Es ist geschafft. Die ersten zehntausend Kilometer sind im Kasten. Und ich bin weiterhin begeisterte Zoefahrerin. Ich war mit dem Auto täglich bei der Arbeit, von -15°Celsius bis +32°C hat er mich verlässlich hin und zurück gebracht. Den Großteil meiner Alltagsstrecken zwischen zwei und 80 Kilometern bewältige ich mühelos. Meine Reichweite habe ich in alle Himmelsrichtungen ausgelotet und kenne nun verschiedene Ladestationen im Umkreis von 85 Kilometern und deren Bezahlsysteme. Ich habe gelernt mir an Ladestationen Hilfe bei der Hotline zu holen und bin geübt darin, die Zeit des Ladens sinnvoll zu füllen, so dass sie als Qualitätszeit gilt. So plane ich Spaziergänge mit meinem Hund ein, gehe einkaufen, treffe Freunde oder setze mich ins Café.

Natürlich sind weiter Fragen offen: Soll ich nicht doch von den Ilmenauer Stadtwerken zu den Erfurter Stromwerken wechseln, wenn ich da die Ladenetzkarte kostenlos bekomme? Soll ich beim nächsten Akkuwechsel eine Batterie mit größerer Reichweite einbauen lassen? Dann käme ich vielleicht sogar auf einen 200 Kilometer Radius. Wie komme ich nächstes Jahr an meinen Urlaubsort? Die diesjährige Wohnmobilvariante war doch anstrengend.

Noch ist nicht alles perfekt

Es gibt auch Probleme: Ich zahle sehr unterschiedliche Beträge an Ladestationen, das macht mich ärgerlich. Mein Vermieter stellt mir halbjährlich eine Extrarechnung für meinen Stromverbrauch an der Ladebox – ist das auch Ökostrom? Ich habe meinen Stromtarif ja extra auf Ökostrom gewechselt.

Und ich habe weitere Ideen: Könnte nicht jeder Supermarkt auf dem Kundenparkplatz eine kostenlose Ladestation mit Solarpanels einrichten, wie ich es bei Lidl in Schweden gesehen habe? Ich hoffe, dass sich in Zukunft die Anzahl der Ladesäulen vervielfacht. Und ich hoffe, dass bei jeder dieser Säulen eine ausreichende Zahl Parkplätze vorhanden ist, damit ich nicht im Parkverbot stehen muss, wenn ich lade.

Ich wünsche mir, dass Rettungskräfte von den Autoherstellern geschult werden, um Menschen sicher aus verunfallten Elektroautos zu bergen. Und ich hoffe, dass auch bei der Herstellung der Batterien der Umweltschutz großgeschrieben wird. Zudem sollte es eine sinnvolle Nachverwendung von alten Batterien geben. Da gibt es schon interessante Vorschläge, deren Energie weiter zu nutzen, wenn sie auch nicht mehr genug Strom für ein Auto liefern. Und das Wasserstoffauto interessiert mich ebenfalls! Es bleibt weiter spannend.

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