Das Fahrrad ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Kürzere Strecken werden schnell auf zwei Rädern bewältigt. Gerade im Stadtverkehr ist unser geliebtes Zweirad ein treuer Begleiter. Ohne lästige Parkplatzsuche kommen wir an unser Ziel und tun dabei noch eine ganze Menge für unsere Gesundheit.

Eine Fahrt mit dem Fahrrad hat gleich mehrere positive Effekte auf unseren Körper:

  • Wir stärken unsere Atemwege,
  • bauen Muskel auf und Fett ab,
  • trainieren unsere Gelenke sowie unser Herz und
  • beugen Depression vor, indem wir durch das Radfahren Stress abbauen und Glückshormone freisetzen.

Mit der Erfindung des Fahrrads erschuf der Förster und Bastler Karl von Drais somit vor über 200 Jahren eine gesundheits- und zugleich umweltfreundliche Möglichkeit der Fortbewegung. Seitdem wurde diese Erfindung stets weiterentwickelt. Heutzutage gibt es alle möglichen Sonderformen dieser Entwicklung, wie beispielsweise Dreiräder, Fahrradrikschas, Lastenräder oder auch Liegeräder. Die Elektrifizierung des Fahrrads gibt dem Zweiradverkehr nun einen weiteren Schub.

Was ist ein Liegerad?

Das Liegerad, wie es der Name schon verrät, zeichnet sich durch die liegende Fahrhaltung aus. Die Vorteile der Konstruktion liegen in den folgenden Bereichen:

  • durch die Liegehaltung wird Ermüdung vorgebeugt,
  • Wirbelsäule, Bandscheiben und Prostata werden geschont,
  • außerdem kommt es zu einer höheren Kraftübertragung sowie einem geringen Luftwiderstand.
Füße hoch – und die Aussicht genießen
Ausfahrt mit dem „Speedmachine“ S-Pedelec von HP Velotechnik auf dem Gelände der Frankfurter Messe, wo dieses Jahr die Eurobike stattfindet. Der Akku hängt unter dem Fahrersitz, der 1000 Watt starke Elektromotor sitzt in der Nabe des Hinterrades. Foto: HP Velotechnik

Ein spezieller Vertreter des Liegerads ist das neue Speedmachine S-Pedelec, das der von Paul Hollants und Daniel Pulvermüller gegründete Liegerad-Hersteller HP Velotechnik in der kommenden Woche auf der Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt vorstellt. Es ist das weltweit erste Einspur-Liegerad mit elektrischer Trittunterstützung, das als S-Pedelec klassifiziert ist. Im Unterschied zum normalen E-Bike, bei dem die Motorunterstützung bei 25 km/h abgeregelt wird, könnten S-Pedelecs deutlich schneller fahren. Dafür brauchen sie allerdings in Deutschland ein Versicherungs-Kennzeichen. Und Fahrradwege sind für diese Zwei- oder Dreiräder tabu.

Das Liegerad von HP VELOTECHNIK: das Speedmachine S-Pedelec

Das Besondere des neuen einspurigen Liegerads von HP Velotechnik: In der Hinterradnabe des vollgefederten Liegerads sitzt ein 1000-Watt-Motor von Neodrives, der in der Ebene eine Spitzengeschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde ermöglicht. Durch die starke Antriebskraft beschleunigt das E-Liegerads auf die Höchstgeschwindigkeit in nur 8,29 Sekunden. Dagegen sehen manche Autos alt aus.

Rahmenmaterial: Aluminium 7005 T6
Laufradgröße (v/h): 20 / 26 Zoll
Federung (v/h): 50 mm / 80 mm
Länge: 180 – 210 cm
Höhe (Lenker): 106 cm
Breite (inkl. Rückspiegel): 90 cm
Sitzhöhe: 48 – 51 cm
Gewicht: ab 28,5 kg
Akku-Kapazität: 651 Wh
Reichweite: 60 km
Datenblatt des Liegerads Speedmachine S-Pedelec (Auszug)

Zur Grundausstattung gehören ein Rückspiegel, ein Gepäckträger für zwei Satteltaschen sowie hydraulische Scheibenbremsen. Der tiefsitzende Schwerpunkt und die Steuerkopf-Federgabel Concept 5 sollen für hohe Fahrstabilität sorgen. Abgerundet wird das Ganze durch einen einzigartigen Panoramablick, der jede Tour mit dem Speedmachine S-Pedelec zu einem Erlebnis macht.

Radfahren für Fortgeschrittene

Allerdings braucht der Umgang mit einem Liegerad etwas Eingewöhnungs- und Trainingszeit: Die niedrige Lage und die Liegeposition mit den Füßen voraus sind für normale Radler ungewohnt. Auf den ersten Kilometern könnte der eine oder andere auch Probleme haben, das Gleichgewicht zu halten.

Bevor man auf die Highspeed-Lösung eines S-Pedelec setzt, sollte man deshalb beim Händler erst einmal eine Probefahrt unternehmen. Zumal die Speedmachine als S-Pedelec mindestens 8.690 Euro kostet. Erhältlich ist es im Fachhandel ab dem Herbst.

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