Auf K folgt im Alphabet bekanntlich das L. Und bei Opel sieht man keinen Grund, davon abzurücken: Der neue Astra, der im Herbst – wohl unmittelbar nach der IAA in München – als Nachfolger des seit 2015 angebotenen Astra K auf den Markt kommt, trägt in der hausinternen Nomenklatur das L. Was auch sonst? Trotzdem wird der Modellwechsel ein deutlicher Bruch sein – stilistisch wie technologisch. Darauf deuten die Detailansichten, die Opel jetzt als Appetizer veröffentlichte – und die Informationen, die in den vergangenen Wochen aus dem Unternehmen nach außen drangen.

Fest steht: Der neue Opel Astra wird als erstes Fahrzeug in der mittlerweile 30-jährigen Modellhistorie (der erste wurde in der hausinternen Nomenklatur mit Rücksicht auf den Vorgänger namens Kadett übrigens als F geführt) elektrisiert. Ob mehr oder minder, steht noch nicht so ganz fest. Bestätigt ist von Opel-Chef Michael Lohscheller vorerst nur ein Plug-in-Hybrid. Aber hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein Vollstromer nachgereichet werden könnte.

Opel Astra mit neuem Front-„Vizor“
Der Kompaktwagen baut auf der EMP2-Plattform der Stellantis-Gruppe auf, die für Antriebe aller Art vorbereitet ist. Ob es das „Herz der Marke Opel“ auch mit einem vollelektrischen Schrittmacher gibt, steht noch nicht fest – nur ein Plug-in ist bestätigt. Computerdesign: Reichel

Die Efficient Modular-Plattform 2 (EMP2) des Stellantis-Konzerns gäbe es jedenfalls her – sie ist für verschiedene Antriebskonzepte vorbereitet. Aktuell nutzt sie unter anderem bereits der Opel Grandland X und der Peugeot 3008 – beide gibt es auch als Teilzeitstromer. Aber auch ein Vollstromer nutzt bereits die Plattform: Der Elektro-Transporter Opel Zafira-e. Zwischen den Achsen sitzen hier Akkus mit Speicherkapazitäten von 50 und 75 Kilowattstunden. Ein Astra-e könnte damit locker auf Reichweiten von bis zu 500 Kilometer kommen – wenn sich die Unternehmensleitung dazu entschließen sollte. Etwa, um dem ID.3 von Volkswagen Paroli bieten zu können. Lassen wir uns überraschen.

Über die Technik lässt sich Opel zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin noch nicht aus. Dafür viel lieber und ausführlicher über das Design des neuen Astra. Über den neuen Blickfang der Marke, den „Vizor“ genannten Frontgrill, den wir schon vom Mokka kennen und der für den Astra nochmals verfeinert wurde. Unter anderem dank ultraschlanker LED-Scheinwerfer, die sich adaptiv dem Verkehr und den Fahrbahnverhältnissen anpassen. Und Fortschritte gibt es auch aus dem Innenraum zu vermelden. Das digitale „Pure Panel“ genannte Cockpit nimmt die Linien des Vizors auf und ist nun vollverglast. Zudem wurden die flachen Bedientasten „neu modelliert und auf ein Minimum reduziert“. Auch ein neues Lenkrad gibt es. Wow. Wir sind gespannt – demnächst mehr dazu in diesem Theater.

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