Die Zeiten von filigranen Formen sind markenübergreifend gerade bei den Luxusmodellen vorbei. Hier bestimmen allein die Kunden in Asien und den USA den Auftritt, denn in Europa ist die Nachfrage mittlerweile überschaubarer denn je. Das sieht man auch dem neuen BMW i7 an. Während das 2027er-Modell an Seitenlinie und Heckansicht nur leicht überarbeitet wurde, gibt es von vorn eine deutliche Veränderung. Ein noch massiger Kühler und noch stärker als bisher getrennte Lichtelemente sorgen für einen durchaus polarisierenden Auftritt – am nötigen Prestige mangelt es ihm dabei jedoch nicht.
Der Markt ist kleiner geworden, denn Audi hat sich mit dem A8 etwas überraschend aus der Luxusklasse verabschiedet. So hat das Luxusmodell aus Dingolfing nur noch zwei direkte Gegner – die konventionelle S-Klasse von Mercedes und das bisher nur mäßig erfolgreiche vollelektrische Schwestermodell EQS.

Die Heckpartie ist den Designern gelungen, kommt ohne die aufgesetzte Aggressivität der Front daher. Fotos: BMW
Bei BMW gibt es beide Antriebsarten nach wie vor in einem Dress – der Kunde hat die Wahl, ob er seinen 7er als Plug-in-Hybrid oder als vollelektrischen i7 bewegen will. Sogar ein Diesel ist noch im Angebot. Basismodell ist der 294 kW oder 400 PS starke BMW 740 xDrive mit einem Einstiegspreis von 117.900 Euro. Darüber rangieren die i7-Elektromodelle 50, 60 und M70 – ebenfalls obligatorisch mit Allradantrieb, einem 112-kW-Akku und einem Leistungsspektrum von zwischen 335 kW (455 PS) und 500 kW (680 PS) zu Preisen zwischen 121.400 und 182.400 Euro.
BMW bleibt bei der 400-Volt-Technik
Die beiden Plug-in-Hybride BMW 750e und 760e – ebenfalls obligatorisch mit Allradantrieb – kommen rein elektrisch bis zu 82 Kilometer weit. Während Mercedes im Zuge der Modellpflege dem EQS ein 800-Volt-Bordnetz spendierte, bleibt BMW bei der 400-Volt-Technik. Die maximale Ladeleistung steigt jedoch auf immerhin 250 kW. Die maximale Reichweite hier: rund 720 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp.

Der BMW i7 ist ein Chauffeursfahrzeug. Der beste Platz ist hierzulande hinten rechts, wo dem Passagier aller Komfort geboten wird.
An das neue Cockpit müssen sich die Nutzer gewöhnen, denn die bekannte Aufteilung mit gut ablesbaren Instrumenten hinter dem Lenkrad und einem zentralen Bildschirm wurde durch das sogenannte Panoramic Display ersetzt, das mit dem neuen BMW iX3 eingeführt wurde. Das damit kombinierte klobige Lederlenkrad mit neuen Tastern bleibt Geschmacksache.
Teilautonomes Fahren nur auf Level 2+
Wichtige Bedienfunktionen werden entweder per Sprache oder über einen zentralen 17,9-Zoll-Zentralbildschirm gesteuert. Immerhin ist der neue 7er nunmehr auch mit einem 14-6-Zoll-Beifahrerdisplay ausgestattet, das bisher fehlte. Auch die Fahrerassistenzstufe drei – bisher nur in Deutschland bis Tempo 60 verfügbar – wurde gestrichen. Nunmehr muss das niedriger positionierte Level-2+-System aus dem BMW i5 reichen, um in eine teilautonome Zukunft zu reisen. Auch Mercedes hatte das Level-drei-System bei S-Klasse und EQS gestrichen.
Der Produktionsstart im BMW Group Werk Dingolfing und die fließende Markteinführung in Deutschland beginnen im Juli.
(Überarbeitet von Franz Rother)
Wie kann man nur solch eine Front bauen. Herr van Hooydonk hat superschöne Autos designed (i8) aber das hier…???
Wir vermuten: Chinesischer Einfluss
Sieht wie ein Produkt aus dem 3D-Drucker aus, hässlich wie die Nacht. KI ersetzt Designer und Ästhetik. Schön war gestern. Einfach grauenhafte Formansprache.