Technisch ist der neue DS N°7 eng mit dem Opel Grandland, dem Peugeot e-5008 sowie dem Jeep Compass verwandt. Doch in Sachen Auftritt fährt der Franzose in einer ganz anderen Liga. Der 4,66 Meter lange SUV wird je nach Antriebskonzept über die Vorderachse oder alle vier Ränder angetrieben. Motoren und Batteriepaket der vollelektrischen Varianten kennt man bestens von anderen Modellen aus dem Stellantis-Unternehmen. Bei der Basisversion des DS N°7 E-Tense FWD wird ein 169 kW oder 230 PS starker Elektromotor an der Vorderachse von einer 74 kWh großen Batterie mit Strom gespeist. Reichweiten von über 540 Kilometern sollen damit darstellbar sein. Die 180 kW (245 PS) starke Long-Range-Version schafft dank eines 97,2-kWh-Akkus sogar 740 Kilometer ohne Ladepause.

Topmodell ist allerdings eine 257 kW (350 PS) starke Allradversion des DS N°7 E-Tense, die mit dem großen Batteriepaket auf einen Aktionsradius von 680 Kilometern kommt. Das ist eine ordentliche Fahrleistung. Zumal nach Druck auf die Boost-Taste die Systemleistung kurzzeitig auf 276 kW steigt. Der Sprint auf Tempo 100 soll so in 5,4 Sekunden erledigt sein. Auch die Höchstgeschwindigkeit kann sich sehen lassen: Erst bei 190 km/h wird der Vorwärtsdrang auf der Autobahn gestoppt.

Prägnante Erscheinung
Die illuminierte Frontmaske und die schmalen LED-Tagfahrleuchten des DS N°7 sind markentypisch und dürften für hohe Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sorgen, wo immer der Elektro-SUV auftaucht. Fotos: DS Automobile.  
Prägnante Erscheinung
Die illuminierte Frontmaske und die schmalen LED-Tagfahrleuchten des DS N°7 sind markentypisch und dürften für hohe Aufmerksamkeit im Straßenverkehr sorgen, wo immer der Elektro-SUV auftaucht. Fotos: DS Automobile.  

Die Ladeleistung lässt hingegen zu wünschen übrig. Denn die mit NMC-Zellen bestückten Akkus können lediglich mit 160 kW am Schnelllader Strom ziehen – mehr gibt die 400-Volt-Plattform STLA-Medium des Stellantis-Konzerns aktuell nicht her. „Wichtiger als die maximale Ladeleistung“, betont der Hersteller, „ist jedoch die Ladekurve, an der die Ingenieure des N°7 mit großer Akribie gearbeitet haben. Ergebnis dieser Arbeit ist eine sehr flach abfallende Ladekurve, die zwischen 20 und 55 Prozent Ladezustand annähernd konstant bei 160 kW bleibt. So lässt sich innerhalb von zehn Minuten eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern zurückgewinnen.“

Nackenwärmer und Massagesitze

Ergänzt wird das Elektroangebot für eine Weile noch von einer Version mit Hybridantrieb – die wir hier nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Ein 107 kW oder 145 PS starker Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Liter Hubraum ist hier mit einem Elektromotor gekoppelt, was für niedrige Spritverbräuche und eine große Reichweite sorgen soll. Mit seinem 55-Liter-Tank und einem Normverbrauch von 5,3 Litern Superkraftstoff schafft der Fronttrieber aus der italienischen Konzernfertigung in Melfi eine Reichweite von über 1.000 Kilometern.

Cockpit der glamourösen Art 
Ins Auge sticht im Innenraum das inzwischen DS-typische Vierspeichen-Lenkrad - und das reichhaltige Dekor rund um die Instrumente.
Cockpit der glamourösen Art
Ins Auge sticht im Innenraum das inzwischen DS-typische Vierspeichen-Lenkrad – und das reichhaltige Dekor rund um die Instrumente.

Mehr als die Wettbewerber aus dem Konzern legen die Franzosen beim DS N°7 Wert auf maximalen Reisekomfort. Dazu gehören lärmdämmende Akustikverglasung, ein adaptives Fahrwerk („DS Active Scan Suspension“), klimatisierte Massagesitze und ein spezielles Focus-Soundsystem. Verfügbar sind zudem ein Head-Up-Display, ein Nachtsichtgerät sowie ein digitaler Rückspiegel. Sowie als besonderes Highlight ein „Nackenwärmer“, der an kalten Tagen sanfte Warmluft um den Nacken strömen lässt.

Preise ab 50.000 Euro

„Nach der Einführung des DS N°8, unserem ausschließlich elektrisch angetriebenen Topmodell, und der kompakten Limousine DS N°4, die mit unterschiedlichen Antriebstechnologien angeboten wird, setzt der DS N°7 die Produktoffensive von DS Automobiles weiter fort“, sagte Xavier Peugeot, der CEO von DS Automobiles, bei der Vorstellung des neuen Fahrzeugs. „Als erste Modellneuauflage unserer jungen Premiummarke verkörpert der DS N°7 eine neue Stufe der Reife: Mit der Verbindung aus Raffinesse, Komfort und Technologie stellt er einen wichtigen strategischen Meilenstein für die Marke dar.“

Bestellt werden kann die Nummer Sieben ab Mai, die ersten Fahrzeuge sollen im Herbst an Kunden ausgeliefert werden. Konkrete Verkaufspreise nennt DS noch nicht, nur Anhaltspunkte: Der Hybrid soll bei 48.000 Euro starten, das Basismodell mit Elektromotor nur rund 2000 Euro teurer sein.

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