(Aktualisierung 27.1.2026) Im Sommer schlägt Skoda ein neues Kapitel auf. Zum vollelektrischen Elroq und Enyaq gesellt sich dann der Peaq – ein siebensitziger, 5,02 Meter langer Elektro-Van mit über 600 km Reichweite. Als „Vision 7S“-Studie haben wir das Fahrzeug im Sommer 2022 kennengelernt. Eine Klasse oberhalb des großen Kodiaq-Hochsitzers soll der Peaq künftig das neue Spitzenmodell der Tschechen darstellen. Leistungsdaten und Verkaufspreis halten sie bei Skoda noch geheim – den Namen haben sie jetzt immerhin verraten.
Jagd auf neue Zielgruppen
„Klar, um neue Käufergruppen zu erobern“, erklärt Thomas Kretschmer, Chef des deutschen Produktmarketings von Škoda. Grundregel des Peaq: minimalistisches Design, maximaler Platz. Wobei es dieses neue, kantige Gesicht, das sie bei Škoda cool „Tech-Deck-Face“ nennen, demnächst auch bei anderen Modellen der Marke gibt. Eckige Radausschnitte, bulliger Unterfahrschutz, markanter Grill.

Das Konzeptfahrzeug 7S kam ohne eine B-Säule aus und verfügte über sich gegenläufig öffnende Türen. Schauspielerin und Markenbotschafterin Anna Maria Mühe gefiel das gut, den Produktionern im Werk allerdings weniger. Foto: Clemens Porikys
„Genau, unsere Kunden lieben robuste Fahrzeuge“, schmunzelt Kretschmer. Dazu passt der hippe Mattlack, der wirklich zum Einsatz kommt. Die Frontradare verstecken sich hinter schwarz durchgefärbtem Plexiglas, drinnen bringt Škoda auf der Mittelkonsole die praktischen Drehregler (zusätzlich per Touch umschaltbar). Dito den großen beweglichen Touchscreen.
Serienauto mit B-Säule und 200 kW Ladespeed
Eine richtige B-Säule und klassische Türen soll es aber geben: Die Studie Vision 7S kam ohne aus und verfügte über gegenläufig sich öffnende Portaltüren. Und sonst? Chrom und Tier-Leder sind erst einmal out, nachhaltige Bezüge aus recycelten Kunststoffe angesagt.

Mit dem Peaq rundet Skoda im Sommer sein Angebot an Elektroautos nach oben ab, mit dem Epiq ab Herbst nach unten. Fotos: Skoda
Auch ordentlich Ladespeed verspricht der Hersteller: Rund 200 kW sind am Gleichstrom-Lader möglich, damit die 89 kWh Strom fassende Batterie spätestens nach knapp 30 Minuten wieder geladen ist.
Kleiner Stromer Ende des Jahrzehnts
Der neue Elektro-Van soll die Modellpalette von Škoda nach oben erweitern. Was nicht heißt, dass die Tschechen ihr Stammklientel vergisst. Wie Einkaufsvorstand Karsten Schnake beim ersten Škoda-Talk in der Deutschland-Zentrale des Unternehmens verriet, stehe in der Produktplanung auch ein elektrischer Nachfolger des Kleinwagens Fabia. Das ehrgeizige Ziel sei, den Stromer für unter 20.000 Euro anzubieten. In der Richtung hatte sich kürzlich auch Konzernchef Oliver Blume geäußert. „Perspektivisch haben wir den Anspruch, auch Elektromodelle unter 20.000 Euro anzubieten und damit Geld zu verdienen“, sagte dieser in einem Interview. Wann das passieren soll, ließ Blume allerdings offen.
Auch Schnake räumte ein, dass der Weg dahin noch lang sein. Er rechnet mit einem sollen preiswerten Einstiegsmodell frühestens „gegen Ende des Jahrzehnts“, also um das Jahr 2029. Schnake: „Schaunen wir mal, wo wir am Ende landen.“
Mit Ergänzung von Franz Rother