An E-Bikes herrscht kein Mangel, weder was das Angebot an Varianten noch was die die Zahl der Hersteller anbetrifft: Im Fahrradhandel ist mittlerweile für jeden Einsatzzweck und für jeden Freizeitspaß etwas zu finden. Und die „European Bike Show“, die nach eigenen Angaben „Neue Weltleitmesse der Fahrradwirtschaft“ wird im September kommenden Jahres den staunenden Publikum sicher wieder eine Reihe neuer Kreationen präsentieren.
Volkswagen mochte solange aber nicht warten. Der Autohersteller präsentiert die „nächste Generation des E-Bike“ bereits jetzt. Genauer gesagt die N Plus Holdings, ein auf E-Bikes spezialisierter Sportartikel-Hersteller aus Australien. N Plus kauft bei Autoherstellern und auch Formel-1-Rennställen Lizenzen, um unter deren Namen hochpreisige Fahrräder zu verkaufen. Produziert werden diese von Lohnunternehmen unter anderem in China.

In die Ende des Oberrohrs sind wie bei den Pkw der Marke leuchtende Markenzeichen als Tagfahrlicht eingefügt.
Mit den limitierten und bis zu 14.000 Euro teuren E-Bikes und Rennräder im Design des Mercedes-AMG PETRONAS Formel-1-Teams hat N+ dem Vernehmen nach im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht, auch eine Mountainbike-Kooperation mit dem Sportwagenhersteller und Formel-1-Betreiber McLaren soll erfolgreich laufen: Die 12.654 und knapp 9.500 Euro teuren E-MTBs der Sport 250-Serie sind praktisch ausverkauft.
Nun haben die Australier Volkswagen als Partner gewonnen. Dabei steht nicht die reine Motorleistung des E-Bikes im Fokus (mit der ein neuer Antriebshersteller aus China gerade für Schlagzeilen sorgt) sondern eine konsequente Übertragung der automobilen Sicherheitsphilosophie und Digitalisierungsstrategie auf die Mikromobilität.
Radargestützte Rückkamera für mehr Sicherheit
Kernstück der neuen Volkswagen eBikes ist das „Smart View“-System: Eine radargestützte Rückkamera, deren Livebild in ein nahtlos in den Lenker integriertes HD-Display übertragen wird. Dies löst ein zentrales Sicherheitsproblem beim Radfahren in der Stadt: die Überwachung des rückwärtigen Verkehrs. Das System zeigt dem Radler im Monitor, was gerade hinter ihm passiert – ohne dass er dafür den Kopf drehen muss. Zudem warnt das System vor Fahrzeugen im sogenannten toten Winkel.

Kernstück der Volkswagen eBikes ist das „Smart View“-System: Eine radargestützte Rückkamera liefert Livebilder in ein nahtlos in den Lenker integriertes HD-Display. Der obligatorische Blick über die Schulter beim Abbiegen erübrigt sich dadurch.
Auch bei der Sichtbarkeit orientieren sich die Bikes an modernen Pkw: Ein durchgehendes LED-Lichtband im Oberrohr dient als Tagfahrlicht. In Regionen, in denen dies zulässig ist, signalisiert es zudem Brems- und Abbiegevorgänge – eine Technologie, die im Pkw-Bau seit Jahrzehnten Standard ist.
Das vernetzte Sicherheitskonzept der Volkswagen-Bikes umfasst zudem:
- Smart Helmet: Ein per Bluetooth synchronisierter Helm mit LED-Beleuchtung und Beschleunigungssensor, der bei einem Unfall automatisch Angehörige per Textnachricht informiert.
- Smart Glasses: Diese Brillen, entwickelt von Experten für Kampfjet-Displays, fungieren als Head-up-Display (HUD) und blenden Navigationshinweise sowie Warnungen direkt in das natürliche Sichtfeld ein. Ein Blick nach oben rechts genügt, um das Display zu steuern.

Das Tourenrad mit elektrischer Trittunterstützung von Yamaha kann mit einem „Range Extender“ genannten Zusatzakku unter dem Gepäckträger seine Reichweite erweitern. Angaben zum Gewicht des in China produzierten Fahrrads fehlen noch.
Preise starten bei 4000 Euro
Die neue Volkswagen eBike-Reihe ist ab sofort online und über ausgewählte Vertriebspartner verfügbar. Ausgeliefert werden sie voraussichtlich zum Jahresende. Der Einstiegspreis liegt bei 3.999 Euro für das „Sport E-Bike“ (inklusive Smart View) und 4.349 Euro für das sogenannte „Crossover“-Modell, das nach Angaben des Herstellers auf Reichweite und Komfort optimiert ist. Auch hier ist der Monitor am Lenker vorerst kostenlos. Beide Fahrräder verfügen über den Mittelmotor PW X3 von Yamaha mit einem maximalen Drehmoment von 85 Newtonmeter, dessen drei Fahrmodi automatisch geschaltet werden. Zur Batteriekapazität macht n+ keine Angaben.
Völlig Banane und auf der Nachfrageseite vorbei. Kein Mensch braucht so etwas. Die Menschen haben derzeit andere Sorgen und Befürchtungen als sich mit solchen überflüssigen Produkten am Markt vorbei zu beschäftigen. Vor allem zu abstrusen und abgehobenen Preisen.