Die neue E-Auto-Prämie der Bundesregierung kommt an: Zweieinhalb Monate nach dem Start des Förderprogramms sind bereits über 100.000 Förderanträge eingegangen. Nach Angaben des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gingen bei der Behörde bis zum 4. August exakt 102.539 Anträge auf einen Zuschuss ein – über 28.000 davon wurden inzwischen bewilligt. Bemerkenswert ist auch eine andere Zahl: Etwa 90 Prozent der Anträge bezogen sich auf ein vollelektrisches Fahrzeug, nur etwa zehn Prozent auf ein Plug-in-Hybrid.

Die Antriebswende nimmt also gerade mächtig Fahrt auf. Auch weil das Angebot an bezahlbaren, voll alltagstauglichen Stromern wächst. Mit dem neuen Geely E2 betritt jetzt ein vollelektrischer Kompakt-SUV die Bühne, der das Potenzial hat, die Karten im unteren Marktsegment neu zu mischen. Mit einem Einstiegspreis von 19.990 Euro und monatlichen Leasingraten ab 99 Euro stößt der Stromer in eine Preisregion vor, die für breite Käuferschichten attraktiv ist.

Viel Substanz für unter 20.000 Euro: Technische Daten im Check

Dass ein Budget-Stromer mehr sein kann als bloße Basismobilität, belegt der Blick auf die technischen Spezifikationen des Geely:

  • Raumwunder trotz kompakter Maße: Bei einer Außenlänge von 4.135 mm und einer Breite von 1.805 mm bietet das Fahrzeug dank der spezialisierten GEA-Plattform (Global Smart New Energy Architecture) fünf volle Sitzplätze mit 890 mm Beinfreiheit im Fond.
  • Durchdachtes Stauraumkonzept: Neben 375 Litern Kofferraumvolumen (erweiterbar auf 1.320 Liter) punktet der Geely E2 mit einem zusätzlichen 70-Liter-Frunk unter der Fronthaube sowie 28 Litern Zusatzstauraum im Heck.
  • Fahrdynamisches Alleinstellungsmerkmal: Als einziges Fahrzeug seiner Preiskategorie setzt das Modell auf eine Kombination aus Hinterradantrieb, Mehrlenker-Hinterachse und einer europäischen Fahrwerksabstimmung bei einem Wendekreis von nur 9,9 Metern.
  • Batterie & Laden: Je nach Ausstattung kommt ein LFP-Akku mit 35,35 kWh oder 47,14 kWh Kapazität zum Einsatz, der eine WLTP-Reichweite von bis zu 345 km ermöglicht. Gleichstromladen (DC) erfolgt mit bis zu 80 kW (10 bis 80 Prozent in 26 Minuten).
  • Umfassende Serienausstattung: Neben einem 14,6-Zoll-HD-Touchscreen, Over-the-Air-Updates (OTA) und Vehicle-to-Load (V2L) sind ein umfangreiches Assistenzpaket, sieben Airbags sowie eine 8-Jahres-Garantie (bis 200.000 km) an Bord.
  • Geely lockt zudem Schnellentschlossene mit einem EnBW Ladeguthaben-Voucher im Wert von 621 Euro. Dieser entspricht den kalkulierten Ladekosten für eine jährliche Laufleistung von 10.000 km bei einem Verbrauch von 15,9 kWh/100 km und einem EnBW-Stromtarif von 0,39 EUR/kWh. Damit dürften viele im ersten Jahr mehr oder minder kostenfrei fahren können – abgesehen von der Versicherung.
Alles andere als spartanisch
Nicht nur das Platzangebot des Geely E2 ist beachtlich, auch die Ausstattung und die Verarbeitungsqualität können sich sehen lassen.

Im direkten Vergleich zum Wettbewerb in dem Segment – wie dem BYD Dolphin Surf (ab 22.990 Euro), dem Citroen e-C3 Urban Range (ab 20.140 Euro), dem neuen Leapmotor B03X (24.900 Euro) oder dem Renault Twingo (19.990 Euro) – bietet der Geely E2 entweder mehr Platz und/oder Technologie zu einem teils spürbar günstigeren Kaufpreis.

Das politische Dilemma: E-Auto-Prämie vs. Fernost-Importe

Genau dieser günstige Preis macht das Fahrzeug zu einem prädestinierten Kandidaten für die Kaufanreize der Bundesregierung. Das Problem aus Sicht heimischer Wirtschaftsvertreter: Das Fahrzeug rollt in China vom Band. Kritiker befürchten, dass deutsche Steuergelder bei der derzeitigen Fördermodellierung primär den Markthochlauf außereuropäischer Hersteller alimentieren, anstatt die europäische Automobilindustrie zu stärken.

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Technische Daten Geely E2

Fahrzeugsegment: Vollelektrischer Kompakt-SUV (5-Sitzer);
Antrieb: Heckantrieb (RWD) mit 60 kW / 82 PS (Pro) bzw. 85 kW / 116 PS (Max / Ultra);
Batterietyp & Kapazität: LFP (Lithium-Eisenphosphat); 35,35 kWh (Pro) / 47,14 kWh (Max / Ultra);
Reichweite (WLTP kombiniert): 252 km (Pro) / 345 km (Max & Ultra);
Ladeleistung (DC) max. 60 kW (Pro) / 80 kW (Max & Ultra);
Ladezeit DC (10–80 %): 26 Minuten;
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h;
Preise: 19.990 € (Pro) / 23.990 € (Max) / 26.990 € (Ultra).

„Wir müssen die Förderung so ausrichten, dass die Wertschöpfung größtenteils in Europa stattfindet“, äußerte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kürzlich in einem Interview. Er forderte nach dem Vorbild anderer EU-Länder die Einführung von sogenannten „Local-Content“-Kriterien – wie Mindestanforderungen an die lokale Batterieproduktion, den CO₂-Fußabdruck in der Lieferkette oder kurze Transportwege. Auch Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) in Bochum dringt auf eine schnelle Überarbeitung der E-Auto-Prämie. In ihrer aktuellen Form wirke die Förderung wie „Weihnachten und Ostern zugleich für ausländische Hersteller“, warnte Dudenhöffer jüngst. Ohne eine gezielte Steuerung drohe die heimische Industrie im unteren Marktsegment vollends den Anschluss zu verlieren.

Die europäischen Autobauer stehen unter Zugzwang

Ungeachtet dieser Debatten: Für die Verbraucher ist das Angebot von Geely allerdings ein echter Segen: Ein vollwertiges Elektroauto für unter 20.000 Euro nimmt vielen Menschen die finanzielle Hürde beim Umstieg. Gleichzeitig zeigt das Modell aber auch schmerzhaft Lücken auf, die deutsche und europäische Hersteller im Budget-Segment hinterlassen haben. Selbst wenn die Politik dem Ruf nach europäischen Wertschöpfungs-Klauseln bei der Förderung nachgibt, bleibt die Botschaft eindeutig: Der Wettbewerbsdruck aus China ist in der Einstiegsklasse angekommen – und zwingt die europäische Autoindustrie zu schnelleren Antworten.

Konkurrenzlos günstig 
Der neue Geely E2 ist mit einer Länge von 4,13 Metern und einer Reichweite von 345 Kilometern in der - vor E-Prämie - 23.990 Euro teuren Version Max ein attraktives Angebot für Familien mit kleinem Budget. Er bietet deutlich mehr Platz als ein Renault Twingo.
Konkurrenzlos günstig
Der neue Geely E2 ist mit einer Länge von 4,13 Metern und einer Reichweite von 345 Kilometern in der – vor E-Prämie – 23.990 Euro teuren Version Max ein attraktives Angebot für Familien mit kleinem Budget. Er bietet deutlich mehr Platz als ein Renault Twingo.

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