Das Erlanger Technologie-Spin-off Hydrogenious LOHC Technologies hat mit der Hyundai Motor Company einen weiteren Investor gefunden. Ziel der Kooperation ist, in Europa und Asien mit dem LOHC-Verfahren eine neue Speichertechnologie für Wasserstoff auf dem Markt zu etablieren. Der südkoreanische Autokonzern betrachte LOHC als eine vielversprechende Technologie im Hinblick auf die Wasserstofflogistik und -Speicherung an Tankstellen, heißt es. Daher bildet neben der gemeinsamen Geschäftsentwicklung auch die Technologieentwicklung einen wichtigen Teil der Zusammenarbeit, melden die Kooperationspartner.

Dabei sei geplant, die Aktivitäten vorerst auf den südkoreanischen Markt zu konzentrieren. „Unser Ziel ist es, LOHC als Wasserstoffvektor im Rahmen der breit angelegten südkoreanischen Ambitionen zum Aufbau einer nationalen Wasserstoff-Infrastruktur zu etablieren“, erklärte Yunseong Hwang, Vize Präsident der Open Innovation Investment Group bei Hyundai Motor. Mittelfristig wollen die Partner ihre Wasserstoffaktivitäten dann auf Europa ausdehnen. Einen genauen Zeitpunkt nannte Hydrogenious LOHC zunächst nicht.  

Ein deutscher Forscher hat eine Möglichkeit gefunden, Wasserstoff flüssig und ohne Druck zu lagern. Mit einem eigenen Start-up bringt er die Technologie nun auf den Markt - in Deutschland und den USA. Wasserstoff

Speicherung von Wasserstoff schwierig

Durch die LOHC-Technologie lässt sich Wasserstoff drucklos mithilfe eines Trägeröls speichern. Damit sei Wasserstoff so einfach und effizient wie herkömmliche flüssige Kraftstoffe transportierbar, verspricht Hydrogenious LOHC.

Im vergangenen Jahr sammelte das Spin-off der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg  nach eigener Aussage rund 20 Mio. Euro bei Investoren ein.

In Kooperation mit dem Branchendienst energate.

Laut dem Analyseinstitut Bloomberg New Energy Finance ist die Speicherung von Wasserstoff in großen Mengen „eine der größten Herausforderungen für den künftigen Wasserstoffmarkt“ nicht zuletzt aufgrund der geringen Dichte des Gases (energate berichtete), Mit 4,5 US-Dollar/kg sei die LOHC-Technologie derzeit kostenintensiv, könne sich künftig aber auf unter 2 US-Dollar reduzieren. Neben Hydrogenious LOHC forscht in Deutschland auch das Münchner Start-ups H2 Industries an der Weiterentwicklung der LOHC-Speichermethode.

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