Technisch ist der neue BMW i3 ebenso wie die nachfolgende Kombiversion eng mit dem neuen iX3 verwandt. Doch anders als viele andere Marken kehren die Münchner klassischen Fahrzeugkonzepten wie Limousine / Kombi nicht den Rücken. Vielmehr erweitern sie damit das Modell-Portfolio – auch im Zeitalter der Elektromobilität.
Aktuell laufen im Werk München die ersten Vorserienfahrzeuge des elektrischen BMW i3 vom Band, der Start der Serienproduktion soll im Sommer erfolgen. „Die Produktion der Vorserienfahrzeuge ist ein wichtiger Meilenstein für unser Werk“, sagt Peter Weber, Leiter des BMW Werks München. „Damit haben wir erstmals einen BMW i3 komplett in unserem Werk gefertigt – mit modernster Fertigungstechnik und digital vernetzten Prozessen. In den kommenden Monaten nutzen wir die Erkenntnisse aus dem Anlauf, um die Prozesse für die Serienproduktion weiter zu verfeinern und einen reibungslosen Serienstart sicherzustellen“.

Mit Klebefolie stark getarnt wartet ein Exemplar der neuen BMW i3-Limousine auf die nächste Erprobungsfahrt. Fotos: BMW
Eine Besonderheit gibt es im Werk München: Bisher hat ein Team aus dem Werk München gemeinsam mit dem Team des nahegelegenen Pilotwerks die ersten Fahrzeuge im Forschungs- und Innovationszentrum montiert. Mit der Fertigstellung der neuen Fertigungs- und Logistikbereiche im Werk durchlaufen die Fahrzeuge nun sämtliche Produktionsschritte im Werk. Das bedeutet: Logistikprozesse, Produktionsanlagen und Arbeitsschritte müssen bereits jetzt reibungslos laufen. Auch wenn die Stückzahlen noch gering sind, werden alle Teile in den vorgesehenen Materialflüssen bereitgestellt und an der Linie verarbeitet. Das soll Fehler beseitigen und Prozesse optimieren.
M-Version mit vier E-Maschinen folgt 2027
Auf der aus dem iX3 bekannten Plattform wird es den i3 und die spätere Kombi-Version i3 Touring wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb geben. Das Leistungsspektrum wird zwischen 250 und rund 500 PS liegen. Die 2027 folgende M-Version wird diese Leistungsdaten jedoch deutlich sprengen – obligatorisch mit Allradantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit jenseits der 250 km/h.
„Die zukünftige Modellgeneration wird einen bislang unerreichten Maßstab im Segment der High-Performance-Fahrzeuge setzen“, verspricht Franciscus van Meel, Geschäftsführer BMW M GmbH. „Mit der neuesten Technologie-Generation der Neuen Klasse heben wir das BMW M Fahrerlebnis auf ein komplett neues Level und werden unsere Kunden auch im Alltag mit herausragender rennstreckentauglicher Fahrdynamik begeistern.“

Bei der M-Version des BMW i3 arbeitet an jedem Rad ein Elektromotor. Das sorgt für eine neue Dynamik auch auf Eis und Schnee.
In allen vollelektrischen M-Modellen sorgen zwei elektrische Antriebseinheiten an Vorder- und Hinterachse mit je einem Elektromotor pro Rad für maximalen Vortrieb. Jeder der vier Elektromotoren treibt dabei ein Rad an. Dieses Konzept vereint alle Vorteile des Heck- und Allradantriebs und soll die Fahrdynamik während Straßen- oder Rennstreckeneinsatzes maximieren.
Reichweiten von bis zu 900 Kilometern
Egal, ob M-Version oder normaler BMW i3: innen gibt es beim BMW i3 viel Recyclingmaterial, hinterleuchtete Textilelemente, viel Platz für fünf Personen und das mit dem iX3 neu eingeführte Informationskonzept. Neben dem großen Zentraldisplay wird auch der zukünftige i3-Fahrer statt auf normalen Instrumenten über das „Panoramic iDrive“ mit Informationen versorgt – ein Display, das über die gesamte Breite der unteren Windschutzscheibe geht und hier alle Insassen mit den verschiedensten Inhalten bespielt.
Die i3-Batterietechnik ist wie auch beim iX3 ein zeitgemäßes 800-Volt-Bordnetz, was die Ladegeschwindigkeit auf 400 kW steigen lässt. Das ermöglichen auch runde Lithium-Ionen-Akkuzellen, die dafür sorgen, dass in zehn Minuten für weitere 300 Kilometer nachgetankt werden kann. Die maximale Reichweite des BMW i3 mit dem knapp 110 kWh großen Batteriepaket dürfte bei bis zu 900 Kilometern liegen. Die Einstiegsmodelle bekommen einen kleineren Akku, mit dem jedoch ebenfalls bis zu 600 Kilometern drin sein sollten.