Cupra, die sportliche Seat-Schwester und spanische VW-Tochtermarke, hat die Bestellbücher für seinen ersten Vollstromer eröffnet. Der neue Born kommt im November in den Handel – mit einem Startpreis von 37.220 Euro und einem Antriebspaket, das sich aus einem 150 kW (204 PS) starken Heckmotor und einem 58 kWh großen Akku zusammensetzt. Nach Abzug von Umweltbonus und Innovationsprämie in Höhe von 9.570 Euro beträgt der Kaufpreis damit nur 27.650 Euro. Interessant ist aber auch der Blick auf die Preisliste, die Volkswagen für den ID.3 in ähnlicher Antriebskonfiguration aufruft: Fällig werden hier aktuell wenigstens 36.960 Euro bzw. Der Cupra Born, der ebenso wie der ID.3 im sächsischen Zwickau vom Band läuft, ist somit einen Tick teurer als das Schwestermodell.

Serienmäßig mit Sportschalensitzen

Das entspricht der sportlicheren Positionierung der Marke Cupra – und ist auch einer höherwertigeren Ausstattung geschuldet. So verfügt der Cupra Born vorne serienmäßig über Sportschalensitze mit integrierten Kopfstützen, über Leichtmetallräder im Format 18 Zoll, Voll-LED-Leuchten, über Einparkhilfen und einen Spurhalteassisten – Extras, die beim gleichstarken ID.3 Pro Performance zum Teil teuer bezahlt sein wollen. Heißt: Ausstattungsbereinigt ist der Cupra Born günstiger als der VW ID.3.

Stromer im Trainingsanzug 
Der Curpa Born differenziert sich vom VW ID.3 durch einen sportlicheren Auftritt - und höherwertigeren Materialien insbesondere  im Innenraum. Die Sportschalensitze und kupferfarbenen Zierelemente sind Serienaustattung. Foto: Cupra
Stromer im Trainingsanzug
Der Curpa Born differenziert sich vom VW ID.3 durch einen sportlicheren Auftritt – und höherwertigeren Materialien insbesondere im Innenraum. Die Sportschalensitze und kupferfarbenen Zierelemente sind Serienaustattung. Foto: Cupra

Noch mehr Sportlichkeit versprechen zwei Varianten des Cupra Born, die voraussichtlich zum Jahresende verfügbar sein werden. Sie werden einen Elektromotor mit 170 kW (231 PS) an der Hinterachse haben, vor allem aber einen E-Boost-Schalter am Lenkrad, über den sich per Knopfdruck – oder Kick-down – zusätzlich 20 kW (27 PS) abrufen lassen, zum schnelleren Beschleunigen aus dem Stande oder schnelleren Überholen auf der Landstraße.

Damit das nicht nur einmalig gelingt, lässt sich die Variante auch mit einem größeren Akku ordern, der 77 Kilowattstunden Strom speichert. Was die Sportversionen kosten, hat die Seat-Schwester noch nicht bekannt gegeben. Bei VW kostet der größere Akku rund 2000 Euro Aufpreis.

Geladen wird der Curpa Born an der Wallbox mit 11 kW, an Gleichstrom-Ladern serienmäßig mit 100 kW. Mit dem kleinen Akku werden nach der Verbrauchsnorm 420 Kilometer Reichweite erzielt, mit dem 77 kWh-Akku sollen Fahrten über 540 Kilometer möglich sein – unter idealen Bedingungen und ohne große sportliche Ambionen des Fahrers.

Und natürlich wird es wie beim VW ID.3 auch beim Cupra Born viele Möglichkeiten geben: Das Elektroauto ist angetreten, „um den Markt aufzuwirbeln“. Wir sind aber auch gespannt, wie sich der konzerninterne Wettbewerb entwickeln wird – die Lunte ist schon einmal gelegt.

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