besonders beim iX5 und der Wasserstoff-Variante sorgt dies für ein nahezu unmerkliches Anbremsen und eine effizientere Energierückgewinnung. Komplettiert wird das Fahrerlebnis durch eine adaptive Fahrwerksregelung mit radindividueller Stoßdämpfersteuerung und eine nahezu perfekte Achslastverteilung von 50:50. Wer die fahrdynamische Speerspitze sucht, kann zudem die „Adaptive Chassis Control Professional“ wählen, die eine Luftfederung mit aktiver Wankstabilisierung kombiniert.
Assistenz auf dem nächsten Level
Auch bei der digitalen Unterstützung geht der X5 den nächsten Schritt. Ausgestattet mit Assistenzsystemen der nächsten Generation, ermöglicht das „BMW Symbiotic Drive“ eine Unterstützung von „Address2Address“. Der optionale Autobahn- und City-Assistent unterstützt nicht nur beim Cruisen auf der Langstrecke, sondern bewältigt intuitiv auch urbanes Terrain – inklusive Abbiegevorgängen, Kreisverkehren und Ampelsituationen.
BMW betont dabei ein nahtloses Zusammenspiel: Der Fahrer bleibt stets in der Verantwortung, kann aber jederzeit übersteuern, ohne das System sofort zu deaktivieren. In Kombination mit dem „Panoramic iDrive“, das klassische Fahrerdisplays durch eine in die Windschutzscheibe integrierte Panoramaleiste ersetzt, setzt der X5 neue Maßstäbe für das, was BMW aktuell unter „SAE-Level 2“-Automatisierung versteht.
Könnten Sie am Ende des zweiten Absatzes bitte noch mal überdenken, ob sie Liter Benzin oder Kilowattstunden meinen…
Der Tank hätte doch gar kein Platz neben dem dicken Akku… ja, ich weiß das Auto voll😉
Vielen Dank für den Hinweis und entschuldigen sie bitte den Fehler. Sind natürlich kWh.