Auch wenn sich Hyundai verschiedene Antriebsarten offen lässt auch die Südkoreaner stellen zunehmend auf Elektroautos um. Da mögen die Gusseisernen und Gestrigen in Europa noch so sehnsüchtig einen Ausstieg aus dem für 2035 beschlossenen Verbrenner-Aus herbei diskutieren. Mit dem Ioniq 5, 6 und 9 sowie dem Inster und dem Kona Elektro hat das Unternehmen bereits fünf attraktive Stromer im Angebot. Mit der IAA-Studie „Concept Three“ zeigt Hyundai nun auf spielerische Weise, wie man sich in Seoul ein vollelektrisches Kompaktauto für den europäischen Markt vorstellt.

Der Ioniq Concept Three gibt sich mit einem mächtigen Diffusor und einem hoch aufragenden Heck sportlich. Dem jungen Publikum dürften auch die großen Räder und der Heckspoiler gefallen. Wo der Akku des Stromers geladen wird, lässt sich noch nicht erkennen.
Bis zum Jahre 2027 will Hyundai in jeder Fahrzeugklasse mindestens ein Elektromodell anbieten und bis 2030 insgesamt 21 Elektrofahrzeuge im Angebot haben. Nachdem zunächst die größeren Modelle an der Reihe waren und der kleine Inster das Elektroportfolio nach unten abschließt, ist nunmehr der Ioniq 3 dran. Xavier Martinet, CEO von Hyundai Motor Europe: „Das Concept Three repräsentiert den nächsten Schritt der Elektrifizierungsstrategie von Hyundai Motor. Mit seinen kompakten Abmessungen und seiner Designsprache Art of Steel verkörpert es unsere Vision, Mobilität zu bieten, die praktisch, zugänglich und emotional ansprechend ist.“
Ganz schön pixelig
Der 4,28 Meter lange und 1,47 Meter hohe Hyundai Concept Three legt wie schon die vergangenen Modelle Wert auf das Pixeldesign bei den Leuchtelementen. Proportionen und leichte Designanleihen beim Hyundai Veloster-Coupé erscheinen dabei alles andere als zufällig. Jedoch ist der Vorbote des Ioniq 3, der wohl im kommenden Jahr in den Handel rollt, mit vier Türen klassischer konzipiert als der ehemalige 2+1-Türer. Die hinten angeschlagenen Hecktüren dürften es jedoch ebenso wenig in die Serie schaffen wie die filigranen Kamera-Außenspiegel – das Fahrzeug soll schließlich ordentlich Verkaufsvolumen bringen.

Freundliche Farben und originelle Ideen präsentiert der Concept Three auch im Innenraum. Wie etwa zwei Monitore, die sich verschieben lassen und – Designer lieben sie – hinten angeschlagene Türen für die Fondpassagiere. Fotos: Hyundai
Innen geht es mit viel gelb, grau und variabler Ambientebeleuchtung betont visionär zu. Sitzbezüge und Türverkleidungen bestehen größtenteils aus Recyclingmaterialien. Die Pixelstruktur, die wir bereits vom Ioniq 5 und Inster kennen, findet sich nicht allein in Lichtelementen, sondern auch am in Schürzen, sowie im Lenkrad wieder: Scheinbar überall lächelt uns Mr. Pix entgegen.
Schwestermodell des Kia EV3
Zur Antriebstechnik möchten sie bei Hyundai hingegen noch nicht äußern – das sparen sie sich für einen späteren Zeitpunkt. Aus Kostengründen ist jedoch von einer 400-Volt-Architektur auszugehen und wie beim ähnlich großen EV3 der Schwestermarke Kia von Akkus mit Speicherkapazitäten von 58 und 81 Kilowattstunden. Auch die Preisliste dürfte ähnlich aussehen. Also rechnen wir mal mit einem Einstiegspreis um die 36.000 Euro.
(Mit Ergänzungen von Franz Rother)