Ladeplanung aus der Ferne

Reizvoller ist da vielleicht die My Renault App, mit der sich zum Beispiel alle Funktionen des Ladevorgangs bequem aus der Ferne steuern und kontrollieren lassen. Und solange das Fahrzeug in Aktion ist, wird der Ladestand der Batterie nie unter den den vorher eingestellten Schwellenwert fallen. Dadurch bleibt, so schwören sie bei Renault, immer eine gewünschte Restreichweite erhalten.

Ein vernünftiger Routenplaner? Ja, den hat der Kleine auch. Als Teil des OpenR link-Systems mit integrierten Google-Funktionen schlägt er per Google Maps die jeweils beste Route einschließlich erforderlicher Ladestopps vor. Dabei werden die Verfügbarkeit und die Lage und Eigenschaften der Ladestationen und der Lade-Serviceanbieter berücksichtigt. Dito Änderungen der Fahrzeugdaten (Verbrauch, Reichweite) und der Außentemperatur sowie die technische Ausstattung des Fahrzeugs und unsere gängigen Präferenzen (Leistung der Ladestation, Zahlungsmethode und so). Zudem lässt sich einstellen, wie hoch der Ladestand der Batterie bei Ankunft am Zielort sein soll (zwischen 10 und 50 Prozent). Und natürlich kann über diesen Routenplaner die Vorkonditionierung der Batterie in Marsch gesetzt werden, um sie auf eine optimale Ladetemperatur zu bringen.

“Reno“ an Bord

Weil wir gerade bei diesem ganzen digitalen Kram sind: Nach seinem Einstand im Renault 5 E-Tech Elektrisch und dem Vollstromer R4 ist der virtuelle Reisebegleiter Reno nun auch im Twingo-Stromer an Bord. Diese quirlige gelb-blaue Comic-Figur (richtig, erst ab Techno-Ausstattung). Ein Avatar, der uns während der gesamten Fahrt unterstützen soll. Freund Reno hilft bei der Erkundung des Fahrzeugs und seiner Funktionen und fungiert auch als virtueller Copilot, der diverse Funktionen rund ums Fahren und Laden steuert. Reagiert auf unsere Stimme, kommt dann wie Kai aus der Kiste auf den Screen, kann aber auch selbst aktiv werden und spontan Vorschläge machen, wenn sich Fahrbedingungen ändern. Etwa um im richtigen Moment in den Eco-Modus zu wechseln oder die Klimaanlage prophylaktisch auf „Auto”-Modus stellen, wenn die Scheiben beschlagen könnten.

Freie Wahl
Wird hinten mehr Knieraum benötigt, lässt sich die Rücksitzbank um einige Zentimeter nach hinten verschieben - zu Lasten des Kofferraums, versteht sich.
Freie Wahl
Wird hinten mehr Knieraum benötigt, lässt sich die Rücksitzbank um einige Zentimeter nach hinten verschieben – zu Lasten des Kofferraums, versteht sich.

Reno kann nicht nur Fragen beantworten, sondern auch praktische Maßnahmen ergreifen. Man kann ihn zum Beispiel bitten: „Hey Reno, plane eine Ladung für morgen um 8 Uhr“ oder fragen „Hey Reno, wie stoppe ich den Ladevorgang?“ Auf die 200 häufigsten Fragen antwortet er mit programmierten Antworten (zum Beispiel „Hey Reno, wie verbinde ich mein Telefon über Bluetooth?“ oder „Hey Reno, wie prüfe ich den Reifendruck?“). Auch sonst ist er offenbar nicht auf den Kopf gefallen, denn dank der Integration der 4.0-mini-Version der KI-App Chat GPT soll er auch leicht verständliche Antworten auf viele Fragen zum Allgemeinwissen geben können.

Twingo als Elektro-Botschafter

Außerhalb des Fahrzeugs ist Reno über die Smartphone-App „Hello Reno“ verfügbar, in der es beispielsweise eine Reihe von Video-Tutorials zu den wichtigsten Funktionen des Fahrzeugs gibt. „Reno möchte die Bindung zwischen Kundschaft und Marke weiter stärken und auf unterhaltsame Weise als Botschafter für den Twingo E-Tech Elektrisch und für Elektroautos im Allgemeinen fungieren“, erklären sie uns bei Renault.

Generell haben alle Versionen des Neuen ein vernetztes Multimediasystem. Smartphone-Integration mit Android Auto und Apple CarPlay? Kabelgebunden oder kabellos möglich. Und beim Twingo E-Tech Elektrisch (leider auch nur in der Top-Ausstattung Techno) hält erstmals Renaults OpenR link-System seinen Einzug in das A-Segment. Die Bedienung? Einfach und intuitiv wie bei jedem Tablet – per Touchscreen oder per Sprachsteuerung. Inbegriffen sind die typischen Google-Dienste: der Karten- und Navidienst Google Maps, der Sprachsteuerung-Assistant und Google Play mit dem Zugriff auf mehr als 100 Apps. Und alle neuen Twingos haben zwei USB-C-Anschlüsse zum Anschließen und Aufladen eines Smartphones oder Multimedia-Geräts.

App-Nutzung drei Jahre kostenlos

Erwähnenswert: Für den neuen Twingo E-Tech Elektrisch sind über 100 Apps erhältlich, laut Renault ein Rekord in dieser Fahrzeugklasse. Wir können mit ihnen Musik hören, uns über Sport und Nachrichten informieren oder einen Film ansehen, während das Auto geparkt ist oder aufgeladen wird. Zu den exklusiven Partner-Apps gehören die weltweit beliebtesten Radiosender (mit „Radioplayer for Renault“), Musik-Streaming-Plattformen wie Amazon Music, Video-Streaming-Dienste (Prime Video), Premium-Abonnementdienste (HBO Max und so) sowie ein exklusives Musikspiel (SongPop for Renault) und ein Internetbrowser (Vivaldi).

Enfin‘ elle M’aime!
Der Kleine mit den Kulleraugen ließ schon beim Debüt der ersten Generation im Oktober 1992 die Herzen dahinschmelzen. Wer hier wen liebt, überlassen wir dem Betrachter. Fotos: Renault

Netterweise ist für die Nutzung der In-Car-Apps ein kostenloses Datenpaket inklusive: Es gibt drei Jahre lang (oder bis zum Ende des Fahrzeugleasingvertrags von Mobilize Financial Services) ein kostenloses Datenpaket von 2 GB pro Monat, um die bei Google Play heruntergeladenen Apps zu nutzen. Zusätzliche Datenpakete kosten extra.

Startpreis von 19.990 Euro

Und genau wie die anderen Modelle von Renault hat auch der neue Twingo E-Tech eine vernetzte Fahrzeugwartung. Wenn der Kurze aus irgendeinem Grund besondere Aufmerksamkeit erfordert, gibt es eine Benachrichtigung per E-Mail, SMS oder über die My Renault-App. Praktisch, dass Renault auch Mechanismen zur Vorhersage des Verschleißes von Teilen eingerichtet hat, die beispielsweise über den Zustand der Bremsen oder der Batterie für die Schlüsselkarte informieren und gegebenenfalls einen Austausch vorschlagen.

Wann denn dieses fröhliche Auto bei den deutschen Händlern zu haben ist, wollen Sie nun vielleicht noch wissen. Voraussichtlich Ende März (Preise und Bestellstart im Januar) hören wir hinter vorgehaltener Hand. Und dann soll dieser Stromer in der Einstiegsversion „Evolution“ tatsächlich nur 19.990 Euro kosten. Was ja schon mal eine interessante Ansage ist, auch wenn da einige nette Bausteine nicht an Bord sind. Für die Techno-Version verlangt Renault einen Aufpreis von 1600 Euro: Bei 21.590 Euro geht es hier los. Serienmäßig ist hier Multimediasystem OpenR link mit integriertem Google an Bord, der Avatar Reno, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go Funktion, eine Klimaautomatik, die One-Pedal-Funktion, ein Beifahrersitz mit umklappbarer Rückenlehne sowie eine digitale Rückfahrkamera.

„Revolution im A-Segment“, jubeln sie schon bei Renault. Und Paula Fabregat-Andreu, Design Project Director bei Renaults Elektro-Sparte Ampere, schwärmt: „Dieses Auto ist ein Meister des Alltags, das jede Fahrt zu einem Vergnügen machen kann.“ Okay, wir werden sehen. Beim neuen Renault 5 und beim Renault 4 E-Tech hat das retro-futuristische Design ja schon ganz gut funktioniert.

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