Viel mag Renault über seinen neuen Stromer noch nicht verraten – außer seinen Namen: Scénic soll er heißen – so wie der überaus erfolgreiche Kompaktvan, von dem seit der Modelleinführung 1996 in vier Generationen immerhin mehr als 2,8 Millionen Einheiten in Europa verkauft wurden. Im vergangenen Herbst wurde die Produktion im Renault-Werk Douai eingestellt – gegen die hippen SUV hatte die praktische Familienkutsche keine Chance mehr.
Nun kehrt der Renault Scénic zurück – im neuen Kleid als Crossover aus Van und SUV. Und mit einem Elektroantrieb. Vielleicht sogar mit einer kleinen Brennstoffzelle als Reichweitenverlängerer. Dergleichen hatte Designdirektor Gilles Vidal bei der Präsentation des Konzeptautos Scénic Vision im Mai vergangenen Jahres angedeutet.
Der Scenic E-Tech Electric, von dem jetzt die ersten Bilder im Tarnkleid veröffentlicht wurden, ist gewissermaßen der große Bruder des ebenfalls vollelektrischen Megané E-Tech Electric, der im Frühjahr 2022 auf den Markt kam – als fünftüriger Kompakt-Stromer für die Stadt und mittlere Reichweiten, in etwa dem gleichen Format wie der VW ID.3 oder der neue Opel Astra Electric.

Familien-Vans sind out. Nach dem Espace macht Renault nun auch den Scénic zu einem SUV. Mit Elektroantrieb, versteht sich.
Der Scénic E-Tech Electric, der im kommenden Frühjahr auf den Markt rollt, will gewissermaßen höher hinaus, sowohl was die Bauform, aber auch die Leistungsdaten anbetrifft, und damit ein vollwertiger Ersatz des Familienvans im Grand-Format sein. Die „Vision“-Studie hatte eine Länge von 4,49 Metern (Megané E-Tech: 4,20 Meter) und war fast zehn Zentimeter höher als der kleine Bruder. Die Serienversion dürfte nicht weit davon entfernt sein und sich in den Dimensionen eher am Schwestermodell von Nissan, dem Ariya, orientieren. Wahrscheinlich auch bei den Leistungsdaten des Antriebs. Der SUV aus Japan wird mit einer Akkukapazität von 63 und 87 kWh angeboten sowie Antriebsleistungen von 160 und 290 kW, auf Wunsch auch mit Allradantrieb.
Auf der IAA Mobility in München (5. bis 10. September) wird man mehr erfahren – dort feiert der Elektro-Scénic bald seine Weltpremiere und wird erstmals ungetarnt zu sehen sein.