BMW bringt noch in diesem Jahr seinen elektrischen i3 auf den Markt. Kein Gedanke mehr als das Karbon-Experiment vor 15 Jahren, sondern eine klassische Mittelklasselimousine. Neu ist auch der Dreier, der dem i3 zum Verwechseln ähnlich sieht, jedoch auf anderer Plattform unterwegs ist. Doch der Diesel hat ausgedient – zumindest erst einmal.

BMW ließ seinen Kunden bisher weitgehend weiterhin die Wahl, von welchem Antrieb sie sich durch den Alltag chauffieren lassen wollen. Das bekommt beim neuen Dreier einen empfindlichen Dämpfer, denn dieser kommt nur als Benziner oder Plug-in-Hybride. Das dürfte viele Kunden schmerzen, denn einst waren die Diesel gerade in Europa die beliebtesten Varianten. Dabei bleibt es nicht, denn ähnlich wie auch bei Mercedes wird das Angebot an Sechszylindern stark zusammengestrichen und bleibt den Sportmodellen vorbehalten.

Ungeachtet aller SUV-Tendenzen ist der BMW 3er eines der zentralen Modelle des Münchner Autoherstellers und drückt seine dynamischen Gene mehr aus als viele großen Limousinen oder SUVs. Während die Elektroversionen in München gefertigt werden, kommen die Verbrenner ab sofort aus Dingolfing

Preise starten bei knapp unter 60.000 Euro

Topmodell der elektrischen Baureihe ist der 4,76 Meter lange BMW i3 50 xDrive (ab 65.900 Euro), für dessen Antrieb an beiden Achsen Elektromotoren der sechsten Generation mit einer Gesamtleistung von 345 kW / 469 PS und einem maximalen Drehmoment von bis zu 645 Nm sorgen. Während an der Hinterachse eine stromerregte Synchronmaschine arbeitet, versorgt die vordere Achse ein Asynchronmotor mit Energie, der komplett abgekoppelt werden kann und so den Realverbrauch senkt.

Dank des knapp 109 kWh großen Batteriepakets beträgt die maximale Reichweite 900 Kilometer, ehe der Bayer wieder an die Ladesäule muss, wo er auf Wunsch mit bis zu 400 kW erstarkt. Am AC-Lader sind bis zu 22 kW drin. Die Systemleistung des schwächeren Basismodells BMW i3 40 xDrive (ab 59.900 Euro) beträgt 275 kW / 374 PS, der mit seinem knapp 83 kWh großen Batteriepaket eine WLTP-Reichweite von 710 Kilometern bietet. Während die i3-Versionen auf 19- bis 21 Zoll großen Rädern unterwegs sind, müssen die Benziner plattformbedingt mit einem Zoll weniger als Durchmesser auskommen.

I3 und Dreier auf unterschiedlichen Plattformen

Beim Design sind sich Verbrenner und Elektroversion auf den ersten Blick sehr ähnlich; aber nicht komplett identisch. Der neue BMW 3er basiert auf dem bisherigen Modell, während die i3-Versionen ebenso wie der iX3 auf der Neue-Klasse-Plattform unterwegs sind. Noch ähnlicher sind sich die Schwestermodelle im Innern, denn hier gibt es bekannt neue Paket mit Panorama-Display, zentralem 18-Zoll-Bildschirm und Head-Up-Option. Traditionelle Instrumente fehlen wie schon beim iX3 und dem überarbeiteten 7er / i7.

Dabei bietet die neue 3er Reihe das gleiche Paket an Fahrerassistenzsystemen wie die elektrischen Modelle der Neuen Klasse. Ein Level-drei-System bleibt bis auf weiteres außen vor. Stattdessen ermöglicht der Autobahnassistent in mittlerweile 21 Ländern freihändiges Fahren bis 130 km/h mit Augen auf der Fahrbahn. Neue Assistenz-Funktionen sollen ab kommendem Jahr teilautomatisiertes Fahren im urbanen Raum realisieren. Wem die elektrischen Seriensitze im Dreier nicht reichen, kann das Komfortniveau mit belederten Multifunktions- oder Sportsitzen erweitern. Gegen Aufpreis lieferbar: eine Sitzheizung im Fond, elektronische Dämpferabstimmung oder ein Soundsysteme von Harman Kardon.

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