An jeder Ecke ein neuer Gag
Auch der Innenraum des coupehaften Formentor dreht in Richtung knisternder Spannung. Jedes Eck ein Gag. Wenn wir es nicht besser wüssten, dann würden wir schwören, dass dieses Auto rein gar nichts mit dem VW-Konzern (genau, der MQB-Evo-Technikbaukasten) zu tun hätte. Beim Öffnen der Tür wird das Cupra-Logo auf den Boden projiziert, das unten abgeflachte (beheizbare) Lenkrad mit seiner super griffigen Form, dem rechts eingearbeiteten schicken Start-Knopf (links der runde Cupra-Logo-Drücker für die Fahrmodi) und der perforierten Ummantelung ist eines der besonderen Sorte. Und das digitale Cockpit wirkt auch ganz reizvoll. Dazu passen die neue verfeinerte Mittelkonsole, die orangefarbenen Ziernähte und die kupferfarbenen Akzente, die uns hier überall im Innenraum anspringen, zum Beispiel an den Lüftungsdüsen.

Auch das Cockpit des Formentor bietet viele Reize. Unter anderem die verfeinerte Mittelkonsole, die orangefarbenen Ziernähte und vor allem die kupferfarbenen Elemente, die uns überall anspringen, nicht nur an den Lüftungsdüsen.
Ganz hinten im Laderaum offeriert sich trotz der abfallenden, coupeartigen Dachlinie noch ein halbwegs ordentliches Ladevolumen von 345 Litern, das sich mit dem Umlegen der im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel (mit Durchlade und ausklappbarer Mittelarmlehne) geteilten Rücklehnen auf bis zu 1425 Liter erweitern lässt. Reicht geradeso für eine familiäre Urlaubstour, auf der wir beim Einladen nicht über jeden mitreisenden Krimskrams diskutieren wollen. Denn der hinten platzierte Akku, zu dem wir gleich kommen, braucht, typisch Plug-in-Hybrid, einigen Platz im Laderaum. Da fehlen rund 100 Liter beim Standardvolumen im Vergleich zu den Verbrennermodellen.
Akkukapazität mehr als verdoppelt
Viel Lob aber für diese Sitze, wahlweise als Sportgestühl oder hier in der etwas kneifenden einteiligen Schalenvariante erhältlich, die uns mit veganen Mikrofasern oder ungewöhnlichen Mustern überraschen. Sehr bequem und rückenfreundlich, das haben die Spanier ja schon immer hinbekommen. In der zweiten Sitzreihe passt es selbst für unsereins (1,94 Meter Körpergröße) noch sehr ordentlich, wenn es nicht unbedingt auf die Langstrecke gehen muss. Nur bei geordertem Glasschiebe-Panoramadach (mindestens 1135 Euro, inklusive elektrischer Jalousie) wird es hinten mit der Kopffreiheit etwas knapper. Gut: Auch in der zweiten Sitzreihe gibt es zwei USB C-Ladeanschlüsse. Und klar, in der Mitte stört hier im Fond die dicke Tunnelwölbung, ist eben keine Elektroauto-Basis.

345 Liter fasst der Kofferraum des Formentor e-Hybrid bei voller Bestuhlung. durch Umlegen der Rücksitzbank wächst das Angebot bis auf 1425 Liter. Das sind aber immer noch 100 Liter weniger als in der rein benzingetriebenen Variante.
Zweites Lob: Der klassische Lithium-Ionen-Akku ist nicht größer als bisher, aber seine Kapazität hat sich dank neuer Chemie und besserem Packaging von 12,8 auf 25,8 kWh (netto 19,7 kWh) verdoppelt. Und bei Cupra versprechen sie uns ernsthaft die erwähnte Reichweite von 100 Kilometern. Nicht nur das: Der Stromspeicher kann unterwegs nun mit 50 kW an der Gleichstrom-Schnellladesäule gefüllt werden. Das soll in 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent laufen, passt also auch für die gängige Picknickpause auf der Langstrecke. Und zu Hause flutscht es jetzt zügiger an einer 11-kW-Wallbox, was dann ungefähr zweieinhalb Stunden dauern soll. Zur Erinnerung: Beim Vorgänger lief das noch im Schneckentempo mit 3,6 kW. Schön, vom Schnellladen sind wir bei EDISON natürlich immer begeistert.
Wie fährt sich der neue Formentor? Das erfahren Sie in Teil 3.