Akku ist für 90 Kilometer gut
Das alles hätten wir bei Cupra nicht anders erwartet, auch wenn sein Fahrwerk für unseren persönlichen Geschmack vielleicht einen Tick zu straff abgestimmt ist. Wirklich lustig und sportlich, aber wer kann schon ständig Spaß vertragen? Klar, das lässt sich über die gegen Aufpreis (im Pure Performance Paket für 1270 Euro) erhältliche adaptive Fahrwerksregelung durchaus ausgleichen.
So, allerdings und grundsätzlich: Mit fast leerer Batterie bleibt von der ganzen wunderbaren Cupra-Power spürbar weniger übrig. Dann ist der Teilzeitstromer mit seinen mindestens 1742 Kilo Leergewicht nicht mehr ganz so flott unterwegs. Wobei wir der Power mit einem kleinen Ruck am knubbligen Schalthebel Richtung S-Position nachhelfen können. Zack, schon gibt es mehr Drehmoment und auch die Rekuperation arbeitet verstärkt.

Bis zu drei Personen finden auf der Rücksitzbank Platz. Bequem ist es dort allerdings nur auf den Außenpositionen. Der Mittelplatz ist wegen der harten Sitzfläche ideal eigentlich nur für den Kindersitz, der hier per Isofix montiert werden kann.
Rein elektrisch sind wir übrigens gut 90 Kilometer weit gekommen. Was wir in etwa erwartet haben, zumal wir doch auf den knapp 100 Testkilometern bei kuschligen 25 Grad Celsius mit einem ziemlich zurückhaltenden Stromfuß unterwegs waren. Um nicht völlig den Verbrauch zu verderben. Rein technisch übrigens entspricht die Technik dieses Plug-in-Hybriden der des von uns bereits gefahrenen Tiguan Plug-in-Hybrids von VW. Ergo: ähnliche Reichweiten-Werte.
Preise ab 52.590 Euro aufwärts
Gut, für die tägliche, voll elektrische Pendelei in die City reicht das jederzeit aus, und genau dafür, Achtung Fazit in Sicht, bietet sich dieser spanische Flitzer definitiv an. Aber auch gern für die Urlaubstour, weil er ja unterwegs mal schnell Strom für etliche elektrische Kilometer nachladen kann. Und richtig erfreulich ist natürlich auch die fünfjährige Herstellergarantie (bis 150.000 Kilometer) für diesen Cupra. Denn bei der Ex-Mutter Seat und auch sonst im VW-Konzern gibt es bekanntlich nur zwei Jahre (ohne Kilometerbegrenzung).

Wer prinzipiell keine SUVs mag, findet das komplette eHybrid-Programm von Cupra auch im Leon Sportstourer. Das klassische Kombi gibt es bereits zu Preisen ab 50.005 Euro – und sieht mindestens genauso schnittig aus.
Was der Spaß denn bitte kostet? Den Formentor als Teilzeitstromer mit 200-kW-Power und der generell dazugehörigen sportlichen VZ-Ausstattung (die erwähnten Sportschalensitze, 19-Zoll-Räder, Rückfahrkamera und so weiter) gibt es ab 52.590 Euro oder im bei Cupra schwer angesagten monatlichen Leasing (über 70 Prozent aller Verkäufe). Siehe Konfiguration auf Cupras Website. Dazu addieren sich noch die Euros für diverse begehrenswerte Extras. Womit auch endgültig klargestellt wäre, dass dieser Spanier kein Sonderangebot, sondern was sehr Spezielles sein will.
Fehlt nur noch der Nachsatz für alle diejenigen, die mit einem SUV philosophisch über Kreuz liegen. Also: Das komplette neue Plug-in-Hybridprogramm gibt es zum etwas günstigeren Einstiegspreis auch im Cupra Leon (ab 47.730 Euro) und seiner ansehnlichen Kombiversion Sportstourer (ab 50.005 Euro). Die Sie sich ebenfalls im Website-Konfigurator der spanischen Aufsteiger-Marke mal gern in aller Ruhe anschauen können.