Die Bundesregierung ist bei einer möglichen Förderung sogenannter E-Fuels noch nicht über die Prüfphase hinausgekommen. Damit scheint auch ein baldiger Markthochlauf von Power-to-X (PTX) noch Zukunftsmusik zu sein. Derzeit prüfe sie verschiedene Instrumente, so zum Beispiel Quoten für den Einsatz von PTX-Produkten, die direkte Förderung ihrer Produktion sowie die „entsprechende Regulierung auf europäischer Ebene“, heißt es in einer aktuellen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag.

Shell-Tankstelle Wer an einer der Stationen des Energie-Riesen Benzin oder Diesel tankt, kann ab April seinen Ausstoß an Treibhaus-Gasen gegen Aufpreis durch Aufforstungen ausgleichen lassen. Und zu den Themen Laden, Wasserstoff und alternative Kraftstoffe hat der neue Deutschland-Chef auch seine Pläne vorgestellt. Klima

Darin hoben die Liberalen hervor, dass mittels Grünstrom erzeugter Kraftstoff auf der Basis von Wasser und CO2 den Vorteil aufweise, diesen in der bestehenden Infrastruktur nutzen zu können und zwar weltweit.

Der Bundesregierung zufolge werden E-Fuels bei der globalen Energiewende eine „zunehmend wichtigere“ Rolle spielen, so die wage Aussage. Sie unterstütze daher die Aktivitäten verschiedener Ressorts. Vor allem das Bundesumweltministerium ist bei PTX engagiert (energate berichtete).

Marokko möglicher PTX-Standort

Weiter heißt es in der Antwort, das Bundesentwicklungsministerium habe das Ziel, mit Unternehmen eine Referenzanlage zur CO2-neutralen Wasserstoffproduktion aufzubauen. Zudem würden erste Markt- und Machbarkeitsstudien durchgeführt. Mit Partnern in Marokko, das als möglicher Standort gehandelt werde, gebe es zudem konkrete Gespräche.

Die Branche drängt seit Langem auf eine staatliche Unterstützung. Im Interview mit energate Ende 2019 forderte Nils Aldag, Chief Commercial Officer bei dem Dresdener Wasserstoffspezialisten Sunfire, vor allem einen passenden regulatorischen Rahmen zu schaffen. „Das heißt zum Beispiel, klar zu definieren, wie ein Elektrolyseur Ökostrom aus dem Netz nutzen kann“, so Aldag.

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