In Europa sind Elektroautos von wachsendem Interesse. Aber auch in Dubai, wo es immer noch sehr günstig ist, Autos mit einem klassischen Verbrennungsmotor zu fahren, werden sie immer beliebter und sind bei Autovermietungen erhältlich. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) fördert aktiv die Elektromobilität, um die Kohlenstoffemissionen zu reduzieren, die Luftqualität zu verbessern und die ölbasierte Wirtschaft zu diversifizieren. Immerhin verfügen von den 1,44 Millionen Autos, die im vergangenen Jahr in Dubai registriert waren, inzwischen mehr als 40.000 über einen Elektroantrieb. Und die Stadt investiert kräftig in die Infrastruktur: Aktuell gibt es in den Emiraten bereits mehr als 500 öffentliche Ladestationen.

Die Dubai Electricity & Water Authority (DEWA) hat eine Reihe von mit Grünstrom betriebenen Ladestation für Elektroautos in der Stadt installiert. Der Strom wird hier zu Preisen von umgerechnet 20 Cent abgegeben. Foto: DEWA
Heute ist es in vielerlei Gründen vorteilhaft, ein Elektroauto zu besitzen – und in Dubai ist man sich dessen bewusst. Das meistverkaufte Elektroauto hier ist derzeit das Tesla Model 3, das aufgrund seiner Kombination aus Leistung, Reichweite und technologischer Innovation populär geworden ist. Aber auch, weil die Elektromobilität staatlich gefördert wird. Es gibt:
- Subvention für Elektroautos: Beim Kauf eines Elektroautos in Dubai können Besitzer Subventionen erhalten. Sie machen normalerweise etwa 20% des Wertes eines Autos oder einen festen Betrag aus (z. B. 30.000 AED). Die genauen Höhe der Subventionen kann sich je nach dem jeweiligen Programm und den von der Regierung festgelegten Bedingungen ändern.
- Steuervergünstigungen: Dubai bietet auch Steuererleichterungen für Besitzer von Elektroautos. Zum Beispiel sind sie von einer Reihe von Straßengebühren befreit und haben an einigen Stellen Zugang zu einer kostenlosen Ladeinfrastruktur.
Obwohl sich Steuernachlässe und Subventionen nur für die Käufer eines Elektroautos auszahlen, profitieren auch Menschen, die elektrische Autos in Dubai mieten, von der Förderung der Elektromobilität. Nämlich bei den Energiekosten: An öffentlichen Ladestationen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zahlt man für die Kilowattstunde zwischen einem halben und einem Dirham – umgerechnet 13 bis 26 Eurocent. Zum Vergleich: Super-Benzin wird an den Tankstellen in der Stadt aktuell zu Preisen zwischen 2,78 und 2,90 Dirham abgegeben. Umgerechnet sind das 73 bis 78 Eurocent.
Nicht ohne Routenplaner in die Wüste
Die Ladeinfrastruktur für E-Autos ist zugegebenermaßen allerdings alles andere als ideal, vor allem außerhalb von Dubai. Die Lage verbessert sich schrittweise, aber es gibt immer noch viel Luft nach oben. Da man die Batterie eines elektrischen Wagens regelmäßig aufladen muss, ist es wichtig, die Reiseroute sorgfältig zu planen. Den Autofahrern stehen zahlreiche nützliche Apps zur Verfügung. Es lohnt sich, eine App zu benutzen, die die Ladestellen auf der Landkarte anzeigt. Damit kann man sicher sein, dass man nicht in irgendeiner Einöde mit einem leeren Akku stecken bleibt.

Der Gründer von Renty hat neben hochwertigen Autos mit konventionellem Antrieb auch eine Reihe spektakulärer Autos in seiner Flotte, darunter einen Rolls-Royce Spectre. Foto: Renty
Alle, die ein Auto jemals benutzt haben, kennen sich mit den Regeln zur Rückgabe aus. Die Verbrenner muss man mit vollem Tank zurückgeben, und für E-Autos gilt die sogenannte “80-80 Regel”. Man holt das Auto mit 80% der Batterieaufladung ab, und bei der Rückgabe muss die Batterie den gleichen Wert aufweisen. Da die E-Autos nach wie vor eine Novelle auf den Straßen sind, können die Kunden von verschiedenen Autovermietungen in diesem Aspekt Fehler machen.
Mit dem Rolls-Royce Spectre durch Dubai
Wenn man bei Renty oder einer anderen Autovermietung einen elektrischen Wagen mietet, muss man sich immer über die Laderegeln bei Rückgabe informieren. Es ist erwähnenswert, dass Renty eine breite Palette von Elektrofahrzeugen zur Miete anbietet, einschließlich Premium-Modellen wie dem Rolls-Royce Spectre. Dies ermöglicht es Reisenden, einmal hochwertige Elektrofahrzeuge zu genießen, ohne dafür die Haushaltskasse zu plündern: Den Rolls-Royce Spectre gibt es für 1888 Euro am Tag, einen Porsche Taycan für 412 Euro und einen Mercedes EQS schon für 260 Euro.
Trotz der attraktiven Rahmenbedingungen und des wachsenden Modellangebots entwickelt sich die Nachfrage nach Elektroautos auch bei den Autovermietern nur langsam, wie Renty-Gründer Yevhen Parokhod einräumen muss. Im vergangenen Jahr sei deren Mietanteil um fünf bis zehn Prozent gesunken. Gut‘ Ding braucht Weile.