Über 200 Schnelllade-Stationen mit mehr als 860 Lademöglichkeiten hat Ionity seit der Gründung 2017 entlang der Fernstraßen durch Europa inzwischen aufgebaut. Der Aufbau des europäischen „High-Power-Charging Networks“ für den Langstreckenverkehr hat das Joint Venture, hinter dem BMW, Daimler und der Volkswagen-Konzern stehen und an dem sich auch Ford und Hyundai beteiligt haben, bislang Milliardensummen gekostet. Ausgezahlt hat sich das noch nicht. Mit einem neuen Preismodell, das zum 31. Januar in Kraft tritt, will Ionity-Chef Michael Hajesch das Geschäftsmodell optimieren – und Mittel für die nächste Ausbaustufe schöpfen. Im Gespräch mit EDISON erläutert er die Hintergründe.

Herr Hajesch, aktuell zahlt man an den Schnellladestationen von Ionity überall in Europa einen Preis von acht Euro – egal, wie viel Strom man in sein Elektroauto lädt. Sie wollen das jetzt zum Monatsende ändern?

Zum 31. Januar werden wir auf ein faires und transparentes Preismodell europaweit in unserem High Power Charging-Netzwerk umstellen. Angeschlossene Mobility Service Provider bieten attraktive Angebote für ihre Kunden an und der Direktkunde ohne Vertrag zahlt nicht mehr pauschal,  sondern ganz einfach 79 Eurocent pro Kilowattstunde Strom.

Ging es denn bei Ionity bislang nicht fair und transparent zu?

Doch, natürlich. Wir haben uns in der ersten Phase des Netzaufbaus für eine Session Fee von acht Euro als sogenannte „Willkommensphase“ entschieden. Wir sind zwar auch heute noch nicht am Ziel. Aber mit 203 Stationen live und 53 im Bau – und das in 20 Ländern – ist es aus unserer Sicht Zeit, auch beim Pricing den nächsten Schritt zu gehen.

Der Schritt kommt die Fahrer von Elektroautos teuer zu stehen: Wer einen Porsche Taycan besitzt mit einem 90-Kilowatt-Akku, zahlt bei Ionity künftig für eine Ladung 73 Euro. Bei einem BMW i3 kostet es zwar nur gut 33 Euro. Aber das ist dann immer noch viermal so viel wie früher. Befürchten Sie nicht, dass Ihnen die Kunden weglaufen werden?

Audi E-Tron an Ionity-Ladesäule Das neue Preismodell von Ionity macht Fernfahrten mit dem Stromer deutlich teurer. Das Interesse am Elektroauto insgesamt könnte darüber erkalten, befürchten Experten. E-Mobilität

Nein, diese Befürchtung habe ich nicht. Es ist es wichtig zu erwähnen, dass die angeschlossenen Mobility Service Provider – und dazu gehören in Ihrem Fall auch der Porsche Ladeservice und BMW ChargeNow – attraktive Endkundenangebote anbieten. Direktkunden ohne Vertrag partizipieren von dem IONITY Leistungsversprechen wie eine hohe Verfügbarkeit, europaweites HPC Ladenetzwerk, Top Standorte direkt an der Autobahn sowie verantwortungsbewusstem Betrieb der Ladestationen mit Grünstrom.

Obendrein bieten Sie ihnen eine kurze Ladezeit…

…und Versorgungssicherheit. Wir bieten nicht nur Ladepunkte, an denen Strom schnell geladen werden kann. Wir bieten Stromtankstellen, an denen vier bis sechs Elektroautos gleichzeitig laden können. Mit voller Power bis zu 350 kW, ohne Power-Sharing. Wir liefern 100 Prozent Grünstrom an allen Stationen und eine Hotline, die rund um die Uhr in sieben Sprachen kontaktiert werden kann.

Der neue Porsche Taycan an der Ladesäule
Einmal komplett laden für 73 Euro
Der Akku des neuen Porsche Taycan Turbo S fasst über 90 Kilowattstunden. Früher zahlte der Besitzer dafür nur ganze acht Euro an der Ionity-Säule.
© Porsche

Alles schön und gut. Aber Grünstrom und Ladeleistungen von bis zu 350 Kilowatt offerieren auch anderen Anbieter. Wo liegen Sie aber mit dem neuen Preis im internationalen Vergleich?

Wir liegen aktuell leicht über dem europäischen Gesamtmarkt und bezogen auf den Anwendungsfall Schnellladen an der Autobahn. Wenn man das in Bezug setzt zum Leistungsangebot von IONITY, bieten wir da ein transparentes und gutes Preis-Leistung-Verhältnis.

Trotzdem: Es bleibt ein stolzer Preis, der viele auch vom Kauf eines Elektroauto abschrecken könnte – der Vorteil der Verbrauchskosten gegenüber einem Diesel oder Benziner fällt damit weitgehend weg. Wie heftig war die Diskussion über das neue Preismodell im Kreis der Ionity-Eigner, mit Volkswagen, BMW und Daimler?

Die Diskussion war überhaupt nicht heftig oder schwierig. Der Preis wird auch Kunden nicht vom Kauf abschrecken, ganz im Gegenteil. Das gesamthafte Leistungsversprechen des europäischen IONITY HPC Netzwerks gibt schon heute eine Antwort auf wesentliche Kritikpunkte der Vergangenheit bezüglich Verfügbarkeit, Ladeleistung, Grünstromangebot und Reichweitenangst. Daher sind wir davon überzeugt, dass wir einen wesentlichen Beitrag für die Marktakzeptanz der Elektromobilität liefern.

Sind Sie sich da sicher?

Ja. Die Kaufentscheidung wird nicht nur vom IONITY Preispunkt auf der Langstrecke abhängen, der nur fünf bis zehn Prozent des jährlichen Ladebedarfs ausmacht. Man muss auch die anderen Anwendungsfälle Heim-/Arbeitsplatz und öffentliches Laden mit berücksichtigen, wonach sich schon heute Vorteile gegenüber Diesel und Benzin ergeben können.

Warum ändern Sie das Preismodell eigentlich gerade jetzt? Weil mehr Elektroautos auf die Straße kommen, das Geschäft sich zu lohnen beginnt?

Porsche Taycon auf Schnee Nach dem Spitzenmodell haben die Zuffenhausener jetzt den etwas zivileren Taycan 4S vorgestellt. Und ihn für einen Härtetest bei winterlichen Temperaturen herausgerückt. Damit die Reichweite bei Frost nicht völlig einbricht, haben sich die Ingenieure einiges einfallen lassen. Elektroauto

Es gilt zum einen regulatorische Anforderungen, zum Beispiel die Preisangabenverordnung in Deutschland, zu erfüllen und im gleichen Atemzug eine marktakzeptable Preisgestaltung vor Endkunde zu realisieren. Mit einem europaweit einheitlichen, verbrauchsbasierten Tarif liefern wir für beide Aspekte eine klare Antwort.  

Eine kilowattstundengenaue Abrechnung war bei Schnellladesäulen lange nicht möglich, weil es keine Gleichstrom-Zähler gab, die den Anforderungen des Eichrechts genügen. Hat sich das jetzt geändert?

Diese Eichrechts-Konformität wird uns auch noch eine Weile beschäftigen. Wir sind in enger Abstimmung mit den Behörden und den zertifizierenden Stellen, um die Anforderungen mit unseren Lieferanten umzusetzen. Nicht nur IONITY, sondern alle Betreiber von DC-Ladeinfrastruktur haben aktuell diese Herausforderung.

Jetzt sagen sie nur, sie rechnen ab 31. Januar noch nicht in einer Weise ab, die dem Eichrecht entspricht?

Wir führen in Abstimmung mit den Behörden eine verbrauchsbasierte Abrechnung ein, welche die gültigen regulatorischen Anforderungen erfüllt, insbesondere die Preisangabenverordnung. Damit bezahlt der Kunde auch nur die Kilowattstunden, die er lädt.

Die Eichrechtskonformität scheint ohnehin ein deutsches Problem zu sein: Die Kollegen von Fastned konnten mit dem Begriff erst gar nichts anfangen – in den Niederlanden funktioniert der Verkauf von Gleichstrom auch ohne geeichte Zähler.

Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in anderen europäischen Ländern.

Schnellladestation De Watering von Fastned in den Niederlanden.
Ladestation von Fastned in den Niederlanden
Eichrechtskonforme Stromzähler? Bei den Nachbarn funktionierte es bislang auch ohne die.
Foto: Fastned

Aber sie kommt nun überall in der EU zur Anwendung?

Wenn die technologischen Möglichkeiten vorhanden und von den Behörden freigegeben sind, dann planen wir auch diese einzusetzen.

Was denken Sie: Wie lange wird das neue Tarifmodell Bestand haben?

Zehn Jahre sicher nicht. Denn die Netzentgelte und Einkaufspreise für Strom werden sich sicher noch verändern, auch steuerliche Aspekte. Wir haben jetzt erst einmal einen Startpunkt gefunden von dem wir glauben, dass er eine breite Marktakzeptanz findet. Wie jedes andere Unternehmen werden wir auf eine sich verändernde Marktlage reagieren, falls notwendig.

Glücklich können mit dem neuen Ladestrom-Tarif eigentlich nur die Eigentümer sein. Denn Gewinne dürfte Ionity noch nicht erzielt haben. Oder täusche ich mich da?

Ein Ingenieur aus Österreich will Elektromobile mit seinem HyperHybrid-Konzept für Jedermann erschwinglich machen. Elektroauto

Es ist richtig, dass wir aktuell noch keine Gewinne erzielen. In Anbetracht der langfristig angelegten und signifikanten Investitionen in unser rasch wachsendes europäisches HPC-Netzwerk werden wir dies auch mit dem neuen Preismodell nicht unmittelbar realisieren können. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass das IONITY HPC Ladenetz bereits heute in seiner aktuellen Ausprägung ein herausragendes Endkundenangebot darstellt. Wir bieten für alle Kunden mit Elektrofahrzeugen ein umfassendes Lösungsangebot für die individuelle elektrische Langstreckenmobilität.

Das heißt: Im Augenblick rechnet sich das alles für Ionity aber nicht?

Heute noch nicht.

Konkrete Zahlen wären mir lieber gewesen. Sagen Sie uns dafür, wie viele Elektroautos im abgelaufenen Jahr an Ihren Stationen geladen wurden?

Im Jahr 2019 haben wir bereits mehr als 200.000 Ladevorgänge in unserem europäischen HPC Netzwerk verzeichnet.

Vielen Dank für das Gespräch!

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30 Kommentare

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    Hinter der Preisänderung steckt der Gedanke, die Fahrer mit TESLAS zurück an die (langsameren) Supercharger zu scheuchen.

    Die eigenen Kunden sollten privilegiert werden.

    Ich fürchte, die Roaming-Partner (wie MAINGAU usw) werden bald erleben, dass sie an den IONITY-Säulen auch keinen billigen (und schnellen) Strom mehr bekommen können.

    Was dieses Geschäftsmodell für die Verbreitung der E-Mobilität bedeutet, liegt auf der Hand. Nämlich gar nichts.

    Auf Dauer ist es für IONITY und die dahinter stehenden Unternehmen schädlich. Denn es bindet TESLA-Fahrer an die Supercharger und damit an TESLA. Aber vielleicht haben die Unternehmen das ins Kalkül gezogen? Vielleicht ist denen klar, dass sie mit ihren eher kläglichen Versuchen, leistungsfähige und wettbewerbsfähige E-Mobile (wie E-Tron, EQC, E-Pace, Taycan) zu konstruieren, keinen TESLA-Fahrer beeindrucken können.

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    Ich bin nicht gerade etwas geschockt. Die e Mobilität ist noch nicht einmal gestartet und wird sofort wieder abgewürgt. Diesen Vorstand sollte man schnellstens ersetzen und durch jemandem ersetzen der mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle vertraut ist.
    Ich bin entsetzt!

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    Nicht vergessen, dass es hier nur um die Preise für das Laden ohne Vertrag geht. Wer eine Roaming-Karte wie EnBW, Maingau, ChargeNow usw. hat, für den ändert sich der Preis nicht!

    Da es sehr umständlich ist, denke ich, dass die wenigsten ohne Roaming-Vertrag laden, darum betrifft die Preiserhöhung momentan eher eine Minderheit der Nutzer.

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    unverschämt teuer! Wir steuern keine Ionitysäule mehr an.

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    Im Gegensatz zu den Verbrennern die an eine Tankstelle müssen und damit den Betreibern ausgeliefert sind, können wir e-Auto-Fahrer auch zu Hause – zu normalen Preisen bzw. mit eigener PV-Anlage noch deutlich günstiger – laden.
    Man fährt ja nicht jedes WE in den Urlaub um diesen teuren Service nutzen zu müssen.
    Im übrigen sind Lebensmittel an Autobahnraststätten/Tankstellen auch hoffnungslos überteuert und obwohl man die problemlos von zu Haus mitnehmen könnte oder abseits der Autobahnen im Supermarkt kaufen kann werden die Preise bezahlt.
    Letztendlich bezahlen wir für unsere eigene Bequemlichkeit.

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      Im Gegensatz zu Stromautos kann der Verbrenner auswählen, wo er tankt. Konkurrenz ist der Fachbegriff.

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      • Franz W. Rother

        Wie in dem Beitrag am Beispiel des Porsche kurz dargestellt: Ionity misst bei dem neuen Tarifmodell mit zweierlei Maß: Fahrzeuge der deutschen Automarken, die hinter dem Konsortium stehen, erhalten Sonderkonditionen über BMW Charge Now, Mercedes Me Charging, Audi e-tron-Charging. Fahrer des Mercedes EQC erhalten den Strom mit dem „Ionity-Paket“ im ersten Jahr für nur 29 Cent pro Kilowattstunde, bei Audi sind es 31 Cent im „Transit-Paket“, bei Porsche 33 Cent. Die neuen Preise von „Charge&Fuel“ (VW) und Charge Now (BMW) stehen noch nicht fgest, haben die Kollegen von electrive.net recherchiert.

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          Werner: Interessant, und warum bitte soll man das mit einem Stromer nicht können? Im Gegensatz zum Verbrenner habe ich die Konkurrenz sogar innerhalb einer Ladesäule, man muss sich nur vorher registrieren. Schon mal was von Roaming gehört?
          Zudem gibt es aber auch noch andere Betreiber von Schnellladesäulen an anderen Standorten. Ionity-Projekt ist nur ein Anbieter von vielen.

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    Was haben die denn da geraucht?
    Ich bin mal gespannt, wie die Roamingpartner darauf reagieren.
    Wir jedenfalls meiden ab sofort „diese“ Säulen!

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    Wer Premium Marken fährt hat auch genug Geld um einen Premium Preis für die Energie zu bezahlen.
    Immerhin bekommt man bei Ionity für den Mehrpreis auch Mehrwert. Bis zu 4 Premium Ladesäulen, immer höchste Ladeleistung, Premium Service vor Ort, da können die US Billiganbieter nicht mithalten.

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      Wer Premium Verbrenner fährt zählt doch auch keinen Cent mehr als zb ein Lada Fahrer. Warum also soll das hier anders sein. Außerdem möchten ja auch Mittelklasse Wagen Fahrer dort laden.

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        Hat er doch gesagt, die mit den Premium Autos bekommen andere Preise, die sind nicht dumm, aber es gibt ja genug andere Anbieter die sich über fiele Ladegäste freuen werden

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    Das ist der Wahnsinn. Nur in meiner letzten Verzweiflung werde ich eine Ionity-Säule ansteuern.

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      Ich denke in ein paar Jahren werden Sie überall den gleichen Strompreis, von MINDESTENS 0,79 Cent bezahlen. Das ist erst der Anfang und die anderen Anbieter ziehen mit.

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    79 Cent/KWh hat schon ein bisschen etwas mit Nepp zu tun. Natürlich stellt man Ladesäulen nicht zum Spaß auf, Verdienen gehört dazu. Aber das ist schon sehr überzogen. Der Markt wird es regeln, wenn es keine Absprachen geben wird. Diese Gefahr besteht immer.

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    Man betrachte Europa !
    Telsa verlang z.B. in Norwegen nur 17ct die kWh 🙂
    Das treibt dort die Kunden zu Tesla.
    Ich hätte 49ct oder 59ct die kWh gerade noch akzeptabel gefunden.
    Deutschland und Dänemark haben bei Tesla die höchsten Preise mit 33ct und 39ct die kWh. Dagegen sind Frankreich mit 24ct und die Niederlande mit 25ct im Mittelmaß.

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      Überlegt doch einfach mal. 30 Cent kostet der Strom schon bei dir zuhause, und da hast du keine extra Leitungen für 350 kW hinverlegen müssen und kein Abrechnungssystem und keine Servicehotline….

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        Ionity kauft aber an der Börse zu niedrigerem Preis und nicht Hausstrom. Daran lässt sich auch verdienen. Zuleitung muss nur einmal bezahlt werden, wenn es nicht schon der Netzbetreiber sponsert, denn der will ja Strom verkaufen.

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    79c/kWh???
    Sorry, das ist völlig idiotisch! Da werde ich definitiv kein Kunde bei denen!

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      Ich glaube nicht, dass ich jemals bei ionity laden werde, wegen des Preises.
      Fie Spinnen total.
      Ich hoffe, dass auch die anderen Fahrer Ionity meiden.

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      Ionity hat mit diesem Preis eine Entscheidung für mich getroffen — dort werde ich kein Kunde mehr sein!

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  12. Avatar

    Da sieht man, das IONITY und die deutschen Autohersteller keine EAutos wollen.
    Zum Glück habe ich einen Tesla. Ohne meine Model 3 würde ich auch kein E Auto fahren. Dank des Model 3 will ich nichts anderes mehr fahren.

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    Viel Spaß ionity , wer lässt sich auf so einen Preis ein , wieder ein Grund mehr einen Tesla zu kaufen….

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      Richtig. Hände weg von deutschen Lösungsangeboten. Abzocke.

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  14. Avatar

    Tesla kann deutlich weniger verlangen, weil das System als Teil der Strategie aufgebaut wurde und nur die laufenden Kosten decken muss. Jeder Tesla, der verkauft wird bezahlt auch einen Teil der Infrastruktur.

    Und die Auslastung ist natuerlich auf einem ganz anderen Niveau. Ionity hat laut Artikel 203 Standorte und hatte 2019 200000 Ladevorgaenge. Das sind pro Standort knapp 1000. Pro Tag sind das dann, man hoere und staune, DREI. Tesla hat an einem durchschnittlichen Standort mit 8 Ladeplaetzen vermutlich mehr, *pro* *Stunde*…

    Ich frage mich auch, was Ionity bisher in den Aufbau gesteckt hat, bzw. was die an Miete fuer die Standorte an den Raststaetten zahlen.

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      Diese Berechnung berücksichtigt nicht dass es 200.000 Ladevorgänge für das Gesamtjahr sind, aber 200 Ladestationen am Ende des Jahres.
      Wenn man davon ausgeht dass es am Anfang des Jahres deutlich weniger Stationen waren dann ist die Auslastung deutlich höher.

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      Klingt ein bisschen nach Pyramidenspiel, wenn immer mehr Autos verkauft werden müssen, um die laufenden Kosten für die Ladeinfrastruktur zu decken.

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  15. Avatar

    79 Cent/kWh? Jetzt zeigt sich was der Aufbau dieser Stationen wirklich kostet. Das sind doch fast alle Verbrenner günstiger. So bewegt man doch keine Kunden auf ein Elektroauto zu wechseln.
    Ich frage mich nur, warum Tesla an seinen Ladestationen deutlich weniger verlangt (ca. 33 Cent)

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      Weil, wie Elon vor ein paar Jahren sagte, die Supercharger niemals ein Profitcenter sein werden.

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      Tesla hat ein Gesamtkonzept. Hier will man mehrfach verdienen. Beim Auto und bei der Energie. Sorry, aber die deutsche Automobilindustrie macht einen Fehler nach dem Anderen.
      Nicht genug, dass sie auf dem E-Markt das Schlusslicht bekleiden, nein sie unterbinden deren Weiterentwicklung im Kern.

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