Mit dem Modelljahr 2022, das in Schweden bereits im Spätsommer beginnt, erweitert die Volvo-Schwestermarke Polestar ihr Modellangebot. So ist die vollelektrische Stufenheck-Limousine Polestar 2 künftig auch mit Frontantrieb, zwei schwächeren Motoren und einem kleineren Akku erhältlich – zu einem Basispreis von 41.930 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Umweltbonus. Hinzu kommen 1000 Euro für die Überführung des in China gefertigten Autos nach Europa.

Die so genannte „Launch Edition„, die im Spätsommer vergangenen Jahres auf den Markt kam, hatte standardmäßig zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit einer Gesamtleistung von 300 kW (408 PS) an Bord sowie einen Akku mit einer Speicherkapazität von 78 kWh für eine nominelle Reichweite von bis zu 480 Kilometern. Diese „Long Rang Dual Motor“ genannte Top-Version gibt es zum Verkaufspreis von 47.930 Euro weiterhin. Zur Erinnerung: Ursprünglich lag der Basispreis bei 53.540 Euro.

Polestar 2 erhält eine Wärmepumpe

Was sich nach einer Preissenkung anhört, ist aber tatsächlich keine. Vielmehr hat Polestar-Chef Thomas Ingenlath zusammen mit seinen Vertriebsstrategen neue Ausstattungspakete geschnürt, um, wie es heißt, stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können. So sind einige Assistenzsysteme nun im 3.500 Euro teuren Pilot-Paket enthalten. Und das vorher serienmäßig Panorama-Glasdach, das Soundsystem von Harman Kardon sowie die beheizbaren Sitze wanderten in das 4.500 Euro teure Plus-Paket. Wer dieses ordert, erhält künftig übrigens auch eine Wärmepumpe, um den Innenraum der Limousine im Winter schneller aufheizen zu können. Auch hier hat Polestar auf Rufe aus dem Markt reagiert.

Standardmäßig mit Textilbezug
Polestar bedient mit der neuen Innenausstattung des Elektroautos die Interessen von Menschen mit einem veganen wie nachhaltigen Lebensstil. Wer darauf besteht, erhält gegen Aufpreis neuerdings aber auch Ledersitze für den Polestar 2. Foto: Polestar

Insofern relativeren sich aber auch die Preise für die beiden neuen Antriebsversionen „Long Range Single Motor“ von 44.930 Euro und für das neue Einstiegsmodell „Standard Range Single Motor“ von 41.930 Euro (inklusive Mehrwertsteuer und nach Abzug des Umweltbonus). Beim „Standard Range Single Motor“ ist ein 165 kW (224 PS) starker Elektromotor an der Vorderachse mit einem 64 kWh-Akkupaket kombiniert, beim „Long Range Single Motor“ eine Maschine mit 170 kW (231 PS) mit einem Akku, der 78 Kilowattstunden Strom speichern kann. Damit soll der „Long Range“ bis zu 540 Kilometer weit kommen. Bei dem Einstiegsmodell sind es 100 Kilometer weniger.

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Polestar 2 künftig auch mit Ledersitzen

„Bei den neuen Varianten haben wir darauf geachtet“, so Polestar-Chef Thomas Ingenlath in einer Pressemitteilung, „dass auch die günstigeren Fahrzeuge nichts an der besonderen Charakteristik und dem Premiumgefühl einbüßen.“ Auch das Einstiegsmodell verfüge über ein hohes Ausstattungsniveau, unter anderem mit Leichtmetallrädern im 19-Zoll-Format und LED-Tagfahrleuchten.

LED-Scheinwerfer und Rundum-Parksensoren sind allerdings zusammen mit Abstandsradar und Spurhaltesystem im Pilot-Paket enthalten. Und die Sitze sind beim Einstiegsmodell mit einem (schicken) Wollstoff bezogen. Auch Ledersitze gibt es neuerdings: Die Fraktion der Traditionalisten ist unter den Freunden der Marke offenbar größer als die der Menschen mit einem veganen Lebensstil.

Seit dem Verkaufsstart wurden von dem Polestar 2 in Deutschland über 1000 Exemplare abgesetzt. Mit den neuen Varianten sollten die Stückzahlen deutlich steigen.

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