Die Marke Smart steht traditionell für kompakte, urbane Mobilität. Doch mit dem Smart #5 betritt das langjährige Stiefkind von Mercedes-Benz, das seit 2020 in einem Joint Venture mit dem chinesischen Autobauer und Mercedes-Großaktionär Geely entwickelt und produziert wird, nun komplettes Neuland. Das vollelektrische Mittelklasse-SUV ist mit einer Länge von 4,71 Metern und einer Höhe von 1,70 Metern nicht nur das bislang größte Modell der Marke. Es bringt auch Technologien mit, die bisher vor allem in der Oberklasse zu finden waren. Dazu gehören eine 800-Volt-Architektur ab der Version Pro+ für besonders schnelles Laden und erstmals eine Geländeversion für Offroad-Abenteuer. Doch bleibt Smart damit seinem Image als Anbieter innovativer E-Autos treu?
Ein Elektro-SUV mit neuer Technologie
Während die bisherigen Smart-Modelle eher für den Stadt- und Regionalverkehr konzipiert waren, richtet sich der Smart#5 an eine breitere Zielgruppe. Dank der 800-Volt-Plattform kann das Fahrzeug unter idealen Bedingungen in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden – ein Vorteil, der bislang eher teuren Premium-Elektroautos vorbehalten war.

Die Käufer des Smart #5 haben vom Start weg die Wahl zwischen sechs Antriebs- und Ausstattungs-Varianten. Eine sportliche Brabus-Version kommt später noch dazu. Die dürfte dann schon an der 60.000-Euro-Marke kratzen. Foto: Smart
Beim Akku stehen zwei Varianten zur Auswahl:
- Eine 76-kWh-Batterie (LFP-Chemie) für das Basismodell mit 400-Volt-Architektur, einer maximalen Ladeleistung von 150 kW und 465 Kilometern Reichweite sowie
- eine 100-kWh-Batterie (NCM-Chemie) mit bis zu 590 Kilometern WLTP-Reichweite und einer maximalen Ladeleistung von bis zu 400 kW (wo immer das möglich ist) für die Pro+ genannten Topversionen.
Letzteres bedeutet: Mehr Langstreckenpotenzial, weniger und kürzere Ladepausen – und eine Option für alle, die mit ihrem E-Auto auch lange Strecken zurücklegen wollen.
Vom Stadtauto zum Offroader?
Besonders spannend: Mit der Summit Edition und der Pulse Line bringt Smart erstmals ein Fahrzeug auf den Markt, das sich auch für unbefestigte Wege eignet. Allradantrieb, fünf Offroad-Modi und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,9 Sekunden machen den smart #5 zu einem SUV mit sportlichen Ambitionen. Eine elektrische Anhängerkupplung erweitert die Einsatzmöglichkeiten. Auch die Montage eines Dachzelte ist bei der Summit Edition bereits vorgesehen.






Im Innenraum zeigt sich die Weiterentwicklung der Marke besonders deutlich. Der 2,90 Meter lange Radstand sorgt für ein großzügiges Raumgefühl, ergänzt durch 34 Ablagefächer, einen beleuchteten Frunk mit 72 Litern und einen variablen Laderaum zwischen 630 und (bei umgelegten Rücksitzen) bis zu 1.530 Litern.
Technik-Fans dürfen sich auf ein 25,6-Zoll-Head-up-Display, ein digitales Cockpit und ein neues Infotainmentsystem mit KI-gestützter Sprachsteuerung freuen. Zudem verspricht das Sennheiser Signature Sound System mit 20 Lautsprechern und Dolby Atmos ein besonderes Klangerlebnis.
Vom Kult-Kleinwagen zum vielseitigen Elektro-SUV
Smart hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt – vom ikonischen ForTwo über die neuen Modelle #1 und #3 bis hin zum #5, der nun in eine ganz neue Fahrzeugklasse vordringt. Ob das Konzept aufgeht, wird sich zeigen – doch mit einer Kombination aus hoher Reichweite, schneller Ladezeit und vielseitigem Einsatzgebiet könnte Smart genau den Nerv der Zeit treffen.
Wolfgang Ufer, der CEO von smart Deutschland ist jedenfalls zuversichtlich „Mit dem smart #5 erweitern wir unsere Modellpalette um ein vielseitiges Premium-SUV, das unsere Philosophie von Innovation und nachhaltiger Mobilität auf ein neues Level hebt. Ich kann es kaum abwarten, unseren Kunden den smart #5 live zu zeigen, da das Feedback schon jetzt überwältigend ist und wir genau das richtige Auto zur richtigen Zeit auf die Straße bringen.“
In Deutschland kann der smart #5 übrigens ab April bestellt werden. Die Preise starten bei 45.900 Euro für das 250 kW oder 340 PS starke Basismodell namens Pro. Für das 267 kW starke Pro+-Modell mit 800-Volt-Architektur sind wenigstens 51.800 Euro hinzulegen. Und die 432 kW oder 587 PS starke Summit Edition steht mit 56.900 Euro in der Preisliste – das ist schon fast Mercedes-Niveau.