Die Messe ist gelesen – noch ehe der Genfer Automobilsalon eröffnet ist. Denn drei Tage vor dem offiziellen Beginn hat der Schweizer Bundesrat wegen der Corona-Epidemie sämtliche Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern abgesagt. In den vergangenen Tagen hatte es bereits Absagen von Autoherstellern und Teilelieferanten gehagelt, zahlreiche Manager hatten aus Furcht vor einer Ansteckung ihre Reisen an den Genfer See storniert. Ihre Modellheiten und Studien werden, wenn nicht in den Messehallen, dann in eigenen Präsentationen vorgestellt, vorzugsweise im Internet.

Wir wollen Sie Ihnen nicht vorenthalten, zumal unter den Neuheiten zahlreiche Elektroautos sind, die in diesem Jahr oder in fernerer Zukunft auf die Straße rollen. Hier also ein Überblick für einen virtuellen Messerundgang – von Volkswagen und BMW über Polestar und Renault bis hin zu Citroën und e.Go Mobile. Er wird laufend aktualisiert.

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Dacia Spring Electric

In China kennt man das Auto als Renault und unter dem für Europa untauglichen Namen K-ZE: Als Dacia Spring Electric wird der elektrische City-SUV im kommenden Sommer zu uns kommen, mit einer 27 kWh-Batterie an Bord für rund 200 Kilometer Reichweite. Spannend wird es beim Preis: In China wird der kleine Stromer für umgerechnet 8.500 Euro angeboten. Für Europa ist ein Preis von unter 10.000 Euro in der Diskussion.

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Volkswagen ID.4

Noch in diesem Jahr soll der vollelektrische Crossover auf den Markt rollen. Es ist das zweite VW-Modell nach dem ID.3, das mit dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) des Konzerns realisiert wird. Die heckgetriebene Familien-Kutsche wird in Europa, China und USA produziert und soll mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern glänzen. Der Verkaufspreis ist noch offen. Foto: Volkswagen

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BMW i4 Concept

Bis zu 600 Kilometer Reichweite nach WLTP, bis zu 530 PS, in circa vier Sekunden von null auf hundert, Höchstgeschwindigkeit über 200 Stundenkilometer – das sind die Eckdaten des neuen elektrischen Antriebsstrangs von BMW. Die Produktion der Sportlimousine startet allerdings erst 2021. Das Konzept gibt auch einen Ausblick auf die nächste Entwicklungsstufe des BMW-Designs – die berühmte Niere im Kühlergrill wird dabei zur „Kommunikationsfläche“. Foto: BMW

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Hyundai Prophecy

Ganz ohne Lenkrad kommt das Konzeptautos aus, das einen Ausblick gibt auf die neue Designsprache von Hyundai im Zeitalter der Elektromobilität und des zumindest teilautonomen Fahrens. Gesteuert wird die elegante Limousine über Joysticks zu beiden Seiten des „Fahrer“-Sitzes. Ansonsten wird den Insassen eine „Lifestyle-Oase“ geboten. Angaben über den Antriebsstrang machte der Autohersteller nicht. Foto: Hyundai

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Fisker Ocean

Ein wenig SUV, ein wenig Van: Das elektrische Crossover des kalifornischen Start up-Unternehmens soll Ende 2021 auf den Markt kommen. Der Ozean-Dampfer kommt mit einer Länge von 4,64 Metern daher und einem Kofferraum mit einem Volumen von 566 Litern. Für den Vortrieb des Allradlers sorgen Elektromaschinen mit einer maximalen Leistung von 225 Kilowatt. Im Fahrzeugboden sitzt eine Batterie mit einer Speicherkapazität von 80 Kilowattstunden. Die Verkaufspreise sollen in USA bei 37.999 Dollar beginnen.

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Byton M-Byte

In China beginnt die Auslieferung des vollelektrischen Crossover noch in diesem Jahr, nach Europa kommt der M-Byte nach Stand heute Ende 2021 – zu einem Basispreis von 45.000 Euro. Zu dem Preis gibt es eine Batterie mit 72 Kilowattstunden (kWh) Speicherkapazität und eine Antriebsleistung von 200 Kilowatt. Varianten mit Allradantrieb und einem 95 kWh großen Akku sind in Vorbereitung. Foto: Byton.

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Sensible Front

Polestar will mit der Studie Precept in Genf darauf einstimmen, wie sich die Marke – eine Volvo-Tochter und damit Mitglied des chinesischen Geely-Reichs – künftig weiterentwickeln will. Über das Antriebskonzept verraten die Schweden noch nicht viel, aber dafür einiges zu den Assistenzfunktionen: Deren Sensoren, zwei Radarsysteme und dazwischen eine hochauflösende Kamera, befinden sich dort, wo Verbrenner früher ihren Kühlergrill unterbrachten. Foto: Polestar

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e.Go Cross

E.Go Mobile aus Aachen bringt nach Genf den Life Concept Cross. Der soll kommendes Jahr in einer Kleinserie depütieren, bestellen lässt er sich schon jetzt. Der Wagen ist parkplatzfreundliche 3,41 Meter kurz, dafür aber 1,82 Meter breit, was Ruam im Innenraum schaffen sollte. Der Motor leistet 72 Kilowatt und der Akku ist größe als im Life 60. Zudem bringt E.Go die bereits vergangenes Jahr als Studie gezeigte seriennahe Version des Concept Sport. Die Preise beider Modelle verrät die Firma bisher nicht. Foto: E.Go Mobile

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Renault Twingo Z.E.

Renault hat den existierenden Twingo nun elektrifiziert. Er leistet 82 Kilowatt und soll mit seiner 21 Kilowattstunden großen Batterie 180 Kilometer weit kommen. Über den Preis rätseln die Branche noch. Foto: Renault

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Auch ein Stadtflitzer

Die Formel E hat ihren Rennwagen überarbeitet, der in großen Teilen für alle Teams gleich ist. Neu sind Karosserieteile wie Frontflügel, Rückenflosse und Heckflügel In Genf erlebt der Flitzer dann seine offizielle Premiere, mit dem die Rennfahrer durch die Metropolen der Welt rasen. Foto: Formel E

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Citroen Ami

Das nur 2,41 Meter lange zweisitzige Elektromobil Ami von Citroën kann mit einem Führerschein der Klasse AM schon von 16-Jährigen durch die Großstadt kutschiert werden, maximal 45 km/h schnell und bis zu 70 Kilometer weit. Vorerst allerdings nur in Frankreich, für eine Leasingrate von 19,99 Euro im Monat oder für 6000 Euro bei einem Kauf. Foto: Citroën

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Die Roller rollen los

Die Schweizer Unternehmerfamilie Ouboter zeigt in Genf die zweite Generation ihres Kabinenrollers Microlino mit neuem Innenraum und überarbeiteten Fahrwerk sowie einen dreirädrigen Elektroroller. Die Microletta schafft zwar Tempo 80, doch der Besitzer benötigt dennoch keinen Motorrad-, sondern nur einen Autoführerschein. Foto: Micro Mobility Systems

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DS9 E-Tense

Es gibt sie noch – die klassischen Limousine. DS, die Nobeltochter des französischen PSA-Konzerns, lässt sie im Sommer aufleben, wenn der neue DS9 auf den Markt kommt. Bis zu 50 Kilometer weit und bis zu 135 km/h schnell kann der Plug-in-Hybrid, der in China produziert wird, elektrisch fahren. Im Fahrzeugboden wurde dazu ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Speicherkapazität von 11,9 Kilowattstunden verbaut. Im Überlandverkehr schaltet sich zum Elektromotor mit 80 Kilowatt Leistung ein 225 Kilowatt starker Benziner hinzu. Foto: PSA

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