Der VW ID.4 bekam mit dem ID.5 einen Coupébruder, Audi spendierte seinem Q4 E-Tron ebenfalls zwei Karosserievarianten. Und jetzt ist Skoda dran: Die Tschechische VW-Tochter präsentierte heute (31. Januar) die schicke Coupe-Version seines Enyaq. Und das gleich auch noch in seiner sportlichsten Variante RS.

Die Coupéversion sieht noch etwas schnittiger aus als der normale Elektro-SUV und bietet dabei kaum weniger Alltagsnutzen. Das Beste daran: Mit dem schrägen Dach geht auch ein Leistungsplus einher. Denn das Enyaq iV Coupé ist zunächst nur als knapp 300 PS (220 kW) starke RS-Topversion zu bekommen.

“Mehr Emotionalität und Eleganz“

Skoda-Chef Thomas Schäfer war bei der virtuellen Weltpremiere die Freude über die neue Modellvariante deutlich anzusehen – und auch anzuhören: „Das neue Enyaq Coupé iV bringt nach dem erfolgreichen Start des SUV noch mehr Emotionalität, Sportlichkeit und Eleganz in die Skoda-iV-Familie. Unseren Designern und Ingenieuren ist es dabei gelungen, hohe Funktionalität mit emotionalem Design zu verbinden. Die neue Top-Version ist zudem das erste rein batterieelektrische Skoda-RS-Modell überhaupt.“

Edle Erscheinung
Als Coupé kommt der Skoda Enyaq noch schicker daher als schon das SUV mit Steilheck. Der bessere CW-Wert sorgt zudem für eine etwas größere Reichweite als Elektroautos. Foto: Skoda

Obwohl das Coupe bis zur B-Säule absolut identisch ist mit dem SUV, sorgt die leicht abfallende Dachlinie doch für einen anderen Charakter: In Weiß und von schräg oben könnte man das Enyaq Coupe RS fast für eine Weiterentwicklung des Tesla Model Y halten. Und eine praktische dazu: Das Ladevolumen ist mit 570 Litern hinter der weit aufschwingenden Klappe kaum kleiner als die 585 Liter des Standard-Enyaq. Und die Kopffreiheit im Fond ist trotz des serienmäßigen Panoramadach ebenfalls nahezu identisch.

Vier Millimeter mehr Länge, aber gleich hoch

Mit einer Länge von 4,65 Metern ist das Coupé, das ab sofort bestellt werden kann, auch nur vier Millimeter länger als der Enyaq im Kombigewand und mit 1,62 Meter identisch hoch. Wahlweise gibt es 19- bis 21 Zoll große Räder, Matrix-LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten. Auf Wunsch ist für das Enyaq Coupé ebenfalls das markante Crystal-Face zu bekommen, bei dem 131 LEDs die vertikalen Rippen sowie die horizontale Leiste des Grills illuminieren.

Die neue Coupé-Modellvariante ist zum Marktstart zunächst einmal nur als RS-Version mit 220 kW (299 PS) Antriebsleistung und Allradantrieb Skoda erhältlich, die noch über dem bisherigen Topmodell Enyaq 80x mit 195 kW (265 PS) rangiert. Doch im Herbst dürfte das Coupé dann ebenfalls in den schwächeren Versionen iV60 und iV80 mit 180, 204 und 265 PS Antriebsleistung angeboten werden.

Kein Verlust beim Nutzwert
Die elektrisch angetriebene Heckklappe ist beim Coupé etwas größer, der Kofferraum des Elektroautos aber nur geringfügig kleiner als beim Schwestermodell mit Steinheck. Bei umgeklapppten Hecksitzen findet hier auch notfalls ein Fahrrad Platz.

Da der cW-Wert mit 0,23 einen Tick günstiger ist als beim normalen Enyaq, hat das Coupe auch eine geringfügig größere Reichweite: Die Version mit dem 82-kWh-Akkupaket (netto: 77 kWh) kommt mit einer Ladung unter den Bedingungen der Verbrauchsnorm WLTP bis zu 535 Kilometer weit – 521 Kilometer sind es beim „normalen“ Enyaq mit gleicher Motor-/Akkukombination.

Und im Unterschied zu den normalen Enyaq-Modellen, wo bereits bei 160 km/h Schluss mit dem Vortrieb ist, darf der RS-Enyaq ebenso wie VW ID.5 GTX und Audi Q4 E-Tron 50 Quattro 180 km/h schnell fahren, bevor die Elektronik den Wagen abbremst. Das Platzangebot unterscheidet sich vom normalen Enyaq ebenso wenig wie die Bedienung. Serienmäßig an Bord sind das zentrale Infotainment-Display mit einer Bildschirmdiagonalen von 13 Zoll und das nur 5,3 Zoll große Digitalcockpit, das optional durch ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion ergänzt werden kann.

Und was kostet der Spaß? Einen offiziellen Preis gibt es noch nicht, jedoch dürfte das neue Topmodell des Skoda Enyaq RS Coupé bei knapp unter 60.000 Euro starten.

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