Der ID.Polo ist zusammen mit dem Cupra Raval und dem Skoda Epiq Teil einer elektrischen Kleinwagenfamlie der erschwinglichen Art.

Zusammen mit dem VW ID. Cross, ja.

Hat sie das Zeug, der Elektromobilität in Deutschland und darüber hinaus einen kräftigen Schub zu geben?

Absolut, ganz klar. Mit Modellen wie dem ID. Cross, ID. Polo und mit den anderen Derivaten stoßen wir in eine Preisregion vor, die es für Elektrofahrzeuge von Volkswagen bisher nicht gab. Preise ab 25.000 Euro eröffnen viel mehr Kundinnen und Kunden den Einstieg in die Elektromobilität. Das wird dem Markt spürbare Impulse geben – und wir erwarten entsprechend eine sehr starke Nachfrage.

Trotzdem haben sie jetzt nochmal die ID-Kaufprämie für Elektroautos bis Ende Juni verlängert. Der war dann doch eigentlich überflüssig. Zumal die Bundesregierung auch eine E-Prämie ausgelobt hat.

Ganz so einfach ist es nicht. Die staatliche Förderung ist faktisch noch nicht vollständig verfügbar, weil die digitale Plattform, über die Kundinnen und Kunden die Prämie beantragen und eine verbindliche Bestätigung erhalten können, bislang fehlt. Entsprechend verhalten ist bisher die Nachfrage nach geförderten Fahrzeugen aus unserem Programm. Das Interesse ist durchaus groß, aber es kommt aktuell noch zu vergleichsweise wenigen Abschlüssen.

VW ID.Cross
„Mit Modellen wie dem ID. Cross stoßen wir in eine Preisregion vor, die es für Elektrofahrzeuge von Volkswagen bisher nicht gab“

Trotz all der neuen attraktiven E-Autos?

Der Vorverkauf für den ID. Polo startet erst Ende April, die ersten Fahrzeuge werden voraussichtlich im September im Handel stehen. Gleichzeitig sind wir mit dem ID. 3, ID. 4 und ID. 5 sowie dem ID. 7 bereits heute mit mehreren attraktiven Modellen im Markt präsent und Marktführer in Deutschland und in Europa. Die Fahrzeuge wollen wir weiterhin wettbewerbsfähig positionieren. Aktionen und Förderprogramme gehören dabei immer zum Tagesgeschäft – sie sind ein etabliertes Instrument, um Aufmerksamkeit für attraktive Produkte zu schaffen und Nachfrage gezielt zu unterstützen.

Aber an die Wirkung der E-Auto-Förderung durch den Bund glauben Sie schon?

Wenn es Klarheit über die Details gibt, wird die Förderung sicher einen positiven Einfluss auf die Nachfrage nach Elektroautos haben.

Nach den Neuzulassungen im März scheint der Impuls schon jetzt zu wirken.

Die Zulassungen von Elektrofahrzeugen waren im März in der Tat stark. Die hohen Treibstoffpreise bringen derzeit viele Menschen zum Nachdenken: Ist ein Elektroauto vielleicht auch für mich eine Alternative? Dieses Nachdenken spüren wir sehr deutlich – sowohl in Form eines stark gestiegenen Interesses auf unserer Website als auch im Handel.

Was hilft der Antriebswende mehr? Verkaufsprämien oder hohe Spritpreise?

Also alles, was die finanzielle Attraktivität eines Elektroautos erhöht, hilft grundsätzlich. Auch und vor allem im direkten Vergleich mit den Verbrennermodellen. Entscheidend wäre aber aus meiner Sicht, dass die anhaltende Unsicherheit ein Ende findet und die Diskussion darüber, ob der Weg richtig ist oder ob es noch bessere Alternativen gibt. Die Elektromobilität ist die einzige Technologie, die uns perspektivisch zu CO2-freiem Fahren bringt – zumindest zu einem lokal emissionsfreiem Fahren. Und wie wir derzeit sehen, bietet sie zu dem die Chance, unsere Abhängigkeit von anderen Staaten zu verringern. Es gibt sehr viele überzeugende Argumente für das Elektroauto. Vor dem Hintergrund wundert es mich, dass es vielen noch so schwerfällt, zu sagen: Die Zukunft ist elektrisch und genau dort bewegen wir uns hin.

Was könnte es ändern?

Das Wichtigste, was wir jetzt brauchen, ist Ladeinfrastruktur.

Noch mehr öffentliche Ladesäulen?

Ja, in allen Varianten. Vor allem im urbanen Bereich, also für alle Laternenparker ohne Eigenheim.

Na ja, einen Mangel sehe ich nicht unbedingt. Mit einem Elektroauto, das 300 Kilometer und mehr in einem Rutsch zurücklegen kann, muss man nicht jeden Abend an eine Ladesäule, wen der tägliche Aktionsradius nur 70 Kilometer oder weniger beträgt.

Korrekt. Und wenn man dann mal ein bisschen Erfahrung mit einem Elektroauto gesammelt hat, stellt man fest, dass es an vielen Stellen, an denen man parkt – beispielweise vor dem Fitnessstudio oder dem Supermarkt – durchaus Lademöglichkeiten gibt. Aber leider noch nicht überall. Bundesweit, in manchen Städten und auch in Europa gibt es da noch viele weiße Flecken.

Und verdient VW mit den Elektroautos bereits Geld? Die Frage beantwortet Sander im dritten Teil.

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