Mähroboter sind vollautomatische Geräte, die Gras kürzen und Rasenflächen pflegen. Sie kommen sowohl auf privaten als auch auf gewerblichen Grundstücken zum Einsatz und nehmen ihren Nutzern viel Arbeit ab. Nach einem regelmäßigen Zeitplan schneiden sie jeweils nur so viel nachgewachsenes Gras ab wie nötig – manchmal lediglich wenige Millimeter. Dadurch bleibt der Rasen konstant auf einer Höhe, ohne durch stärkere wöchentliche Schnitte belastet zu werden. Statt den Grasschnitt in einem Fangkorb zu sammeln, zerkleinern rotierende Messer ihn besonders fein und verteilen ihn wieder auf der Fläche. Dort dient er dem Boden als natürlicher Dünger.
Nach getaner Arbeit kehren die Geräte selbstständig zu ihrer Ladestation zurück und laden den Akku auf. Sie übernehmen eine wichtige Gartenarbeit, ermöglichen die Pflege mit weniger Aufsicht und können dazu beitragen, die Bildung von Rasenfilz und Unkraut zu verringern, die das Gras beeinträchtigen würden. Da sie akkubetrieben sind, arbeiten sie meist leise und vergleichsweise umweltfreundlich. Vor diesem Hintergrund werfen wir einen Blick auf einige der bekanntesten Marken für Mähroboter und deren Besonderheiten.
Navimow
Der Mähroboter ohne Begrenzungskabel von Segway Navimow ist ein intelligentes, kabelloses Gerät, das ohne im Garten verlegten Begrenzungsdraht auskommt. Mithilfe von Satelliten- und Sensortechnik kartiert und navigiert er das gesamte Grundstück mit zentimetergenauer Präzision. Zusätzlich sind die Geräte mit VisionFence™-Kameras ausgestattet, deren KI-Technologie alles erkennt und umfährt, was den Weg kreuzt – von Spielzeug und Gartenschläuchen bis hin zu Haustieren und kleinen Kindern. So wird einerseits der Mähroboter geschützt und andererseits das Verletzungsrisiko reduziert.

Navimow bietet wie die anderen Hersteller auch eine ganze Reihe von Modellen verschiedener Leistungsstufen und Preiosklassen. Alle kommen aber ohne aufwendige Installation und Begrenzungsdraht aus. Foto: Navimow
Über die Navimow-App können Sie virtuelle Grenzen festlegen, passende Mähzeiten planen, die Schnitthöhe anpassen und den genauen Standort des Roboters verfolgen – auch wenn Sie nicht zu Hause sind. Die Mähroboter werden von Akkus angetrieben und sind wettergeschützt, sodass sie auch mit Regen und feuchten Bedingungen zurechtkommen. Die i-Serie eignet sich besonders für kleinere Grundstücke, während die X-Serie große Flächen, unebenes Gelände und starke Steigungen bewältigt. Für komplexe Grundrisse bietet sich ein LiDAR-Modell wie der i2 LiDAR an.
Die Einrichtung erfordert nur wenige Schritte. Wählen Sie zunächst einen Standort für die Ladestation – idealerweise in der Nähe einer Steckdose, auf einer ebenen und stabilen Fläche mit möglichst geringem Laubfall. Installieren Sie anschließend die GNSS-Antenne, kartieren Sie das Grundstück und führen Sie einen Testlauf durch. Danach können Sie entscheiden, ob weitere Optimierungen nötig sind. Modelle mit NRTK-Unterstützung benötigen keine Antenne.
Dreame
Die Mähroboter von Dreame nutzen OmniSense-Technologie statt Begrenzungskabeln, um den gesamten Garten zu scannen und eine präzise Karte des Grundstücks zu erstellen. Sie mähen systematisch auf sauberen und effizienten U-förmigen Bahnen. Sinkt der Akkustand, fährt das Gerät selbstständig zur Ladestation und setzt seine Arbeit nach dem Aufladen an der unterbrochenen Stelle fort. Der Grasschnitt wird gleichzeitig zu Mulch verarbeitet und wieder auf dem Rasen verteilt, wo er als natürlicher Dünger dient. Ein Fangkorb muss daher nicht geleert werden. Die Einrichtung geht schnell, weil Laser und Kameratechnik anstelle physischer Kabel oder GPS-Baken zum Einsatz kommen.
Die KI-gestützte Bilderkennung hilft dabei, Gartenmöbeln, Haustieren und Baumwurzeln auszuweichen. Dank Allradantrieb bewältigt das Gerät auch starke Steigungen und kleinere Unebenheiten. Seine randnahe Mähfunktion ermöglicht zudem einen Schnitt dicht an Zäunen und Einfassungen.
Mammotion
Die Mähroboter von Mammotion verwenden moderne Satellitenpositionierung und KI-gestützte Bilderkennung, um den Garten virtuell zu navigieren. Da keine Begrenzungskabel im Rasen vergraben oder befestigt werden, legen Sie die virtuellen Grenzen über die Smartphone-App fest. Die YUKA-Serie ist für sauberes, effizientes Mähen in parallelen Bahnen bekannt, anstatt sich in zufälligen Mustern über die Fläche zu bewegen. Viele Modelle verfügen außerdem über Allradantrieb. Dadurch bewältigen sie steile Hänge, feuchten Boden und unebenes Gelände mit vergleichsweise wenig Mühe.
Die Geräte von Mammotion arbeiten mit wiederaufladbaren Akkus, die nur wenig Strom verbrauchen. Eine Mulchfunktion ist ebenfalls integriert.
Yarbo
Der Yarbo-Mäher navigiert per RTK-GPS durch den Garten. Das Mähmodul wird dabei mit dem vielseitig einsetzbaren Yarbo-Core verbunden. Dank des modularen Designs lässt sich das System je nach Jahreszeit mit unterschiedlichen Funktionen ausstatten, darunter Laubbläser, Schneefräse und Trimmer. Das Grundstück wird über die Yarbo-App vollständig digital kartiert. Das spart viel Zeit, weil der Rasen nicht für Kabel aufgegraben werden muss.
Je nach Modell und gewähltem Zeitplan eignet sich der Mäher für große Grundstücke von bis zu 6 Acres. Die Pro-Versionen bewältigen Steigungen von bis zu 35°. Bei niedrigem Akkustand fährt das Gerät selbstständig zur Ladestation. Insgesamt arbeitet es deutlich leiser als benzinbetriebene Rasenmäher.
Husqvarna
Auch die Mähroboter von Husqvarna arbeiten autonom und akkubetrieben. Sie kürzen den Rasen selbstständig, ohne geschoben oder gelenkt werden zu müssen. Bewegliche Messer schneiden jeweils nur eine kleine Menge Gras ab. Da dies sehr häufig geschieht, besteht der Mulch aus besonders feinem Schnittgut, das den übrigen Rasen nicht belastet. Herkömmliche Modelle verwenden physische Begrenzungskabel zur Festlegung des Mähbereichs. Neuere Geräte wie die NERA-Serie setzen dagegen auf EPOS-Technologie.
Diese satellitengestützte Technik legt über eine App virtuelle Grenzen fest. Der Akku wird automatisch geladen, während der Roboter leise im Hintergrund arbeitet und nach dem Laden genau dort weitermacht, wo er aufgehört hat. Er kann bei Regen wie bei Sonnenschein eingesetzt werden. Da er vollständig elektrisch betrieben wird, entstehen außerdem keine Emissionen.
Zusammenfassend steht eine große Auswahl unterschiedlicher Mähroboter zur Verfügung. Überlegen Sie bei der Modellwahl, wie groß Ihr Garten ist und ob das Gelände eben oder eher anspruchsvoll ausfällt. So finden Sie das Gerät, das am besten zu Ihren Anforderungen passt.