Elon Musk, charismatischer Chef des Elektroautopioniers Tesla, hat schon im Vorfeld versucht, die Öffentlichkeit vorzubereiten: Kurz vor der Premiere des neuen Elektro-Pick-ups der Marke raunte er von „einem gepanzerten Mannschaftswagen aus der Zukunft“, als er die Optik des Cybertruck getauften Vehikels beschreiben wollte. Und ahnte bereits, das Design werde wohl nicht jedem gefallen, weil es sehr futuristisch sei. Damit hat er recht behalten, die Reaktionen im Netz fallen nach der Premiere am vergangenen Donnerstag höchst unterschiedlich aus.

Es war wenig überraschen, dass die Konkurrenz von Ford wenig euphorisch reagiert. Immerhin stellt der Konzern mit dem F150 den gefragtesten Pick-up in den USA her und kooperiert mit dem Start-up Rivian, um einen eigenen Elektro-Pritschenwagen auf die Räder zu stellen. So twitterte der Ford-Pressesprecher Mike Levine dieses Gif:

Und auch Karl-Thomas Neumann, ehemaliger Opel-Chef und einer der Köpfe hinter dem Elektroauto-Start-up Canoo, klingt regelrecht entsetzt:

Elon Musk war offensichtlich selbst peinlich, dass die Scheiben des Cybertruck bei der Präsentation nicht den Stahlkugeln standhielten, die Design-Chef Franz von Holzhausen gegen den Pick-up schleuderte.

Andere machen sich einfach lustig über das Design:

Und sagen bereits den kommerziellen Misserfolg des Cybertruck voraus:

Aber womöglich ist das etwas voreilig. Denn Kunden können sich gegen eine Anzahlung von 100 Dollar für den Kauf eines der Pick-up-Modelle registrieren lassen. Musk hat nun die Zahl dieser Vorbestellungen für den Pick-up bekannt gegeben – und die können sich innerhalb so kurzer Zeit durchaus sehen lassen:

Der Wert ist zwischenzeitlich schon wieder gestiegen:

Ob alle 250.000 Vorbesteller dann auch wirklich das Fahrzeug erwerben, wenn es frühestens Ende 2021 verfügbar ist, wird sich zeigen. Immerhin haben die Fans dem Unternehmen auf die Schnelle 25 Millionen Dollar Kapital zur Verfügung gestellt.

Musk hat übrigens noch ein interessantes technisches Detail verraten. Denn für den Cybertruck soll es auch Solarzellen auf der Abdeckung der Ladefläche geben. Die sorgen wie beim Sion von Sonos Motor aus München für zusätzliche Reichweite.

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