Insgesamt wurden 2025 laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes 545.142 reine E-Autos (BEV) zugelassen – eine Steigerung von 43,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag 2025 etwa auf dem Niveau von 2023. Damals wurden 524.219 Elektroautos zugelassen. Ende Dezember 2023 beendete der damalige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die staatliche Umweltprämie für Elektroautos praktisch von einem Tag auf den anderen. Die Folge war ein massiver Nachfrageeinbruch.
Um das politische Ziel von 15 Millionen Elektroautos im Bestand bis zum Jahr 2030 zu erreichen, reicht das bisherige Tempo aber bei Weitem nicht aus. Rechnerisch müssten dafür jedes Jahr 1,7 Millionen Neuzulassungen von Stromern hinzukommen, jedoch lag das Zulassungsvolumen 2025 insgesamt nur bei etwa 2,9 Millionen Fahrzeugen. Der Anteil der E-Auto-Neuzulassungen müsste also von derzeit 19,1 Prozent am Gesamtabsatz auf rund 70 Prozent ansteigen.
Neue Förderung in 2026 geplant
Immerhin: Der Koalitionsausschuss hat am 8. Oktober ein neues Programm zur Förderung von Elektroautos angekündigt. Die Koalitionsspitzen einigten sich schließlich am 28. November auf eine neue Ausgestaltung der staatlichen Förderung für Elektromobilität. Insgesamt 3 Milliarden Euro werden künftig beim Kauf und Leasing von reinen E-Autos und Plug-in-Hybriden aus den Mitteln des Klima- und Transformationsfonds zur Verfügung gestellt.
Vorgesehen sind auch „Local-Content-Kriterien“ und „EU-Präferenzregelungen“. Bevorzugt werden sollen also Fahrzeuge europäischer Hersteller. Im BEV-Segment war der Anteil der Neuzulassungen von internationalen Marken mit 59,3 Prozent außerordentlich hoch. Bei den Gesamtzulassungen lag der internationale Anteil bei 42,4 Prozent. Die Förderung startet 2026, die vergleichsweise guten Zahlen aus dem Jahr 2025 wurden also komplett ohne Förderung erzielt.
EY: E-Autos kosten Staat Milliardeneinnahmen
Die Beratungsgesellschaft EY prognostiziert in einer aktuellen Studie einen E-Auto-Hochlauf von rund 9,4 Millionen Neuzulassungen bis 2030. Das wäre weit von den anvisierten 15 Millionen Neuzulassungen entfernt. Laut EY würde die steigende Anzahl von Elektroautos dem deutschen Staat dennoch Steuerausfälle in Höhe von 39,1 Milliarden Euro bescheren. Die größten Einnahmeausfälle ergäben sich demnach bei den Energiesteuern. Kumuliert ergäben sich für den Zeitraum 2025 bis 2030 Mindereinnahmen in Höhe von insgesamt 29,8 Milliarden Euro. Dem stünden kumulierte Einnahmen aus dem Betrieb von Elektroautos über die Stromsteuer in Höhe von 8,3 Milliarden Euro bis 2030 gegenüber. Auch die Steuervorteile für Elektrodienstwagen sorgen für ein Minus von 10,8 Milliarden Euro in der Staatskasse, heißt es in der Studie.
Quelle: Energate
