Mercedes geht in die Offensive und will die mäßigen Verkaufszahlen seiner Elektromodelle mit einer Nachfolgegeneration vergessen machen, die das Auto und nicht das Antriebskonzept in den Vordergrund stellt. Wie beim Mercedes CLA, der als Elektromodell und alternativ mit Hybridantrieb angeboten wird und dem kommenden Mercedes GLC EQ lassen die Schwaben potenziellen Kunden auch beim kommenden GLB die Wahl der passenden Antriebsart.

Das Modell, das am 8. Dezember enthüllt wird und im Sommer 2026 in den Handel kommt, ist Teil einer kleinen Modellfamilie, die aus dem CLA und CLA Shooting Brake sowie dem GLA (ab 2027) sowie dem GLB besteht. Technisch eng mit dem Mercedes CLA verwandt, wird auch der Einstiegscrossover als Batterieversion mit Hinterrad- und Allradantrieb sowie einem Verbrenner angeboten, für dessen Antrieb die neue Motorengeneration vom Typ M 252 sorgt – produziert beim chinesischen Kooperationspartner und Mercedes-Großaktionär Geely.

Lichtspieltheater 
Gleich mit drei hochauflösenden Monitoren kann der GLB ausgestattet werden. Der aufpreispflichtige MBUX-Superscreen zieht sich  beinahe über die gesamte Fahrzeugbreite hin und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Ablenkung während der Fahrt.
Lichtspieltheater
Gleich mit drei hochauflösenden Monitoren kann der GLB ausgestattet werden. Der aufpreispflichtige MBUX-Superscreen zieht sich beinahe über die gesamte Fahrzeugbreite hin und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Ablenkung während der Fahrt.

Die Stärken des 4,80 Meter langen Mercedes GLB bleiben unabhängig vom Motorkonzept dabei seine Variabilität und das gute Platzangebot, weshalb er in erster Linie als Familienfahrzeug eingesetzt werden dürfte. Der Antrieb ist weitgehend mit dem von CLA und CLA Shooting Brake identisch. Das Crossover kommt also mit einem 800-Volt-Bordnetz und einer maximalen Ladeleistung von 320 kW daher. Angeboten wird der Stromer als Mercedes GLB 250+ EQ mit einer Antriebsleistung von 200 kW oder 272 PS sowie als Allradler. Der GLB 350 4matic EQ verfügt über eine 30-minütige Spitzenleistung von 260 kW und ein maximales Drehmoment von 515 Newtonmeter.

Startpreis von unter 50.000 Euro – mit 58 kWh-Akku

Beide werden wie schon der Mercedes CLA EQ nicht nur mit einem 85 kWh fassenden Akkupaket, sondern in einer Sparversion auch mit einer Batterie angeboten, die nur 58 kWh speichert. Der Einstiegspreis soll dadurch auf unter 50.000 Euro gedrückt werden. Zur Orientierung: Der CLA in der Konfiguration steht mit knapp 47.000 Euro in der Preisliste. Die Version mit dem 85 kWh großen Akku kostet 6438 Euro Aufpreis. Ähnlich dürfte also der Preisunterschied beim GLB ausfallen – die offizielle Preisliste wird erst im kommenden Jahr geschrieben.

Elektrisches Reisemobil
Gegen Aufpreis wird der Mercedes GLB EQ auch mit sieben Sitzen angeboten. Um den Laderaum zu vergrößern, können die beiden hinteren Sitzreihen auf Knopfdruck weggeklappt werden. Bilder: Mercedes-Benz
Elektrisches Reisemobil
Gegen Aufpreis wird der Mercedes GLB EQ auch mit sieben Sitzen angeboten. Um den Laderaum zu vergrößern, können die beiden hinteren Sitzreihen auf Knopfdruck weggeklappt – oder auch nur die zweiten Reihe verschoben werden. Bilder: Mercedes-Benz

Mit der 85 kWh großen Batterie dürften in der Basismotorisierung Reichweiten von bis zu 700 Kilometer darstellbar sein, beim Basismodell sind wohl gut 450 Kilometer drin. Nachgeladen werden kann am Hypercharger dank 800-Volt-Bordnetz mit einer Spitzenleistung von 320 kW, an einer mit Wechselstrom betriebenen Ladestation mit 22 kW.

Auf Wunsch auch mit Sternenhimmel

Die Höchstgeschwindigkeit wird je nach Version spätestens bei 210 km/h abgeregelt. An der Hinterachse arbeitet eine permanenterregte Synchronmaschine mit einem Wirkungsgrad von 93 Prozent nebst einem Zweigang-Getriebe, das die beiden Schaltstufen unmerklich für die Insassen wechselt. Bei entsprechenden Leistungsanforderungen kann sich bei der Allradversion die Vorderachse zum Boosten dazuschalten.

Wie schon die Vorgängergeneration gibt es nicht allein ein üppiges Ladevolumen, sondern auch im Innern viel Platz: Auf Wunsch ist der Mercedes GLB sogar als Siebensitzer zu bekommen. Unter der Fronthaube erweitert ein Frunk das Ladevolumen um rund 100 Liter. Für viel Licht im Innenraum sorgt ein großes Panoramadach, das sich auf Wunsch segmentweise verschatten lässt. Neu im Angebot ist auch ein leuchtender Sternenhimmel, dessen Lichtpunkte an die Ambientebeleuchtung des GLB gekoppelt sind. Nach wie vor imposant: die große Instrumenteneinheit, die sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt.

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